Autocad 2011 Tutorials

GVille

Erfahrenes Mitglied
Hallo,

habe mir eben die Demo von Autocad 2011 runtergeladen und bin irgendwie sehr begeistert von dem Programm. Genau sowas habe ich schon immer gesucht. Jedoch fehlen mir noch die nötigen Grundkenntnisse um wirklich gut damit zu arbeiten. Kennt jemand vielleicht Tutorials (in deutsch wäre gut, aber auf englisch ist auch OK)? Oder gibt es dazu nur kostenpflichtige Bücher?


Naja ich habe eine Frage bzgl. Netze. Ich weiß, dass man zwischen 3 Linen, Spline bzw. Polysplines eine Fläche erstellen kann. Kann man den auch ein Netz zwischen 3 Linien, Spline bzw Polysplines erstellen?
Ausserdem würde mich interessiern, wie ich eine Spirale mit mehr oder weniger als 3 Umdrehungen erstelle.

MfG
 

Zinken

Erfahrenes Mitglied
Wenn Du einfach mal auf autodesk.com gehst (Services&Support / Learning Page http://usa.autodesk.com/adsk/servlet/index?siteID=123112&id=10376175&linkID=9240615 ) findest Du dort diverse Tutorials, die den Einstieg erleichtern sollten.

Aber mal ganz blöd gefragt: was hast Du denn genau vor?
Nicht dass ich Deine Begeisterung bremsen wollte, aber AutoCAD ist ein reines CAD-Programm. Damit lässt sich zwar auch modellieren und rendern, aber halt teilweise recht umständlich bzw. begrenzt (insbesondere was das Rendering betrifft). Übrigens arbeitet man dort in der Regel nicht mit Flächen, sondern mit Solids (Volumenkörper). Hervorragende Möglichkeit, wenn es um exakte Konstruktionen geht. Für alles andere sollte man von CAD-Software absehen. Spart Nerven.
Aus Deinen vorherigen Posts sehe ich, dass Du bisher mit Cinema4D gearbeitet hast. Wenn Du jetzt in AutoCAD modellieren willst, solltest Du etwas umdenken und wo immer es geht Volumenkörper benutzen. Plötzlich sind dann auch Boolsche Operationen kein Teufelswerk mehr, da Du nicht mehr mit Polygonen arbeitest... ;)

Aber jetzt zu den Flächen...
Wenn Du Dir mal die Werkzeugpaletten anschaust (die zahlreichen, die nicht standardmäßig eingeblendet sind), findest Du auch Volumenkörper und Flächen aller Arten. Auch die Commandline ist in AutoCAD immer noch ein wichtiges Werkzeug - früher das einzige ;) . Beispielsweise stellst Du über die Systemvariable SURFTAB1 die Auflösung von REGELOB und TABOB ein... Einfach mal die Dokumentation anschauen - auch was die Spirale angeht. Auswendig kann ich es Dir jetzt leider gerade nicht sagen, aber solche Einstellungen werden per Texteingabe festgelegt - und zwar VOR dem zeichnen...
Falls Du mit dem Gedanken spielst, AutoCAD länger als 30 Tage zu benutzen, gibt es übrigens auch recht gelungene "Klone" (IntelliCAD), wie ProgeCAD oder BricsCAD. Die Funktionen sind größtenteils identisch (Dateien sind voll kompatibel), allerdings haben alle ihre Schwächen, aber dafür kosten sie auch nur knapp 1/10 von AutoCAD...

Edit: Ich hab grad mal schnell nachgeschaut und in der Flächen-Palette findest Du z.B. ein 3D-Netz, das Du über max. 256x256 frei definierbare Punkte erstellen kannst. Einfach mal Palette einblenden und durchprobieren...
Wenn Du ein konkretes Objekt hast, das Du modellieren willst, kann man Dir vielleicht besser weiterhelfen. Aber wie gesagt: grundsätzlich solltest Du auf Einzelfächen eher verzichten und Volumenkörper modellieren. Darin liegt die Stärke von AutoCAD, Flächen sind hier sehr "unflexibel".
Der Vorteil ist, dass Du völlig unabhängig von Polygonen modellieren kannst und die Unterteilung erst beim Export/Import festgelegt wird.
 
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GVille

Erfahrenes Mitglied
Danke für deine Antwort.

