Raspberry PI4 als Video-Station


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Zvoni

Erfahrenes Mitglied
Hi Folks,

Frage an die PI-Experten hier:
Wir haben bei uns im Verein derzeit zwei NUKS mit Win10, welche nur als Video-Station dienen.
Sie dienen nur dazu, einem Kunden gleich nach dem Sprung das Video (in Rohform) kurz zu zeigen.
Dazu wird entweder eine GoPro direkt an den USB gehängt, oder eben die SD-Karte kurz reingepfriemelt.

Mein Vereinsboss meinte neulich zu mir, dass er noch zwei NUKS kaufen muss, weil wir eine kommerzielle Software einsetzen, welche nur auf Windoof läuft, und er diese Software noch an zwei anderen Stellen nutzen will.

Ich habe ihm darauf hin gesagt: Nehmen wir doch zwei PI's, Rasbian (oder eine andere Distro) mit VLC drauf. Fertig.
Nimm die zwei NUKS dann, und setze sie dort ein, und du sparst dir zwei NUKS mit Windoof-Lizenz.

Ich habe jetzt im Netz gesehen, dass Video-Wiedergabe "anscheinend" noch etwas ruckelig ist.
Hinweis: Alle unsere Videos sind mindestens 1920x1080.

Hat jemand Erfahrungswerte hierzu? Unterschiede in den Distros? Ich hab auch viele Hinweise auf Overclocking gesehen bzw. Temperatur-Probleme (auf einer Seite sprachen sie sogar von 80 Grad C).

Was für uns wichtig ist: Es muss (in dem Sinne) ein Desktop vorhanden sein, da die Videos von diesen zwei Stations auf die Server (siehe mein "Abenteuer"-Thread in Linux/Unix) kopiert werden sollen, und bei uns im Verein die Leute eben Windows-verseucht sind ("Wie? Keine Maus? Konsole? uääähhhhh!").

Als Distro habe ich schon Ubuntu-Mate ausgeguckt, da mir Raspbian mit LXDE nicht wirklich gefällt.
Da ich mittlerweile zum Manjaro-Fan geworden bin, will ich aber eben nicht Manjaro installieren wegen dem Rolling-Release. Ich hab keine Lust, jede Woche 100MB Updates einzuspielen.

Ideen? Meinungen?
 

Technipion

Erfahrenes Mitglied
Vorab: Ich habe den Raspi 4 noch nicht in persona getestet, bin jedoch stolzer Besitzer aller Vorgängermodelle.

Grundsätzlich vermute ich, dass der Pi mit den meisten Sachen klarkommen würde. Es gibt natürlich Grenzfälle. Bin mir nicht sicher, wie sich der Pi bei H.265 4K 60Hz Videos schlägt...

Aber das hier:
Was für uns wichtig ist: Es muss (in dem Sinne) ein Desktop vorhanden sein, da die Videos von diesen zwei Stations auf die Server (siehe mein "Abenteuer"-Thread in Linux/Unix) kopiert werden sollen, und bei uns im Verein die Leute eben Windows-verseucht sind ("Wie? Keine Maus? Konsole? uääähhhhh!").
Vielleicht ist es am einfachsten ihr besorgt euch einen günstigen Desktop PC mit Windows 10. Habe ich dir in dem anderen Thread ja schon geschrieben, manchmal muss man sich an Layer 8 orientieren. Wenn die Leute Win 10 wollen, sollen sie Win 10 kriegen.

Gruß Technipion
 

Zvoni

Erfahrenes Mitglied
Vorab: Ich habe den Raspi 4 noch nicht in persona getestet, bin jedoch stolzer Besitzer aller Vorgängermodelle.

Grundsätzlich vermute ich, dass der Pi mit den meisten Sachen klarkommen würde. Es gibt natürlich Grenzfälle. Bin mir nicht sicher, wie sich der Pi bei H.265 4K 60Hz Videos schlägt...

