Old-Schooles Haus


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smileyml

Tankwart
Premium-User
Glaube ich gern bzw. sehe ich selbst als zu oft. Nur wir wollen es sight mal jetzt nicht schwerer machen, als er es eh schon hat ;)

Grüße Marco
 
M

Maik

Kein Thema, und für jemanden, der nicht vom Fach ist, sind all diese Begriffe "Böhmische Dörfer" ;)

mfg Maik
 

sight011

Erfahrenes Mitglied
Ahhrgg ihr Mauerwerk ist ein Traum

Ich hab auch Displacement etc. drin - was bei mir komsich ist - dass die Klinker Textur total unscharf wird, sobald ich es render! so sieht es noch in der Editor-Ansicht aus ? :confused:
 

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Dr Dau

ich wisch hier durch
Sooohoo: Wenn du dir jetzt das 2te Bild anschaust siehst du warum da diese kannte ist Matze ;)
Ist aber nicht korrekt.
Ein First ist nicht zur Zierde da, sondern um den Regen an den Übergangen der Dachflächen "auszusperren".
So wie Du den First "verlegt" hast, läuft das Regenwasser an der Giebelwand auf dem 2. Bild an der oberen Ecke ins Dach rein.

Dass Du zum Teil "neue Ziegel" verwendet hast sieht nicht gut aus..... sieht irgendwie nach Plastik aus.

Ob bei den halbrunden Fenstern ein Rundbogen gemauert werden muss, hängt von der Statik ab.
Man darf nich vergessen dass die Holzkonstruktion die hauptsächliche Last trägt.
Wenn die Querbalken nicht wären, dann müssten auf jedenfall Rundbogen gemauert werden.

Was die unteren Balken angeht:
Ich würde das Haus auf einen schönen, aus Natursteinen gemauerten, Sockel setzen.

Die Ziegelsteine sind tatsächlich zu gross..... es sei denn die untere grüne Tür ist max. 170cm hoch.
BTW: ist die obere grüne Tür bewusst wesentlich höher? (das Haus hat anscheinend ursprünglich einen anderen Verwendungszweck gehabt ;))

Ach ja, wenn Du schon Dachrinnen anbringst, dann vergiss die Fallrohre nicht. ;)

Und wie halten eigentlich die Dachziegel an den Giebelwänden? An der Luft? ;)

Gruss Dr Dau
 

hootcher

Grünschnabel
was mir aufgefallen ist:
- Die Brustriegel (waagerechte Balken)an den Ecken sind nicht auf gleicher Höhe, soll das so sein?

-Zwischen dem großem Tor und den den Ständern ist auch Füllmaterial, da bin ich mir auch nicht sicher ob es wirklich so ist.

-Dein Gebälk ist alles in einer Ebene, tatsächlich ist es aber so, dass da Fugen sind, und es eine Hierarchie gibt, gleichzeitig ist das alles von Nägeln, teilweise aus Holz zusammengehalten worden,
- und beim Gebälk fehlt mir die Holzmaserung

- Bei der Schwelle musst du drauf achten, dass die evt. bei Toren nicht ist, da die sonst nicht ebenerdig sind, sonst hätte man seinen Karren ja noch anheben müssen um ihn ins Haus zu bekommen, oder eine Art Rampe erstellen

-Bist du sicher, dass es eine Ziegelfüllung ist? Vor x-hundert Jahren waren Ziegel ziemlich teuer, und es ist oft mit Lehm oder Bruchstein gearbeitet worden, der, je nach Reichtum verputzt war, Wer mit Ziegeln bauen konnte, musste nicht unbedingt ein Fachwerkhaus bauen. Aber es gab natürlich auch welche mit Ziegeln.

-Beim Dach, sieht aus wie ein Mönch&Nonne Ziegel, der Würde allerdings eher in Südeuropa genutzt, oder in Süddeutschland bei sakralen Gebäuden,
ich denke ein Biberschwanz ist wahrscheinlicher. Dass deine Ziegel da zu gross sind, stimmt.

Ansonsten freut es mich dass es wieder aufgebaut wird, und wünsche allen beteiligten viel Erfolg
 

peter_echevers

Grünschnabel
Wie gesagt ich habe eine Vorlage - und danach dieses Haus nachgebaut

Info: Dieses Haus ist ein Haus, das wieder aufgebaut werden soll, das eine spezielle Geschichte im 2ten WEltkrieg einer bestimmten Stadt gehabt hat.

