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 Welchen Komplett-PC kaufen?


Status
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Sempervivum

Erfahrenes Mitglied
#1
Hallo,
Platz auf System-SSD wird knapp, Platz auf Festplatte reicht nicht mehr lange, aber der Hauptgrund, warum ich daran denke, einen neuen PC zu kaufen, ist, dass meine Bildbearbeitung Affinity Photo sehr träge ist. Nachfrage im Forum von Affinity ergab, dass diese Software keine nennenswerte Unterstützung durch die GPU nutzt und der Prozessor das Nadelöhr ist:
APH is slow - Improvement by Graphics or Memory?
Wie dort angegeben habe ich zzt. einen PC mit AMD A8-6600K und 8GB RAM. In Betracht ziehe ich z. B. diesen von CSL:
PC-Online-Shop für günstige PC-Systeme, Notebooks & Computer Zubehör - CSL-Computer-Shop
mit 16GB Speicher.
Meine Hauptfrage lautet, ob der Prozessor dort, AMD Ryzen 7 2700X, eine nennenswerte Verbesserung in der Leistung erwarten lässt?
Ich brauche den PC vor allem für Bildbearbeitung, Internet, Office, keine anspruchsvollen Spiele. Videobearbeitung selten.
Beste Grüße - Ulrich
 

ComFreek

Mod | @comfreek
Moderator
#2
Spricht etwas gegen Selbstbauen / bauen lassen? Vor allem wenn du bereits einen PC mit Gehäuse*, Frontpanelen, Netzteil usw. schon hast. Falls du das in Betracht ziehst, kannst du ja mal deine aktuellen Specs posten ;)

*) Ich denke da auch an Umweltschonung :giggle:
 

cwriter

Erfahrenes Mitglied
#3
Um die Frage noch etwas direkter beantwortet zu haben:
PassMark - CPU Comparison AMD A8-6600K APU vs AMD Ryzen 7 2700X
Der 2700X ist (wie zu erwarten) etwa 4x so schnell, wenn alle Kerne ausgelastet werden - und knapp 2x so schnell, wenn das Programm auf einem einzelnen Kern limitiert.

Dein verlinkter PC ist allerdings eine ziemliche Zumutung. Eine GTX 1030 ist für alles ausser dem Nötigsten absolut ungeeignet, das Standardnetzteil mit 82% Effizienz riecht nach Chinaböller und die SSDs (zumindest den Geschwindigkeiten nach) sind auf SATA und nicht NVMe. Gegen Fertig-PCs spricht an sich nichts, aber wenn du es selbst zusammenbauen kannst, dann stimme ich @ComFreek definitiv zu: Mit Selberbauen kommst du wesentlich besser weg.
Wenn's ein Fertig-PC sein soll: Nicht unbedingt diesen. Der Prozessor ist ok, aber die anderen Komponenten sind ein bisschen seltsam gewählt und die (Auf-)Preise scheinen mir recht hoch.

Gruss
cwriter
 

Sempervivum

Erfahrenes Mitglied
#4
Ja, ich weiß schon, die Experten empfehlen immer, den neuen PC selber zusammenzubauen. Das ist jedoch nichts für mich, habe keine Affinität zu Hardwaresachen und wenn ich da mal aktiv geworden bin, hat es mehr Pannen als Erfolge gegeben.
Wenn's ein Fertig-PC sein soll: Nicht unbedingt diesen. Der Prozessor ist ok, aber die anderen Komponenten sind ein bisschen seltsam gewählt und die (Auf-)Preise scheinen mir recht hoch.
Was gibt es denn für Alternativen? Anbieter bzw. konkretes Angebot?
 

cwriter

Erfahrenes Mitglied
#5
Ja, ich weiß schon, die Experten empfehlen immer, den neuen PC selber zusammenzubauen. Das ist jedoch nichts für mich, habe keine Affinität zu Hardwaresachen und wenn ich da mal aktiv geworden bin, hat es mehr Pannen als Erfolge gegeben.
Das ist durchaus legitim :)

Was gibt es denn für Alternativen? Anbieter bzw. konkretes Angebot?
Wo liegt denn der Preisrahmen?

