Einstellungen für Aktfotos mit der "Olympus E-520 Kit 14-42 mm + 40-150 mm"

shenmuefreak

Mitglied
Hallo.

Ich bekomme in einigen Tagen die "Olympus E-520 Kit 14-42 mm + 40-150 mm" und es ist meine erste Spiegelreflex Kamera und ich möchte gern einige Aktfotos mit meiner Freundin machen.

habe mit meiner älteren Digitalen Kompaktkarera "Kodak DX 7590" auch schon vor 1-2 jahren bissl rumexperimentiert und die ergebnisse waren garnich mal schlecht... nnur ist das mit einer Spiegelreflex alles bissl komplizierter und die möglichkeiten sind ja viel größer.

Kann mir bitte jemand helfen und mir Tips geben was für ISO, Verschlußzeiten und Brennbereich ich mit der neuen CAM für aktfotos benutzen soll?

möchte die Fotos erstmal zuhause machen, zum anfang...

auf was muß ich sonst noch so achten?

bin sehr dankbar für jeden Hinweiß! :)

Danke

mfg
 

smileyml

Tankwart
Premium-User
Also sowohl ISO als auch Verschlußzeiten und natürlich auch die Brennweite und eigentlich alle Einstellungen sind Faktoren, wie Licht und Ziel abhängig und können keinesfalls pauschal beantwortet werden.
Da hilft im Zweifel nur Fachlektüre und probieren :)

Grüße Marco
 

chmee

verstaubtes inventar
Premium-User
Schau Dir erstmal in Ruhe andere Aktfotos an. Das kreative Feld ist weit. Der wichtigste Punkt ist die Lichtsetzung. Für den Anfang würde ich idR nicht versuchen, mit Lampen ein Lichtsetup aufzubauen, sondern mit den vorhandenen Lichtbedingungen arbeiten.

Lichtsetzen ist Übungssache und entscheidet, ob kitschig, synthetisch oder natürlich.

Viele Aktfotos spielen mit der Unschärfe aufgrund kleiner Blendenwerte. Deine 14-42-Linse hat eine Offenblende von höchstens f3.5. Das ist nicht viel und Du wirst damit kaum die typischen "liegende-Frau-auf-dem-Bett-Gesicht-scharf-Oberkörper-unscharf"-Bilder hinkriegen. Dafür müsstest Du schon ein Objektiv wie das Sigma 50 f1.8 haben. Auch das 40-150 fängt bei f4 an und ist bei 150mm bei f5.6. Das ist reichlich zu wenig, um diese Unschärfen zu erreichen.

Zu den Einstellungswerten :

ISO : Ist so niedrig wie möglich zu halten. Grundsätzlich immer mit ISO100 schießen. Wenn es die Lichtverhältnisse nicht zulassen, auch aufdehen und höher einstellen. Höhere ISO-Werte -> Mehr Bildrauschen und idR weniger Dynamik.

Verschlußzeit : Bei statischen Objekten (Portrait, Akt zB) ist die Verschluszeit so zu wählen, dass es keine Verwackler gibt, wenn man aus der Hand fotografiert. Faustregel 1/Brennweite=Verschlußzeit.

Brennweite : Bei natürlichen Portraits und Gesichtsabbildungen sollte man mind. 50mm nehmen, darunter kommt es zu weitwinkligen "Verzerrungen", die zB die Nase unnatürlich größer scheinen lässt. Umso höher die Brennweite, desto flacher und isometrischer wird das Bild.

mfg chmee
 

chmee

verstaubtes inventar
Premium-User
Es kam noch per PM eine Frage : Ob es für den Preis des Olympus-Sets (~450Eur) etwas Besseres gäbe..

