Webseite erstellen - html lernen oder einfacheren Weg?

bluevel

Grünschnabel
Ach ja, und dann ist da noch die Frage vom Hoster. Ich bin derzeit bei www.world4you.com
Kennt jemand diese Firma? Ich zahle momentan rund 35€ Domainserver-Gebühr im Jahr.
Derselbe Anbieter würde für eine neue Seite mit Wordpress 9,90€/Mt verlangen. Wären rund 120€ im Jahr.
Das ist schon komisch, dass es plötzlich fast 4x so teuer wird...
Ich bezweifle, ob das ein guter Deal ist. Ich ging davon aus, dass ich einfach die neue Seite auf die vorhandene Domain lege, ohne Mehrkosten...
Was meint ihr, ist es Zeit für einen Wechsel?
 

Sprint

Erfahrenes Mitglied
Ich habe die Diskussion verfolgt, folgende 3 "Begriffe" habe ich herausgehört:
  • CMS
  • statische Seiten
  • Baukastensystem
Könnte mir jemand in einfachen Worten erklären, was diese 3 voneinander unterscheidet?
Auch war die Rede davon, dass CMS sich lohnt, wenn man häufig Änderungen macht...
Das ist bei mir schon der Fall. Ich möchte regelmäßig neue Arbeiten "publizieren" (Pläne, Zeichnungen, Fotos, Texte).
Die Erscheinung sollte meiner bestehenden Seite möglichst nahe kommen.
Ich bin ehrlich, Programmieren werde ich nicht mehr ohne weiteres lernen können,
der Zug ist wahrscheinlich abgefahren...
Also, womit soll ich's machen? Was würdet ihr mir schlussendlich raten?
Die Unterschiede sind recht einfach. Fangen wir mit statischen Seiten an. Die sind die Urform des Web, so wie es vor Jahrzehnten anfing. Sie bestehen aus tatsächlich existierenden einzelnen HTML Seiten, die normalerweise nicht just in Time geändert werden können. Normalerweise heißt, daß es schon geht, aber das spielt hier jetzt keine Rolle.. Der Server nimmt die Datei, schickt sie an den Browser und gut. Änderungen muß man selbst im Quelltext der jeweiligen Seite vornehmen.

CMS steht für Content Management System. Hier sind es oftmals keine statischen HTML Seiten, sondern bestehen meistens aus PHP Seiten. D.h., daß der Server aus Datenbankinhalten eine Webseite zusammenbastelt und an den Browser schickt. Das, was der Browser empfängt, existiert nur virtuell und wird beim Aufruf jedesmal neu erzeugt. Dadurch können live die Inhalte gewechselt werden. Das geschieht durch einen Adminbereich, in dem die Inhalte der Seiten (Texte, Bilder usw.) verwaltet werden.
Das Aussehen der Seite und die Inhalte sind vollständig voneinander getrennt. Das Aussehen der Seite wird im Normalfall auch nicht direkt vom Inhaber bestimmt werden, denn ein Template (das Gerüst, in das die Inhalte eingesetzt werden) zu erstellen ist wirklich nicht einfach.Man bestimmt als eher nur die Farben, Hintergrundbilder usw.

Ein Baukasten ist ist eine Mischung aus den beiden genannten Sachen. Es existiert ein Adminbereich, in dem die Seite aus vorgefertigten Teilen zusammengebaut wird. Man kann das Aussehen nicht bis ins kleinste selbst ändern. Dafür können einzelne Inhalte aber auch nicht die Seite zerstören, was, wenn man nicht aufpaßt, bei einem CMS schon passieren kann.
Die Verwaltung von Aussehen und Inhalten übernimmt das Programm. Bei webgestützten Baukästen bleiben die Seiten meistens auf der Seite des Anbieters. Man hat also keinen echte Herrschaft über seine Seite und kann sie dadurch auch nicht zu einem anderen Anbieter umziehen. Bei rechnergestützten Baukästen ist es so, daß das Programm am Ende der Arbeit aus den Daten echte HTML Seiten erzeugt, die man dann selbst auf den Server seiner Wahl hochlädt.

