Innenaufnahmen

koenner

Mitglied
Liebe Liste,

bin ganz neu hier und freue mich als Hobby- und Gelegenheitsblitzer auf ein bisschen Kommunikation.

Ich habe eine gute alte EOS 50E, muss heute abend auf eine Kölner Karnevalsveranstaltung und soll "ein paar hübsche Fotos" schießen. Mach ich glatt und mach ich auch gerne. Allerdings habe ich kein professionelles Blitzlicht und weiß daher nicht genau, was ich ich beachten muss.

Also, hier ein paar Eckdate über die Situation heut' abend:

Raum bunt abgehangen, "normales" Kunstlicht (Birne und Röhre gemischt), alle Gäste verkleidet (also wirklich bunt!), Stativ vorhanden, Filme in 100, 200, und 400 ASA habe ich auch.
Ich habe vor, aus 10 bis 20 Metern Entfernung (näher geht leider nicht weil Bühne zu weit weg) Portraits bzw. halbe und gesamte Personen auf's Bild zu bekommen. Das Teleobjektiv ist ein Voigtländer "ULTRON" 100-400 mm. Ich habe es leider noch NIE benutzt.

Kann ich mit 400 ASA aus der hand schießen, oder muss ich das Stativ zur Hilfe nehmen? Bin für jeden Tipp sehr dankbar und freue mich auf Ihre Einschätzungen.

Mit freundlichem Gruß aus Köln,

Ralf Könner
 

Stibie

Mitglied
Kann ich mit 400 ASA aus der hand schießen, oder muss ich das Stativ zur Hilfe nehmen?
Wenn du ruhig genug bist, versuch es!^^
Ich würde es dir aber nicht raten! :) Benutz das Stativ....ist immer besser für Aufnahmen in so einer Entfernung und mit einem 400er Objektiv.....
 

Vitalis

Erfahrenes Mitglied
Das größte Problem wird das Kunstlicht sein. Wenn Sie normale Tageslicht-Filme benutzen, dann kriegen Sie einen üblen Farbstich in die Fotos. Also hoffe ich, daß Sie Kunstlicht-Filme haben. :) Es gibt moderne Tageslicht-Filme, die auch bei Kunstlicht noch anständige Farben zeigen, aber nach meiner Erfahrung bringt das bei Glühlampenlicht nichts, bei Röhre schon eher was.

Abgesehen davon werden Sie ohne Stativ wahrscheinlich nicht auskommen können, vor allem bei solch langen Brennweiten wie 100-400mm. Grundsätzlich gilt, daß die Belichtungszeit 1/Brennweite betragen sollte, um noch von Hand ohne Verwackler fotografieren zu können. Bei einem 100mm-Objektiv also 1/100s. Sie werden dann ja sehen wie es mit der Belichtungszeit aussieht und können das dann selbst einschätzen.

Gruß,
Vitalis
 
Zuletzt bearbeitet:

mortimer

Erfahrenes Mitglied
@Vitalis

Tja, ich weiß nicht, Vitalis.
Wenn ich im Laufe der Jahre etwas hassen gelernt habe, dann sinds Kunstlichtfilme ! Im Diabereich geht's ja noch, aber Negativ ?
Aus einem Tageslichtfilm kann ein halbwegs fähiger Laborant jede Menge herausholen, und was an Farbstich übrigbleibt kann man locker als "Stimmung" verbuchen. Mit Kunstlicht ist das viel schwieriger, vor allem weil auf der Bühne ja wüstes Mischlicht sein wird, und die Filme nur in einem bestimmten Farbspektrum gut arbeiten.

Aber Herr Könner hat da einen schwierigen Job vor sich. Über die Entfernung kann er nicht blitzen, wahrscheinlich ist das Objektiv recht lichtschwach, und wenn die Bühnen in Köln nicht unglaublich viel besser ausgeleuchtet sind als die bei mir zu Hause, wird er wohl auf eine satte dreissigstel Sekunde kommen....
Das ist genau die Art von Job, um die jeder Fotograf einen weiten Bogen macht.

;)

mortimer
 

Vitalis

Erfahrenes Mitglied
Das mit Kunstlicht mag sein mortimer, ich habe damit nicht wirklich Erfahrung. Verwöhnt vom digitalen Weißabgleich, war ich aber sehr erschrocken über den Farbstich meines Tageslicht-Films, wobei ich die Fotos bei recht warmen Licht geschossen habe. :)
 

mortimer

Erfahrenes Mitglied
Original geschrieben von Vitalis
Das mit Kunstlicht mag sein mortimer, ich habe damit nicht wirklich Erfahrung. Verwöhnt vom digitalen Weißabgleich, war ich aber sehr erschrocken über den Farbstich meines Tageslicht-Films, wobei ich die Fotos bei recht warmen Licht geschossen habe. :)

Dann hau' dem "Labor" die Fotos so lange um die Ohren, bis der Farbstich weg ist. Das ist reine Schlamperei bzw. Unvermögen des Hilfsarbeiters der den Knopf drückt. Schließlich bezahlst Du ja für saubere Qualität. :)
 

Vitalis

Erfahrenes Mitglied
Hm, ich laß meine Negative eigentlich immer einscannen und krieg sie dann als 3 Megapixel Bild sehr guter Qualität. Normalerweise schrauben die an den Fotos nicht rum, was ich auch gut finde. :) Ich kann ja dann selber Hand anlegen...
 

mortimer

Erfahrenes Mitglied
Jaaaa, dann ist's klar, dass es einen Farbstich gibt !
Mußt Du eben das Ausfiltern übernehmen. Die Lösung mit dem Negativ-Scan ist übrigens recht pfiffig ;)
 

Vitalis

Erfahrenes Mitglied
Nur zur Sicherheit, nicht daß ich oder Du was falsch verstehst: Nur die Kunstlicht-Fotos haben einen Farbstich, nicht die normalen Fotos. Man hört ja immer wieder, daß Scanner-Besitzer generell mit Farbstichen kämpfen..

Gruß,
Vita :)
 

mortimer

Erfahrenes Mitglied
Wir hatten uns schon richtig verstanden.
Der Farbstich den Du hattest, ist entstanden, weil Du mit einem Tageslichtfilm bei "warmem" Licht fotografiert hast.
Farbstiche nach dem scannen gibts gerne dann, wenn der Scanner auf einen bestimmten Filmtyp nicht sauber kalibriert wird. Jeder Film hat ja eine andere Maske, die sowas wie einen Vorfilter darstellt. Wenn die Kalibrierung stimmt, wird besagter Scanner mir bei allen Typen schwarz als schwarz, und weiß als weiß widergeben. Den Filmtyp muß ich dann schon eingeben beim scannen, sonst wirds wirklich ein Lotteriespiel...

Gruß retour,

mortimer