Wenn ich deinen verlinkten PC konfigurieren müsste, würde ich gehen sowas hier gehen:
1546122673042.png
Eine schnelle Boot-SSD ist eigentlich unabdingbar. Netzteil ist eher optional, aber rein von der Beschreibung her traue ich dem Standard (no-name) Netzteil nicht so ganz. Auch die 400W sind eher knapp bemessen. Grafikkarte ist ein bisschen spezieller: Ich würde stark von dem Low-End Zeugs abraten. Eine GT 1030 ist von der Performance her schon fast mit einer APU vergleichbar, und bekommt auch nicht allzuviel Liebe von NVidia mit. Es geht sicher auch mit der 1030, allerdings kommt die in künftigen Jahren relativ wahrscheinlich schnell an die Grenzen. Eine RX580 ist eine solide Mittelklasse, eine GTX 1060 oder 1050(Ti) ist recht nah dran - musst du wissen.
Aber dann ist der Preis in einer höheren Kategorie.

In dieser Kategorie gibt es:
https://www.amazon.de/dp/B07D8SRM4S/ref=psdc_427954031_t3_B07GXKVL99
https://www.amazon.de/Ankermann-PC-Gaming-Spiele-8x3-70GHz-Windows/dp/B01KX4GH54/

Alles in allem preislich ähnlich, mit leicht anderen (teilweise besseren, teilweise schlechteren Komponenten).
Wenn du den Händler deines Vertrauens schon kennst, spricht eigentlich nichts dagegen, den Computer bei CSL zu kaufen. Ich war wohl ein bisschen geschockt, wie billig die Standardausrüstung ist (wahrscheinlich, um Kunden anzulocken, schon klar :) )

Alles in allem ist mir immer ein bisschen unwohl, einen spezifischen Computer herauszusuchen und diesen als das Nonplusultra zu bezeichnen. Man wird immer einen günstigeren, besseren finden.
Ich kann dir aber aus eigener Erfahrung sagen, dass (NVMe)-SSDs und eine anständige Grafikeinheit zu den wichtigeren Elementen eines Computers gehören - ich würde nicht mehr ohne wollen :)

Alles natürlich bis zu einem gewissen Grad auch eine Glaubensfrage :)

Gruss
cwriter
 

Sempervivum

Erfahrenes Mitglied
#6
Hallo @cwriter und vielen Dank für die ausführlichen Infos, das hilft mir sehr.
Auf die Grafikkarte hatte ich bisher nicht so das Augenmerk gerichtet, werde aber deiner Empfehlung folgen.
Ebenso beim SSD, ich wusste bisher nicht, dass diese M.2-SSD für einen geringen Mehrpreis solch einen dramatischen Gewinn an Geschwindigkeit bringt.
Inzwischen habe ich noch einen anderen Händler gefunden, der konfigurierbare Komplett-PCs anbietet, und diese Konfiguration zusammen gestellt:
http://agando.de/go/?8366017827
Offene Fragen:
  • Mainboard Gigabyte OK?
  • Netzteil Xilence OK oder besser BeQuiet?
Beste Grüße - Ulrich
 

cwriter

Erfahrenes Mitglied
#7
Gigabyte ist ok. Deine Auswahl ist ein kleines microATX-Board, aber wenn du eh nicht selbst herumschrauben willst, ist das ok. Ich nehme an, dass du auch nicht übertakten willst.
Prozessor und Chipset sind die 2.-neueste Generation. Der Aufpreis für die neueste Generation scheint mir aber ein bisschen hoch - musst du wissen.

Netzteil Xilence OK oder besser BeQuiet?
Das fehlende 80+-Label macht mir ein bisschen Angst. BeQuiet ist besser. Preislich scheint Corsair aber besser (Qualität ist auch bei Corsair gut).
Im allgemeinen: Bei den Netzteilen wird immer gerne gespart, dabei kann ein schlechtes die gesamte Hardware (und im schlimmsten Fall das ganze Haus) anzünden. Ganz zu schweigen davon, dass sich die Energieeffizienz auch direkt auf die Unterhaltskosten auswirkt.
Mit dem Corsair 450W bist du etwas schwach motorisiert. Ich würde an deiner Stelle das 550W nehmen (15€ Aufpreis). BeQuiet ist auch gut, aber halt teurer.

Ansonsten denke ich, dass es kein schlechter Kompromiss zwischen Kosten und Leistung ist :)

Gruss
cwriter
 
#8
Hi Ulrich :)

Hier ein paar Anmerkungen bzw. Empfehlungen zu dem Agendo-Rechner.

1. Be Quiet Silent Base 800 Gehäuse nehmen.
Ja, es ist ein wenig teurer aber dafür ist es gedämmt und dadurch wesentlich leiser.

2. Nvidia GeForce GTX1050 Ti 4GB, Palit KalmX passiv
Diese Grafikkarte ist passiv gekühlt, verursacht deshalb keinerlei (Lüfter-)Geräusche! nVidia ist zudem mehr zu empfehlen, wenn du irgendwann auch mal Videoschnitt machen solltest.