Ja und Nein :D

Ja, weil ich der Meinung bin, dass Nikon und Canon eine größere Auswahl an Objektiven und sonstigen Zusatzzeuges haben, dabei aber nicht wirklich teurer sind. Es gibt für den Preis bei Oly 2 Objektive, diese decken einen Bereich von 14-150mm ab, sie sind aber nur durchschnittlich, Anfängerlinsen eben. Zudem hat die Oly einen FourThirds-Sensor der um Einiges kleiner ist als zB der APS-C-Sensor der kleinsten Canon 1000D. Das ist fotografisch dann von Belang, wenn es um Freistellung geht und um Weitwinkligkeit.

ABER

Nein, denn der Fotograf macht das Bild und nicht sein Equipment. Der Fotoapparat ist ein Instrument/Werkzeug, die kreative Arbeit macht der Mensch dahinter. Und auch mit dem Basis-Kit von Canon wird man nicht die Unschärfe-schicken-Bilder machen können, also auch da erstmal Mehrausgabe.

UND

Viele hoffen, mit einer DSLR gibt es einen Boaahh-Effekt. Die Ernüchterung folgt, sobald man ohne echten Gedanken in der Gegend rumschiesst (eigene 4 Wände zB) und merkt, dass die kleine Kompakte es genauso geschafft hätte. Sobald man sich aber in die Materie reinfuchst, ist man dankbar für die Einstellungsmöglichkeiten, die hohe Abbildungsqualität und die Objektivauswahl. Zusätzlich schärft man das Auge/Gehirn und es gibt sowas wie einen fotografischen Blick. Und dann zeigt sich der Unterschied zu den Kompaktknippsenbildern.

Links :

http://www.pixel-peeper.com - Flickr-Bilder nach Kamera und Objektiv sortiert anschauen.
http://www.dslr-forum.de - große Community rund ums Fotografieren, jedenfalls lesenswert.
Unten in der Signatur ist noch der Link zu meinen Flickr-Bildern, reinschauen und sinnieren :D

mfg chmee

p.s.: Bezüglich Freistellung : Im Canon-Sortiment bekommt man ein 50mm f1.8 für knapp 100Eur, ein absolutes Spaßobjektiv mit toller Qualität. Bei Olympus muss man in der preiswertesten Version (50mm f2.8) schon 260Eur ausgeben, bei einer Offenblende von f2 sind es sogar über 500Eur.
 

shenmuefreak

Mitglied
ist die "Olympus E-520 Kit 14-42 mm + 40-150 mm" denn überhaupt empfehlenswert? ich denke für den preis mit 2 objektiven ist ja mal garnicht so schlecht... das set hat ja bis vor kurzem noch knapp 900 euro gekostet!
 

chmee

verstaubtes inventar
Premium-User
Oh, da möchte ich keine Wertung vornehmen, ich bin Canon-vorbelastet. Ich würde, wenn möglich, zu Canon oder Nikon springen, allein wegen des größeren Sensors und der größeren Auswahl an Equipment.

mfg chmee
 

chmee

verstaubtes inventar
Premium-User
Canon : 1000D + 18-55 IS (etwa 450Eur, das IS ist ganz wichtig, das Objektiv ohne IS ist nicht besonders).

Nikon : D60 oder D3000 + VR 18-55 (etwa 480Eur)

Bitte nicht 1:1 befolgen, lies mal im dslr-forum, was die dazu sagen, aber auch da Vorsicht, dort ist Jammern auf hohem Niveau :D

mfg chmee
 

chmee

verstaubtes inventar
Premium-User
hm, die cannon hat im gegensatz zur olympus einen 7 punkt autofokus wobei die olympus nur 3 hat... aber die olympus hat einen eingebauten bildstabilisator... welchen die cannon leider nicht hat..... das ist echt schwierig sich da für die richtige cam zu entscheiden..

Ich halte Nix von Bildstabilisatoren im Gehäuse.

