Affinity Photo - Vorstellung

Snugel

Mitglied
Hallo Forum,

ich wollte hier mal eine neue Photoshop alternative vorstellen. Sie heist Affinity Photo und bietet fast identischen Funktionsumfang wie Photoshop. Die Effekte wenn man ein Photo bearbeitet sind teils besser als bei Photoshop. Die UI ist sehr ansprechend und lehnt sich sehr an Photoshop an.
Ich dachte zuerst das kann nicht sein für den Preis. Ich holte mir die Testversion von dem Produkt und zwei Wochen später habe ich eine Lizenz geholt. Das Produkt ist in seiner Fülle sehr gut für den Preis und bietet sogut wie keinen nachteil. Ich hatte es für einen Festpreis von Rund 50 € gekauft.

Hier mal ein Link: Affinity Photo

Ihr werdet überascht sein was das Tool für den Preis alles kann und wie ansprechend die Usability ist. Nach ein wenig eingewöhungszeit verbessert sich der workflow deutlich. Da ich gerne im RAW (CR2) fotografiere, habe ich nach einer Lösung gesucht die vielversprechend ist und proffesionellen funktionsumfang bietet. Hier bin ich fündig geworden.

Neben dem Photo-Tool bitet der Hersteller auch Lösungen für:
Design
und
Publishing
an. Auch die machen einen sehr vielversprechenden Eindruck.
 

Sempervivum

Erfahrenes Mitglied
Affinity-Photo ist auch bei mir das bevorzugte Programm für die Bildbearbeitung.
Kleine Wermutstropfen:
- Habe ich z. B. zehn Fotos offen und bearbeitet und möchte sie exportieren, geht das nicht in einem Rutsch, sondern ich muss bei jedem Foto einzeln durch den Prozess des Exportierens durch.
- Das gleiche beim Entwickeln: Nicht möglich, mehrere Bilder mit den selben Einstellungen zu entwickeln (@Sprint schreibt es in einem anderen Thread).
- Ich habe davor Photoshop Elements benutzt und hatte im Vergleich den Eindruck, dass es dort einfacher ist, bei Korrekturen einen natürlichen Eindruck von den Farben zu bekommen.
Alles in allem kann ich damit aber gut leben, angesichts des hohen Preises für Photoshop.
 

Technipion

Erfahrenes Mitglied
Ich persönlich stehe ja total auf GIMP. Es hat einen schlechten Ruf weil es OpenSource ist (und kostenlose Software kann ja gar nicht gut sein... :rolleyes:), aber ich verwende es seit vielen Jahren und bin begeistert vom Funktionsumfang. Seit ein paar Monaten versuchen sich die Entwickler an einer GPU-Beschleunigung, und auf meinem Rechner läuft damit beinahe alles in Echtzeit.
Außerdem lässt es sich durch unzählige Extensions und Plugins erweitern. Es gibt beinahe nichts, was man nicht tun könnte.

Ich bin allerdings kein Profi. Ich habe zwar schon das ein oder andere Wunder mit GIMP vollbracht, setze es aber wie gesagt nicht hauptberuflich ein. Ob es sich für den individuellen professionellen Workflow eignet, muss daher jeder für sich selbst entscheiden. Das Gute ist: Weil GIMP OpenSource ist, kann man es sich einfach schnell downloaden und testen: GIMP - GNU Image Manipulation Program
Tutorials dazu gibt es übrigens zu Hauf. Z.B. hier: MyGimpTutorialChannel

(Für mich gab es daher nie den Bedarf mir PhotoShop oder ähnliches zu kaufen)

Gruß Technipion
 

Snugel

Mitglied
@Sempervivum
Ja , es kann sein, dass vielleicht noch nicht alles reibungslos ist. Ich bin mir aber sicher, dass es besser wird. Man muss ja auch den entwicklungsvorsprung sehen, den Adobe hat. Das sind fast oder sicher Jahrzente. Wenn ein neues Produkt bei seinem ersten öffentlichen Auftritt so glänzen kann, bin ich mir sicher, meint es der Hertseller ernst.
Ich würde deshalb vorschlagen, dass man den Hersteller auf solche Dinge aufmerksam macht, damit er sein Potenzial nutzen und das Produkt verbessern kann.