3. Scythe Mugen 5 CPU-Kühler
Leiser als der von dir gewählte Kühler

4. SSD 1000GB Samsung 860 Evo MZ-76E1T0B
Statt der SATA-Festplatte als Zweitlaufwerk würde ich dringend eine SSD empfehlen, 1TB sollte dabei ausreichen für die Dateien (Bilder), die du zu bearbeiten hast. SSDs sind soooo viel schneller und eine HDD würde dein flottes System nur unnötig ausbremsen. Lieber eine externe USB3-HDD z.B. mit 4TB nachkaufen als Backup/Ablage. Aber den Rechner an sich schön flott machen. :)

5. DVD-Brenner
Bist du GANZ sicher, dass du sowas wirklich noch brauchst? Wenn ja, wie oft brauchst du es? Reicht vielleicht irgendwann mal ein externer USB3-Brenner, den du dann auch z.B. an einem Laptop o.ä. nutzen kannst?

6. Corsair VS550 550 Watt (80+)
Hierzu hat cwriter schon alles geschrieben, ist auch meine Empfehlung.

Mit den von mir vorgeschlagenen Änderungen kommst du auf 1175.60 Euro, also rund 170 Euro mehr als das von dir konfigurierte System. Allerdings ist das Teil dadurch wesentlich leiser und flotter. :)
 

Technipion

Erfahrenes Mitglied
#9
Nachfrage im Forum von Affinity ergab, dass diese Software keine nennenswerte Unterstützung durch die GPU nutzt und der Prozessor das Nadelöhr ist:
Das ist aber irgendwie auch heftig. Ich benutze (hobbymäßig) vor allem GIMP, aber das verwendet soweit ich weiß auch keine Optimierung durch GPGPU. Eigentlich völlig unbegreiflich wie sowas Ende 2018 noch sein kann, wo wir doch schon so schöne Standards wie Vulkan, OpenCL und CUDA haben. Ich könnte mir vorstellen, dass bei vernünftiger Einbindung der Grafikkarte die Ausführung von Befehlen praktisch instant wäre. Ich kann höchstens spekulieren, dass den Entwicklern die Zeit oder finanziellen Mittel fehlen um das einzubauen?
 

Sempervivum

Erfahrenes Mitglied
#10
Danke für die weiteren Hinweise. Ich hatte auch schon erwogen, ein schallgedämmtes Gehäuse zu nehmen, war aber davon abgekommen, weil sich das ja auch auf die Abmessungen auswirkt.
Laufwerk brauche ich schon, denn diverse Programme installiere ich von CD und gelegentlich bitten mich Freunde, eine CD oder DVD zu brennen.

Bzgl. der Grafikkarte bin ich jetzt unsicher geworden: Ich hatte diese von der Ausgangskonfiguration schon herunter gestuft, weniger wegen des Preises sondern des Geräusches und wg. der Empfehlung von cwriter die Radeon RX580 8GB in Betracht gezogen..
nVidia ist zudem mehr zu empfehlen, wenn du irgendwann auch mal Videoschnitt machen solltest.
Wie ist das zu verstehen? Gibt es beim Videoschnitt Unterschiede in der Technologie, unabhängig von der allgemeinen Leistungsfähigkeit? Ich benutze VDL 2015 Premium und habe schon gelesen, dass dieses sich Unterstützung von der Grafikkarte holt. Hier wären weitere Erklärungen willkommen.

@Technipion AFAIK ist Affinity noch nicht lange auf dem Markt und ich vermute, dass es noch nicht in allen Punkten so ausgereift wie Photoshop ist.
 

cwriter

Erfahrenes Mitglied
#11
Diese Grafikkarte ist passiv gekühlt, verursacht deshalb keinerlei (Lüfter-)Geräusche! nVidia ist zudem mehr zu empfehlen, wenn du irgendwann auch mal Videoschnitt machen solltest.
Bzgl. der Grafikkarte bin ich jetzt unsicher geworden: Ich hatte diese von der Ausgangskonfiguration schon herunter gestuft, weniger wegen des Preises sondern des Geräusches und wg. der Empfehlung von cwriter die Radeon RX580 8GB in Betracht gezogen..
Das Problem ist folgendes: NVidia ist eigentlich in allen Belangen AMD überlegen - einzige Ausnahme ist der Preis. Vor allem bietet NVidia mit CUDA eine sehr weit verbreitete und unter Entwicklern beliebte Programmierschnittstelle an. AMD ist eher auf dem Standardpfad mit OpenCL, welches auch von NVidia unterstützt wird.
Durch das Quasi-Monopol ist viele Software auf CUDA geschrieben (bei Spielen wird es mit GameWorks noch schlimmer, aber die scheinen dich ja eher weniger zu interessieren).
Die Überlegung hinter der RX580 ist, dass 8GB VRAM zur Verfügung stehen, und die Rechenleistung ist gerade beim Encoding auch nicht schlecht. Eine 1050(Ti) mit 4GB hat halt die Limitierung vom VRAM (= Weniger Bilder können direkt auf der Karte gelagert und bearbeitet werden).
Passiv heisst generell, dass sie leiser ist und weniger Strom zieht, aber halt auch, dass die Leistung limitiert ist. Es ist immer ein Abwägen...