Ich hoffe, ich habe das einigermaßen verständlich erklärt. Natürlich gibt es noch viele Ausnahmen, die aber zur Unterscheidung nicht wirklich beachtet werden müssen.

In deinem Fall ist eine statische Seite ungeeignet, denn wenn du sie nicht selbst erstellen und administrieren kannst, bist du immer auf andere angewiesen, was mit der Zeit natürlich gewaltig ins Geld geht.

"Häufige Änderungen" ist Definitionssache. In deinem Fall wird es aber wahrscheinlich nicht bedeuten, daß du alle paar Tage was änderst, sondern vermutlich eher alle paar Wochen. Da bieten sich sowohl CMS als auch Baukasten an. Das Austauschen von Bildern und Texten geht in beiden Fällen gleich schnell.
Für ein CMS brauchst du zwingend PHP und Datenbank. Dadurch muß dir der Provider mehr Ressourcen zur Verfügung stellen, was mehr kostet, wie du ja schon selbst festgestellt hast. Bei den Preis spielen aber auch noch andere Werte eine Rolle, wie Anzahl der Mailadressen, Größe der Mailboxen, Spam- und Virenfilter, Größe des Webspace usw.
In den 35 € wird also vermutlich nicht viel enthalten sein. Wenn du prinzipiell mit dem Provider zufrieden bist, wäre ein rechnergestützter Baukasten zu empfehlen. Du brauchst keine Datenbank und PHP nur, wenn du ein Kontaktformular hast, da für den Maliversand PHP benötigt wird.

Einen Umstieg zu empfehlen, ist so nicht möglich. Dazu müßte man die genauen Daten kennen. Laß dich aber auch nicht von Lockangeboten mancher großer Provider blenden. Die 1 Euro Angebote gelten nur für ein paar Monate, danach geht es auch da deutlich rauf. Und sieh dich vor einem Wechsel auch mal nach Kommentaren um. Manche Anbieter mit dauergrinsenden Werbefiguren rangieren, was Service und Geschwindigkeit ihrer Server angeht, recht weit hinten.
 

Webhufi

Erfahrenes Mitglied
@bluevel
Das ist die Lizenzgebühr. Sie wird einmalig fällig dafür, dass du das Programm auf deinem Rechner benutzen darfst, meist lebenslang. Nur wenn (falls!) du eine neuere Version benutzen möchtest, wird eine erneute Lizenzgebühr fällig. I.d.R. ist das kaum notwendig, es sei denn, die neuen Features sind für dich ungeheuer wichtig.
 

Sprint

Erfahrenes Mitglied
Falls du dich noch nicht entschieden haben solltest, wäre es vielleicht von Vorteil, dir mal MAMP auf deinem Rechner zu installieren. Das ist ein virtueller Server, der dir alles zur Verfügung stellt, was dein späterer Provider auch tut. Das hätte vor allem den Vorteil, daß du problemlos mal ein CMS wie Wordpress ausprobieren kannst, ohne dafür deinen Account wechseln oder upgraden zu müssen. Und falls du dich dann wirklich für WP entscheidest, kannst du die fertige Webseite per entsprechendem Plugin auf deinen Server verschieben.
 

bluevel

Grünschnabel
Hi Sprint. Danke dir für den Tipp. Ich schau mir MAMP gerne an. Soviel hab ich schon gesehen: Es läuft auch auf Mac OS.
Verstehe ich richtig, ich kann da testen, ohne Geld ausgeben zu müssen?
Oder muss ich für Wordpress von Anfang an zahlen, um damit etwas zu machen?