Vielleicht ist es am einfachsten ihr besorgt euch einen günstigen Desktop PC mit Windows 10. Habe ich dir in dem anderen Thread ja schon geschrieben, manchmal muss man sich an Layer 8 orientieren. Wenn die Leute Win 10 wollen, sollen sie Win 10 kriegen.

Gruß Technipion
H.265-4K/60Hz gibt es nicht bei uns, weil die meisten Kunden eben mit 4K eh nichts anfangen können.
Prinzipiell (zu 99%) haben wir H.264-1920x1080 bei 25/30/48fps (je nachdem welcher Videospringer dabei ist).
Die fertigen Videos werden eh auf 1920x1080-30fps erzeugt.

Das mit den günstigen Desktops: Ich habe eh schon 2-3 von den Dingern bei mir unterm Tisch stehen, und die waren auch ursprünglich auch dafür geplant (eben mit Ubuntu-MATE bzw. Mint Cinnamon), nur ist es halt schon ein Unterschied im Platzbedarf, ob Midi-Desktop, oder eben Raspberry bzw. NUC.
Ganz zu schweigen, dass der PI mit OnBoard-WLAN kommt (Ich müsste halt noch WLAN-Dongles etc. besorgen, was aber kein Problem wäre).

Deswegen liebäugel ich eben mit dem PI, weil der Boss eigentlich auch ein Windows-"Hasser" ist (ist ein Apfel-Gärtner *gg*)

EDIT: @Layer 8 --> Mir ist schon klar, dass in 99% der Fälle das Problem vor der Tastatur sitzt *g*
Was wir eben verhindern wollen, sind die unsäglichen Updates von Windows 10, oder ein "Hey, ich kann dir mal schnell ein YouTube-Video auf der Video-Station zeigen", welches uns dann die Netzwerk-Leistung leer saugt (was uns auch schon tatsächlich passiert ist). Klar weiss ich, dass ich Update-Zeiten etc. in Win10 einstellen kann, aber mal ehrlich: Dazu hab ich echt keine Lust (unabhängig davon, dass ich Windows mittlerweile aus tiefstem Herzen verabscheue).
Das Netzwerk drosseln für einzelne Stations kann ich aber nicht, da wir da schon die volle Bandbreite brauchen, und Linux kann ich eben so minimal installieren, dass ausser dem Desktop eben tatsächlich nur VLC drauf ist
 
Zuletzt bearbeitet:

Technipion

Erfahrenes Mitglied
Deswegen liebäugel ich eben mit dem PI, weil der Boss eigentlich auch ein Windows-"Hasser" ist (ist ein Apfel-Gärtner *gg*)
Wenn natürlich schon eine gewisse "Akzeptanz" für Linux da ist, würde ich es einfach mal versuchen. So ein Pi 4 kostet jetzt ja auch nicht die Welt. H.264 1080p 60Hz sollten eigentlich gehen. Du müsstest dir halt ein passendes Gehäuse besorgen, da der Pi 4 schon relativ warm werden kann.

Wenn alles läuft -> super (y)
Falls nicht -> vielleicht kann man den Pi ja noch anderweitig verwenden. Vielleicht um ne Website zu hosten, oder so?

Und grundsätzlich kannst du natürlich auch auf dem normalen Raspbian jede desktop environment deiner Wahl installieren. Allerdings würde ich beim Grundsystem zu Raspbian greifen, da die natürlich optimalen Support für die Hardware mitbringen...

Halte uns auf dem Laufenden, ich finde dein Abenteuer wirklich interessant!

Gruß Technipion
 

Zvoni

Erfahrenes Mitglied
Hab ich auch so ähnlich erwartet *g*

Jupp. Ich halt euch auf dem Laufendem mit meinem Abenteuer.

Hab schon die nächste Baustelle: Einen alten Fritz-Box Router als Slave-Repeater einrichten, 50 Meter Outdoor-LAN-Kabel verlegen, mit dem Master-Router verbinden, und dann am Slave-Router den Devolo-Powerline-Master einhängen, und schauen, ob die Übertragungsraten der Devolos noch immer so unterirdisch ist..... *ggg*
 
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