1. Viel Sinn machen sie eigentlich nur bei hohen Brennweiten, höher 100mm jedenfalls, darunter können sie auch helfen, aber bei einer Brennweite von 18mm und einer Verschlußzeit von 1/15s ist dann wirklich zuwenig Licht da (Extremsituation).. Für lichtschwache Situationen bieten sich die Offenblend-Meister mit Blenden größer f2 an (größere Blendenöffnung = kleinerer Blendenwert). Bei Canons 18-55 IS ist der Stabi im Objektiv und macht gute Arbeit. Bei Canon heisst es IS, bei Nikon VR, bei Tamron VC und bei Sigma ist es das Kürzel OS.

2. Bildstabilisatoren können auch das Falsche machen, wie zB bei Mitziehern. Deswegen hat Canon bei den teureren Objektiven auch mehrere Stabilisierungsmodi eingebaut.

Ergo : Ich würde dies nicht als Kaufargument nehmen. Nikon und Canon setzen sie in die Linse und man kann selbst entscheiden, ob man es braucht oder nicht. Übrigens hab ich mir mal kurz die Nikon D3000 angeschaut, die ist abgesehen von der schnellen Serienbildfolge nicht besonders..

mfg chmee

p.s.: Ich benutze übrigens NUR den mittleren Punkt zum Fokussieren. Egal welche preiswerte Kamera, mit schnellen Fokussachen über mehrere AF-Punkte kommt keine so richtig klar. Da muss man schon in die nächste Liga aufsteigen. Bitte nicht vergessen, Du suchst im Einsteigersegment, man sollte sich im Klaren sein, dass es für extreme Situationen ganz andere Kaliber gibt, die jenseits der 2000Eur aufgestellt sind, wie zB Canon 1D Mark IV oder 5D Mark II oder Nikon D3 oder oder..
 

shenmuefreak

Mitglied
Ich halte Nix von Bildstabilisatoren im Gehäuse.

1. Viel Sinn machen sie eigentlich nur bei hohen Brennweiten, höher 100mm jedenfalls, darunter können sie auch helfen, aber bei einer Brennweite von 18mm und einer Verschlußzeit von 1/15s ist dann wirklich zuwenig Licht da (Extremsituation).. Für lichtschwache Situationen bieten sich die Offenblend-Meister mit Blenden größer f2 an (größere Blendenöffnung = kleinerer Blendenwert). Bei Canons 18-55 IS ist der Stabi im Objektiv und macht gute Arbeit. Bei Canon heisst es IS, bei Nikon VR, bei Tamron VC und bei Sigma ist es das Kürzel OS.

2. Bildstabilisatoren können auch das Falsche machen, wie zB bei Mitziehern. Deswegen hat Canon bei den teureren Objektiven auch mehrere Stabilisierungsmodi eingebaut.

Ergo : Ich würde dies nicht als Kaufargument nehmen. Nikon und Canon setzen sie in die Linse und man kann selbst entscheiden, ob man es braucht oder nicht. Übrigens hab ich mir mal kurz die Nikon D3000 angeschaut, die ist abgesehen von der schnellen Serienbildfolge nicht besonders..

mfg chmee

p.s.: Ich benutze übrigens NUR den mittleren Punkt zum Fokussieren. Egal welche preiswerte Kamera, mit schnellen Fokussachen über mehrere AF-Punkte kommt keine so richtig klar. Da muss man schon in die nächste Liga aufsteigen. Bitte nicht vergessen, Du suchst im Einsteigersegment, man sollte sich im Klaren sein, dass es für extreme Situationen ganz andere Kaliber gibt, die jenseits der 2000Eur aufgestellt sind, wie zB Canon 1D Mark IV oder 5D Mark II oder Nikon D3 oder oder..


Danke :)

ich schwanke jetzt nur noch zwischen der Canon 1000D 18-55 IS und dem Olympus E-520 KIT

schwierige entscheidung... beide haben ein integriertes reinigungssystem doch die Olympus hat 2 objektive zum selben preis wie die Canon mit dem einen Objektiv.

welches wäre da jetzt hier das bessere "Einsteiger Modell" ?