Ich habe unterdessen einen Kollegen im meinem Bürohaus kennengelernt, der Schulungen macht in Web-Design. Ich überlege mir, während dem Kurs die Webseite (als Schulprojekt) zu bauen. Der Kurs kostet natürlich einiges, aber ich bekomme dann sicher auch entsprechend viel know how mit auf den Weg.
Stimmst du mir hierin zu?
Ein weiterer Kollege hat mir geraten, mich mit meiner Firma in Google Maps einzutragen. Das trägt gemäss seiner Aussage dazu bei, um im Netz präsent zu sein und sowieso um gefunden zu werden. Ihm nach ist es problemlos möglich, auch vorerst ohne Website, sich in Google Maps einzutragen. Ist das richtig?
 

m.scatello

Erfahrenes Mitglied
ich kann da testen, ohne Geld ausgeben zu müssen?
Ja
Oder muss ich für Wordpress von Anfang an zahlen
WordPress ist kostenlos. Es gibt Themes und Plugins, für die man bezahlen muss, allerdings gibt es auch jede Menge kostenloser Themes und Plugins.
Stimmst du mir hierin zu?
Das macht nur Sinn, wenn du beruflich in dem Bereich tätig sein willst, ansonsten ist das rausgeschmissenes Geld.
Ihm nach ist es problemlos möglich, auch vorerst ohne Website, sich in Google Maps einzutragen. Ist das richtig?
Das kannst du selber herausfinden, in dem du die Bedingungen bei google durchliest.
 

Sprint

Erfahrenes Mitglied
Von mir bekommst du nur Mac Tips, da ich seit 20 Jahren nix anderes nutze und von Win nicht wirklich Ahnung habe. :)
Wordpress selbst ist immer kostenlos. Was etwas kostet, sind manche Plugins. Fast immer gibt es die Plugins aber auch in einer Testversion bzw. abgespeckten kostenlosen Version. Ob die dann in dem Moment reicht, mußt du entscheiden. Von MAMP selbst gibt es auch eine kostenpflichtige Version, die du aber nicht brauchst.

Mit der Schulung erfährst du natürlich einiges, wobei das aber völlig dem widerspricht, was du am Anfang gesagt hast. Für mich würde es nur Sinn machen, wenn du vorhast, in dem Bereich auch beruflich tätig zu werden, denn da ist vieles dabei, was du für eine Webseite, wie du sie bisher beschrieben hast, nicht brauchst.

Google Maps hilft dir besonders dann, wenn die Leute dich direkt vor Ort besuchen können. Wichtig, oder fast noch wichtiger, ist der Inhalt deiner Webseite, damit Google sie entsprechend bewertet und weit vorne einreiht. Ab der dritten Seite ist man so gut wie unsichtbar für den User. Und da ist Text das A und O. Wenn du also gefunden werden willst, solltest du dich mit einem SEO Spezialisten und evtl. einem professionellen Texter in Verbindung setzen.
 

bluevel

Grünschnabel
Bei webgestützten Baukästen bleiben die Seiten meistens auf der Seite des Anbieters. Man hat also keinen echte Herrschaft über seine Seite und kann sie dadurch auch nicht zu einem anderen Anbieter umziehen. Bei rechnergestützten Baukästen ist es so, daß das Programm am Ende der Arbeit aus den Daten echte HTML Seiten erzeugt, die man dann selbst auf den Server seiner Wahl hochlädt.
Hi Sprint

Ich hab mich bei meinem Provider (world4you) informiert ob sie nun einen webgestützten oder rechnergestützten Baukasten anbieten. Hier die Antwort:

Guten Tag!
Es handelt sich hier um einen webgestützten Baukasten.*)
D.h Teile der Webseite liegen direkt auf CM4all Server welche World4you zur Verfügung gestellt hat.
In dem Fall kann man auch nicht die Daten nehmen und auf einen anderen Webspace übertragen.
Herzliche Grüße vom E-Mail-Support-Team,

Peter

Ich frage mich nun, ob ich darauf *) bauen soll, oder nicht besser eine andere Plattform suchen soll.
Wenn ich es richtig verstehe, bin ich mit dem Baukasten auf "ewig" an diesen Provider gebunden...
Hier ein paar nähere Infos zum Angebot:
Eigene Website mit dem Homepage-Baukasten erstellen - World4You

Für deine Sichtweise wäre ich dir dankbar.
 

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