Ich erstelle eher technische Sachen und daher dachte ich, dass ich mit AutoCad besser dran wäre als mit C4D. An AutoCad interessiert mich voerst nur das Modelleln etc. Rendern habe ich C4D bzw. Maxwell.

Zu den Netzen. Mit Netzen lassen sich aber auch Volumenköper erstellen oder nicht? Ausserdem würde mich interessieren welche Eigenschaften bzw. Vor- und Nachteile Volumenkörper, Netze und Nurbs haben.


MfG
 

Zinken

Erfahrenes Mitglied
Leider nein. Du kannst zwar einen Volumenkörper per "explode" in Flächen zerlegen, aber nicht umgekehrt. Volumenkörper sind mathematisch exakt definierte Körper (eine Rundung ist z.B. tatsächlich eine Rundung und keine mehr oder weniger genaue Abstufung), während Flächen bzw. Netze aus einzelnen Polygonen bestehen, die über ihre Eckpunkte definiert werden.
Um mal einen Vergleich etwas an den Haaren herbeizuziehen: kleb einen Würfel aus Papierquadraten zusammen und Du hast das Äquivalent zu einem Polygonobjekt. Nimm einen Holzklotz und Du hast Deinen Volumenkörper. Ein wesentlicher Unterschied macht sich bemerkbar, wenn Du beide Würfel einfach mal durchschneidest und Dir die Schnittflächen anschaust... Der andere wichtige Unterschied wird Dir auffallen, wenn Du versuchst, auf beide Arten eine Kugel zu basteln. Die Papierkugel wird "gerastert" sein, während die sauber gedrechselte Holzkugel eine "echte" Rundung hat. :)

Vorteile: Du kannst Modelle 100%ig genau erstellen und bearbeiten (im Rahmen der Systemgenauigkeit natürlich), was z.B. für Funktionstests und viele technische Visualisierungen wichtig ist. Dabei kannst Du wild Köper zusammensetzen, voneinander subtrahieren, zerschneiden abrunden usw. ohne Dir Gedanken über Edgeflows und ähnliches zu machen und hast trotzdem immer exakte und geschlossene Körper. Im Grunde, als würdest Du etwas aus einem Material herausfräsen - sehr technisch halt.
Nachteile: Du bist gezwungen, wirklich IMMER exakt zu arbeiten, alles genau zu definieren und kannst nicht mal schnell ein paar Scheitelpunkte einer Oberfläche verschieben. Bei komplizierteren Objekten mit eher freien Formen kann das sehr schnell extrem nervig bis unmöglich werden. Den Vorteil der Genauigkeit verlierst Du natürlich auch beim Export in polygonorientierte Programme, allerdings kannst Du dabei die Unterteilung der Oberflächen nahezu frei definieren - bis das System aufgibt. ;)

Welche Methode besser geeignet ist, hängt immer von Deinen Objekten ab. Für mich hat sich beispielsweise die Kombination von AutoCAD und 3ds Max bewährt. Den Großteil des Modellings erledige ich in Max, hole mir dabei aber z.B. einen Grundriss als Referenz rein oder importiere einzelne Konturlinien als Splines, die ich dann bearbeiten, extrudieren oder zu Oberflächen weiterverarbeiten kann. Auf die Art hab ich eigentlich die beste Kontrolle über Genauigkeit und Polygonanzahl. Manche Objekte wiederum lassen sich in AutoCAD besser und schneller modellieren - kommt halt immer darauf an...

Nurbs sind übrigens mathematisch definierte Flächen, haben also auch den Vorteil der Genauigkeit. Wie gut sich damit arbeiten lässt hängt von Deiner Software ab.
 

GVille

Erfahrenes Mitglied
OK. Netzte und Volumenkörper sind jetzt klar. Jedoch habe ich Nurbs nicht ganz verstanden. Wie unterscheiden sich diese zu den Netzen? Beide sind Flächen und weiter? :D Sorry wenn ich dich nerve.
 

Zinken

Erfahrenes Mitglied
Wie gesagt sind Nurbs mathematisch genau definierte Flächen (ähnlich wie die Oberfläche der besagten Volumenkörper oder auch Splines bei den Linien) - was man wieder insbesondere an Rundungen sieht. "Echte" Rundungen halt, keine facettierten.
 
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