Lichtstärke

hpvw

Erfahrenes Mitglied
Vorgeschichte
Mittlerweile bin ich vollkommen verwirrt. Bisher habe ich immer dankbar mit allem fotografiert, was mir in die Hand gedrückt wurde, analoge Spiegelreflex-, analoge Kompakt-, digitale Prosumer- und digitale Kompakt-Kameras konnte ich nutzen.
Die technischen Daten einiger dieser Kameras habe ich mittlerweile auch grob im Kopf und kann mir auch einigermaßen ein Bild machen, bei welchen Lichtverhältnissen ich welche Fotos erhalten habe.
Da jetzt (endlich) auch ein eigener Kamera-Kauf ansteht muss ich auch Entscheidungen über Objektive und so weiter treffen und würde gerne (neben den etlichen Testberichten, die ich gefressen habe) die bisherigen Fotos in Relation zu dem was mich erwartet setzen.
Bei der Lichtstärke setzt mein Verstand leider aus.

Mein großes Problem
Ich erkläre mir die Brennweitenverlängerung gegenüber Kleinbildkameras bei den günstigen digitalen SLRs wie in dem angehängten, stark vereinfachten, Bild.
Mein laienhafter Verstand sagt nun, dass neben der Brennweitenverlängerung ein Verlust an Lichtstäke eintritt. Diesen Schluss ziehe ich, weil neben dem Sensor eingefangenes Licht ins Nichts geht und nicht auf dem Sensor landet.
Nun frage ich mich, wie stark dieser Verlust ist.

Nehmen wir mal als Beispiel folgenden Vergleich:
  • EOS 350d (Brennweitenverlängerung 1.6x), EF 135mm 1:2L USM (216mm KB-Äqivalent)
  • Analoge Konica SLR mit 200mm Festbrennweite, 1:3.5
  • Sony DSC F828, 51mm, 1:2.8 (200mm KB-Äquivalent, bei Anschlag Tele), daraus: Brennweitenverlängerung ca. 4x
Wie kann man die Lichtstärken dieser Kameras miteinander vergleichen?

Vielen Dank für jede Belehrung
HPvW
 

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TeamSynatic

Mitglied
Für mein Verständnis dürfte sich die Lichtstärke des resultierenden Bildes nicht verändern, denn du veränderst die Strahlen, die auf den Sensor fallen ja nicht! Es fehlen ja nur die Bildinformationen, die nicht auf den Sensor fallen... !?

Aber das ist nur so meine Überlegung, wenn es jemand weiß, lasse ich mich gerne belehren!! ;)
 

hpvw

Erfahrenes Mitglied
TeamSynatic hat gesagt.:
Aber das ist nur so meine Überlegung, wenn es jemand weiß, lasse ich mich gerne belehren!! ;)
Ich auch!

Bisher habe ich immer nur Antworten bekommen, die mit "Ich vermute .." beginnen.

Nach meiner Überlegung bekommt ein Vollformatsensor mit Beispielsweise 8 Megapixel mehr Licht pro Pixel, als ein kleinerer Chip mit 8 Megapixel.

Hat die Lichtstärke eigentlich eine Maßeinheit? Vielleicht kann man darüber an eine genauere Bedeutung kommen.

Wenn ich jetzt Deinen Einwand nehme, könnte ich mir das beim Vergleich von zwei digitalen Gehäusen nur vorstellen, wenn der Vollformatsensor mehr Pixel hat, so dass der einzelne Pixel genauso groß ist, wie der eines kleineren Sensors.

Gruß HPvW
... still confused
 

hpvw

Erfahrenes Mitglied
Lumen ist aber doch nicht die Einheit, wenn man von der Lichtstärke eines Objektivs spricht?
Dein zweiter Link schreibt: "... das Verhältnis der größten wirksamen Blendenöffnung zur Brennweite". Da kommt doch nicht Lumen raus?

Sehe ich das richtig, dass der kleinere Sensor keinen Einfluss auf die Blendenöffnung hat?

Die Brennweite wird beim kleineren Sensor jedoch größer. Gilt das aber auch in diesem Fall? das Objektiv bleibt ja gleich.

Wenn ich so rechne müsste man bei der Kombination EOS 350d mit 135mm/1:2.0 auf
Blendenöffnung = 135 * 1/2 = 270 => Lichtstärke = 270 / 216 = 1,25 => 1:0,8 kommen.