Ich kann es jetzt nicht einfach ändern oder Sachen dazu bauen, da es ja so aussehen soll wie das Haus von damals ;)

Aber sonst Danke für die Links

@ Matze: ja der Innenausbau ist noch nicht fertig ;)
Genau diese Vorlagen hätte ich auch gerne, damit ich mit den gleichen Grundlagen arbeiten kann und nicht Deine Interpretation als meine Grundlage herhalten muss. Die Ortgänge sind nicht richtig - so nebenbei bemerkt. Fehlt da noch eine Treppe oder warum gibt es eine Haustür im Obergeschoss, die so in den freien Fall führt.

Peter Echevers
 

Dr Dau

ich wisch hier durch
Fehlt da noch eine Treppe oder warum gibt es eine Haustür im Obergeschoss, die so in den freien Fall führt.
Auf grund der für Menschen viel zu hohen Höhe der Tür vermute ich dass dort ursprüglich einmal etwas mit einer Seilwinde oder so nach oben befördert wurde (z.B. Stroh/Strohballen).
Die (viel zu) kleinen halbrunden Fenster und das grosse Tor sprechen auch dafür dass es ursprünglich mal ein Viehstall oder so war.
Später wurde das Gebäude dann zu einem Wohnhaus umgebaut.
 

Twinsetter

Mitglied
Ich habe mir gerade mal das Werk betrachtet und habe ebenso wie meine Voredner den Eindruck, daß hier die Größenordnungen nicht so recht stimmen.

Ich meine das die Ziegel deutlich zu groß sind. Bei solch einem Mauerwerk wird i.d.R. mit Nomalziegeln gemauert, d.h. die Ziegel sind ca. 24x12x6cm groß. Sicher gab es früher oft auch Steine die von der Norm abgewichen sind, das war aber meist bei Hohlziegeln der Fall, die eh vom Normalziegel abweichende Maße haben.
Auch die Balken wirken etwas wuchtig. Ich denke, daß man mit einer Balkenbreite von ca. 10cm für die senkrechten und 12-15cm für die waagerechten Balken rechnen kann. Früher wurde hier eher etwas knapper dimensioniert. Bei meinen Haus waren im Dachstuhl, der die Ziegel und im Winter die Schneelast tragen muß, Sparren mit einem Querschnitt von 10x8cm bei einer Spannweite von ca. 6m verbaut. Bloß mal so um eine Größenordnung zu nennen.
Die Dachziegel sind ebenfals recht groß. Ich glaube auch, daß früher eher Biberschwänze oder Falzziegel benutzt wurden. Ein Bieberschwanz ist größenmäßig von oben gesehen in etwa so groß wie ein Mauerziegel (24x12cm, bei den 24cm eher etwas weniger) .

Orientiere Dich bei der Größe doch einfach mal an dem großen Tor. Solch ein Tor ist nich unter 2m eher 2,5m breit. Die anderen Maße ergeben sich dann automatisch..

Bei den halbrunden Fenstern wurde mit Sicherheit oben ein Bogen gemauert. Nich unbedingt aus Lastgründen, sondern einfach um einen vernünftigen Abschluß zu erhalten.

Geh mal zu diesem Link
http://fachwerkhaus.historisches-fa...ndex.cfm/ly/1/0/image/a/showPicture/6100$.cfm
Dort sieht man sehr schön die Größenverhältnisse zwischen den Balken und den Ziegeln.

Un noch was ist mir aufgefallen: Die Ziegel an der Vorder bzw. Rückseite sind nicht bündig mit dem Fachwerk.

Gruß Twinsetter
 

peter_echevers

Grünschnabel
Ständer und Bänder wurden beim Fachwerkhaus nicht in unterschiedlichen Dimensionen verwendet. Meistens lagen die Maße zwischen 10x10 bis 18x18.

Vor allem wurde bei dieser Bauweise auf Harmonie und Symetrie wert gelegt, Gefache, wie neben dem großen Tor zu sehen, sind daher eigentlich nicht denkbar,
zumal hier auch die Streben hingehören, die dem Haus zur Vermeidung einer Windschiefe eingepaßt werden. Die Streben sind also kein Zierrat sonder ein
MUSS in der Fachwerkbauweise.