Wie ist das zu verstehen? Gibt es beim Videoschnitt Unterschiede in der Technologie, unabhängig von der allgemeinen Leistungsfähigkeit? Ich benutze VDL 2015 Premium und habe schon gelesen, dass dieses sich Unterstützung von der Grafikkarte holt. Hier wären weitere Erklärungen willkommen.
Ich habe keine Details zu VDL2015 gefunden. Meistens ist die GPU-Unterstützung durch die Videokodierer auf der Karte gebracht (auch hier lohnt sich mehr VRAM, wenn hochauflösende Filme bearbeitet werden).
Generell sind die GPU-Kodierer aber etwas schlechter von der Qualität her als die CPU. Ein Ryzen 1700X ist aber durch die Anzahl der Kerne auch ziemlich gut darin.

Hier ist noch ein (relativ alter) Benchmark. Mit 20 offenen Bilddateien ist die VRAM-Nutzung bei 3 GB, so also Massstab (kommt natürlich auch auf die Bilder an).
Affinity Photo vs Photoshop Benchmark - Denny's Tips

cwriter
 

Sempervivum

Erfahrenes Mitglied
#12
Danke, cwriter. Das ist ja eine Wissenschaft für sich. Verstehe ich das jetzt richtig, dass die Grafikkarte vor allem beim Kodieren unterstützt? Dann wäre es für mich weniger relevant, weil ich relativ wenig mit Videos arbeite und dann ruhig eine Weile auf das Kodieren bzw. Speichern warten kann.
 

Sempervivum

Erfahrenes Mitglied
#13
PS: Wie ich sehe, ist ein SSD von 1TB gar nicht mehr so teuer. Zzt. habe ich 1TB mit 140GB frei, d. h. die wird nicht mehr lange ausreichen. Aber eine Überlegung wert, die Daten, auf die ich häufig zugreife, das sind ca. 300GB, auf das SSD zu legen und die anderen auf eine normale Festplatte.
 

cwriter

Erfahrenes Mitglied
#14
Danke, cwriter. Das ist ja eine Wissenschaft für sich. Verstehe ich das jetzt richtig, dass die Grafikkarte vor allem beim Kodieren unterstützt? Dann wäre es für mich weniger relevant, weil ich relativ wenig mit Videos arbeite und dann ruhig eine Weile auf das Kodieren bzw. Speichern warten kann.
Ganz so einfach ist es dann doch nicht :)
Es gibt viel, was auf der GPU gemacht werden kann. Willst du z.B. einen Gauss-Filter auf ein Bild anwenden, kann das auf der GPU gemacht werden, sofern das Programm diese Arbeiten dort machen lässt. Bei Videos (mehr Bilder) ist das natürlich wesentlich schneller, bei einem einzelnen Bild fällt das nicht ins Gewicht.
Allerdings erfordert jedes Auslagern auf die GPU entsprechenden Support vom Programm. Moderne GPUs haben zusätzlich Encoder und Decoder für H.264 und H.265, was Videos beschleunigt (ansehen und erstellen).
Browser haben i.d.R. Unterstützung für GPUs, um alles etwas flüssiger darzustellen (z.B. Scrolling).

Als Faustregel kann alles, was eine Convolution ("Faltung") ist, auf GPUs relativ effizient berechnet werden. Die Software muss es aber auch machen :)

Dein Affinity benutzt aber auch die GPU, und sei es nur für Skalierungen (zumindest wird VRAM belegt).

Gruss
cwriter
 
#15
Zur Grafikkarte und dem darauf verbauten RAM:
Die nVidia GTX 1050 Ti hat 768 "Prozessoren". Diese können auch nur eine begrenzte Anzahl von Operationen pro Zeiteinheit ausführen. Deshalb macht es wenig Sinn, diese Karte z.B. mit 8GB RAM statt 4GB auszurüsten.