Damit hätte ich aber aber ein noch viel lichtstärkeres Objektiv?

Ich verstehe es nicht ...

HPvW
 

saschaf

Erfahrenes Mitglied
Dein Problem kommt einfach daher, dass du missverständliche Vokabeln verwendest. Denn der Sensor hat keinerlei Einfluss auf die Brennweite eines Objektivs. Es wird lediglich ein anderer Bildausschnitt aufgezeichnet. Von einer Brennweitenverlängerung zu sprechen ist also nicht nur missverständlich sondern einfach falsch. Eine EOS350D hat eben keine Brennweitenverlängerung von 1.6 sondern einen Cropfaktor von 1.6. Und der Bildausschnitt hat absolut keinen Einfluss auf die Lichtstärke des Objektivs.

Hier ist auch noch mal alles recht schön beschrieben.

MfG
 

chmee

verstaubtes inventar
Premium-User
1. Die Lichtstärke eines Objektiv ist ein Verhältnis, keine Einheit.
Beispiel: 1:2 heisst also, das Objektiv an sich schluckt die Hälfte des
einfallenden Lichts.

*** Möchte mich entschuldigen, habe den Link gelesen, ich dachte 1:1 ist ein theoretischer
Wert, der niemals erreicht werden kann. Wusste nicht, dass es noch tiefer gehen kann ***

2. Was hat die Brennweite mit dem Blendenverhältnis / der Lichtstärke zu tun ?
Eigentlich nichts !
Grundsätzlich sinkt das Durchlassvermögen eines Objektivs umso höher
die Brennweite ist. ( Zoomobjektive haben 2 Verhältniszahlen )
Das liegt aber an der Menge der Linsen --> Umso mehr Linsen, desto weniger
Licht kommt durch !

*** Nochmal Entschuldigung, Link gelesen und bin überrascht ***
Die obige Rechnung ist ziemlich ominös / unverständlich.

3. Objektive mit einem hohen Lichtwert sind extra teuer. siehe http://fotoblog.validome.org/news/C...112-II-L-USM-fuer-Portraet-und-Studio-46.html

4. Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Brennweitenverlängerungsfaktor

5. Die Lichtstärke bleibt konstant, nur der Bildausschnitt verändert sich.


Lichtstärke Einheit Lux
Lichtmenge oder auch Lichtstrom Einheit Lumen
Lichtstromdichte Einheit Candela

mfg chmee


HA ! Typisch Saschaf, ist immer schneller, wenn es um physikalische Prinzipien geht :)
Aber sauber umschrieben !
 
Zuletzt bearbeitet:

hpvw

Erfahrenes Mitglied
Sorry, dass ich so spät antworte.

Ich hatte am Wochenende die Gelegenheit im Canon-Zelt auf der Kieler Woche mit einem "vom Fach" zu sprechen und konnte dabei auch gleich ein paar andere Fragen klären. Das "Problem" mit der Brennweite und der Lichtstärke hat ihr mir auch so erklärt, also gibt es kein Problem.

Was er noch hinzufügte war, dass man in der Regel mit mehr Bildrauschen rechnen muss, wenn man einen kleineren Chip mit genauso viel Pixeln hat, da der einzelne Pixel kleiner ist.

Vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage und die Links zum Nachlesen.

Gruß HPvW
 

josDesign

Erfahrenes Mitglied
hpvw hat gesagt.:
...Was er noch hinzufügte war, dass man in der Regel mit mehr Bildrauschen rechnen muss, wenn man einen kleineren Chip mit genauso viel Pixeln hat, da der einzelne Pixel kleiner ist.

Vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage und die Links zum Nachlesen.

Gruß HPvW


UND je wärmer die Umgebungstemperatur ist desto mehr rauscht ein Chip auch im unteren Bereich (ISO 400 udgl.)
 

saschaf

Erfahrenes Mitglied
josDesign hat gesagt.:
UND je wärmer die Umgebungstemperatur ist desto mehr rauscht ein Chip auch im unteren Bereich (ISO 400 udgl.)

Jo das kann ich aus eigenen Erfahrungen bestätigen:

Bei den Temperaturen in den letzten Tagen war ich im Biergarten viel schneller berauscht als sonst. :D

MfG