Was das Ausfüllen der Gefache anbelangt, müßte man genau wissen, wo das
Haus gestanden hat und wann es erbaut worden war. Wenn es zum Beispiel in
Norddeutschland gestanden hat, war das Ausmauern mit Ziegeln durchaus
eher üblich, jedenfalls bei Bauten ab 1650 bis etwa 1900. In den rheinischen
Gebieten wurden die Gefache eher mit Stroh und Lehm verfüllt. anschließend
weiß gestrichen.

Was man auch nicht vergessen darf, was war es ursprünglich für ein Zweck, den
das Haus erfüllen sollte, war es ein Stall? Dann wurde garantiert kein Geld für
Ziegel ausgegeben, war es ein Wohnhaus, dann ist das schon eher denkbar.
Wurde das Haus im Laufe der Jahrhunderte "umgezweckt"? Dann ist ein findiger
Renovierer vieleicht hin gegangen und hat die Gefache bloß gelegt und anschließend den Lehm durch Ziegel ersetzt. Die Ladetür, die garantiert in der Mitte des Giebels saß, wurde ja schon so interpretiert, dass hier ein früher Heuboden war.

Ich denke also bei dem Bau eher an ein ländliches Gebiet. Jetzt wäre etwas Aufklärung durchaus angebracht.

Peter Echevers
 

Twinsetter

Mitglied
@ Peter

Schau Dir mal meinen Link in meinem letzten Posting an. Da gibt es mehrere Beispiele von schönem Fachwerk.

Aber Du hast schon recht, daß die Balken gleich groß waren. Ich meine aber, daß die Balken die den Abschluß des Geschosses bildeten stärker waren (diese meinte ich auch in meinem letzten Posting).

Die 18cm starken Balken haben sich aber auch nur die "Reichen" geleistet. Ansonsten wurde früher beim Bauen gespart. Das merkt man, wenn man selbst ein altes Haus hat.

Gruß Twinsetter
 

Laird_of_Glencairn

Grünschnabel
Hallo,
ich finde das Modell gar nicht so schlecht.
Doch eines ist mir aufgefallen
Ein Wald der Bäume verdeckt.
Die Dachfenster, bestimmt sind die nicht in das Dach gemauert.
Auch auf der Vorlage meine ich gesehen zu haben das die Giebelfenster mit Latten im Dachwerk eingebunden sind und nicht mit Backsteinen.

Ansonsten schönen Tag noch aus dem sonnigen Koblenz

Laird
 

peter_echevers

Grünschnabel
Bauen gibt es so etwas, wie den goldenen Schnitt, die Dinge stehen in
Bezug zu einander, daraus entwickelt sich das Äussere eines Hauses harmonisch und das Innere empfinden wir "gemütlich".

Ich habe mich einmal ohne Maße an das Projekt gemacht und stelle meine
Arbeit einmal als Anregung und zur allgemeinen Kritik hier ein.
Da Sonntag war, habe ich bei zwei Dingen etwas geschlunzt, mein
Dach ist noch nicht "von Hand" eingedeckt, sondern hat vorerst nur eine
Textur - alles keine Mönch-Nonne-Pfannen. Und da mir kein Grundstück
bekannt ist, habe ich einen meiner Backgrounds genommen, wobei
die Ummauerung und der Boden nicht unbedingt so sein müssen,
es ging ja mehr ums Haus.

Das relativ kleine Haus weißt ein großes Scheunentor auf. Das wirft
die Frage auf, warum jemand mit dem Trecker nebst Anhängern ins
Haus will? Garagen waren damals für solche Arbeitsgeräte nicht üblich
und eine reine Durchfahrt in die hinteren Stallungen kann es auch
nicht sein, denn dann gäbe es auch eine Ausfahrt. Aus dem Fränkischen
kenne ich solche Häuser, die quasi über der Hofdurchfahrt weitergingen.

Gespannt bin ich auch auf innere Aufteilung des Hauses, ich denke es
wird eine große Wohnküche geben, eine "Gute Stube", Alkoven, und
oben Schlafkammern. Wo war die Stiege eingeplant.



Peter Echevers
 
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