Zum Vergleich die nVidia GTX 1080 Ti, die über 3584 "Prozessoren" bei 11GB RAM verfügt. Natürlich sich diese Kerne auch zusätzlich noch etwas schneller getaktet und haben eine wesentlich breitere Speicheranbindung. Das deutet aber zusätzlich daraufhin, dass bei der 1050 Ti mehr RAM nicht wirklich die Performance steigern würde.

Natürlich kannst du auch genausogut eine GTX 1050 Ti mit Lüfter kaufen, ich bezweifle aber, dass du die leicht bessere Kühlung wirklich brauchst bei deinem Anwendungsprofil. Bräuchte ich einen Rechner für die von dir genannten Anwendungen, dann wäre ich froh, wenn das Ding weniger unnötigen Krach macht. :)

Ich würde aber davon abraten, eine AMD-Grafikkarte zu kaufen und ich würde auch von einer GT 1030 die Finger lassen.

Zum Thema Bildbearbeitung und GPU:
Selbst wenn eine Software wie z.B. Affinity Photo (oder Photoshop) nicht die GPU für eigene Funktionen nutzt, so gibt es doch Plugins, die das durchaus mit großem Erfolg tun. Als Beispiel sei hier mal das grandiose Neat Image genannt, das die wohl beste Rauschentfernung auf dem Markt bietet. Neat Image kann CPU-Kerne und GPU gleichzeitig nutzen und damit die Performance auch drastisch steigern.
Natürlich gibt es noch mehr Plugins, die GPGPU unterstützen, aber man muss sich natürlich keine Plugins nur deshalb kaufen, damit der GPU nicht langweilig wird :D

Zum Viddeoschnitt:
Neuere Versionen von Magix Video (Pro X) unterstützen ziemlich umfangreich GPGPU auch für Effekte, speziell nVidia Grafikkarten. Bei deiner vergleichsweise alten Version weiß ich nicht, ob noch mehr als nur das Encoden beschleunigt wird.
 

Sempervivum

Erfahrenes Mitglied
#16
Ich habe den PC jetzt bestellt mit dieser Konfiguration:
http://agando.de/go/?8828402263

Wie man sieht, habe ich bei der Grafikkarte dem Aspekt der Lautheit Priorität gegeben und bin der Empfehlung von Martin Schäfer gefolgt. Die Erklärungen dazu verstehe ich zum großen Teil, aber nicht vollständig. Wie schon gesagt, scheint das eine Wissenschaft für sich zu sein.

Mit Neat Image bin ich kurz konfrontiert gewesen: Ich unterstütze zzt. eine Freundin bei der Optimierung von selbst digitalisierten Super-8-Filmen. Weil diese zum großen Teil stark verrauscht sind, hatte ich eine Testversion von Neat Image getestet, aber ohne Erfolg. Entweder ich hatte es nicht richtig konfiguriert oder die Filme waren einfach zu grobkörnig und zu stark verrauscht.

Ein anderes Video-Plugin, das ich mit VDL 2016 bekommen habe und gelegentlich benutzen werde, ist jedoch Mercalli V4.

Auf jeden Fall hat mir diese Diskussion sehr bei der Zusammenstellung meines Computers geholfen. Allen Beteiligten ein großes Dankeschön.

Außerdem einen Guten Rutsch und viel Glück im neuen Jahr.
 
#17
Fein :) Viel Spaß mit dem neuen Rechner.
Übrigens, für die Entrauschung von Video gibt es auch Neat Video. Neben der Tatsache, dass es das auch als Plugin für Magix gibt … der größte Vorteil davon ist, dass es nicht nur Einzelbilder individuell entrauschen kann, sondern auch Bilder vor und nach dem aktuellen Bild mit einbezieht, um Bildänderung durch Bewegung erkennen zu können (Temporal Filter Radius).

Bei Neat Video (und Neat Image) steht und fällt alles mit dem Rauschprofil. Super8-Film ist sicherlich eine recht schwierige Aufgabe, aber wenn du möchtest, dann kannst du mir ja mal einen Schnipsel zukommen lassen und ich schau mal, was sich machen lässt. :)
 

Sempervivum

Erfahrenes Mitglied
#18
Das war ein Irrtum von mir: Da ich das Plugin mit VDL getestet hatte, kann es sich nur um Neat Video gehandelt haben, nicht Neat Image.
Danke für das Angebot. Ich habe einen Beispiel-Film, aber da es nicht meine eigene Aufnahme ist, muss ich erst die Besitzerin fragen, ob sie einverstanden ist, dass ich es weitergebe.
 
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