@Technipion
@ComFreek
OpenSource als solche finde ich nicht schlecht. Aber wie ComFreek schon sagte: Die Grafik und ich bin der Ansicht die bedinung ist bei OpenSource echt ziemlich unterentwickelt.
Man kann mich jetzt als oberflächlich sehen, aber in Zeiten wie diesen ist eine gute Grafik auch ein must have. Viele OpenSource Software wird wegen der Usability und der nicht ansprechenden Grafik nicht genutzt. Dabei spielt es keine Rolle, welchen Funktionsumfang die Software hat. Wie sagt man so schön: Das Auge isst mit.
Ich Arbeite ab und an eher selten mit Blender. Ich weis, Blender ist ein 3D-Grafiksuite und nicht vergleichbar mit Affinity Photo etc. Ich erstelle damit versuchweise Logos. Auch hier ist das Problem die UI, welche eine teilweise Katastrophe ist. Ich schätze die Arbeit die reinfließt aber ab einem gewissen Grad muss man sich auch mal um das Äußere kümmern und nicht nur die Funktionen erweitern. Die OpenSource gemeinde könnte viel mehr ereichen, wenn sie auch hier mal einen quasi Standard einführen würde. Es stagniert ein wenig im umgang mit Anpssung und Flexibilität. Das meine ich nicht destrucktiv. Ganz im gegenteil, wenn man ein wenig die Ohren für konstrucktive Kritik offen hätte, dann wüssten die Entwickler worauf es vielliecht in zweiter oder dritter Linie bei den Usern ankommt.
Die UI ist gänzlich aus dem Fokusareal verschwunden. Die Userbility past prima mit in das gebiet. Viele Software ist so rein gar nicht Gebrauchstauglich. Nach meiner deffinition ist Gebrauchstauglichkeit subjektiv gesehen so denffiniert wie hier in den ersten beiden Sätzen: Gebruchstauglichkeit
Das Problem: Wenn jeder etwas Subjektiv sieht, gibt es keine Objektivität mehr. Wenn das der Fall ist benötigt man einen Standard, der bestimmt wie vorzugehen ist. Nur weil man einen Standard hat, heist es micht zwingend, dass ein Produkt nicht doch flexibel entwickelt werden kann.
 

Sempervivum

Erfahrenes Mitglied
Ich würde deshalb vorschlagen, dass man den Hersteller auf solche Dinge aufmerksam macht, damit er sein Potenzial nutzen und das Produkt verbessern kann.
Vollkommen richtig. Sie haben ein Forum und zumindest die Angelegenheit mit Export von vielen Dateien ist dort schon bekannt.
Ein anderes Problem war, dass der Weißabgleich mit Pipette nicht funktionierte und das wurde erfreulicher Weise in der vorletzten Version behoben!
 

Sprint

Erfahrenes Mitglied
Ich bin inzwischen auch bei Affinity Photo gelandet. Gimp hatte ich ein paar mal ausprobiert, aber der Unterschied von der Bedienung zum Quasi-Standard PS ist schon so gewaltig, daß man ohne Schulung nicht wirklich weit kommt. Erfreulicherweise ist die Affinity Photo Bedienung recht eng an PS angelehnt, so daß man sich nicht einmal bei Tastaturkürzeln großartig umgewöhnen muß.

Bzgl. Entwickeln von Raw Bildern bin ich jetzt auf RawTherapee gestoßen. Das kann auch wie Lightroom synchronisieren, wobei sich das nicht nur auf das Kopieren von Einstellungen beschränkt, sondern auch mehrere Bilder gleichzeitig bearbeitet, was den Vorteil hat, daß man nach Änderungen nicht immer wieder neu synchronisieren muß.
 

Sempervivum

Erfahrenes Mitglied
Das ist ein sehr interessanter Hinweis auf RawTherapee, das werde ich mir auch ansehen. Benutze immer gern Alternativen zu den Platzhirschen Adobe bei Bildbearbeitung und MS bei Office.
 

zerix

Hausmeister
Moderator
Da hier etwas auf der Bedienung von OpenSource Software rumgehackt wird, wollte ich mal meinen Senf dazu geben. :)
Ich bin kein Profi was Bildbearbeitung und sowas angeht. Allerdings teste ich sehr gerne Software und arbeite mich auch in Software ein, um diese nutzen zu können. Gleiches habe ich bei Photoshop/Gimp, Cinema4d/Blender und MS Word/LibreOffice gemacht.
Meist ist die Oberfläche nicht schlechter, sondern lediglich anders. Oft kennen die Nutzer ein Programm, wie Photoshop, und versuchen dann die freie alternative, wie Gimp, und versuchen diese genau so zu bedienen, wie erstere. Das funktioniert dann meist nicht und das macht dann die Software schlecht und unbenutzbar.
Meist ist der Sinn einer OpenSource Software nicht die kostenpflichtige zu kopieren, sondern einen gewissen Funktionsumfang zur Verfügung zu stellen.
Ich erinnere mich an die Aussage von einem Bekannten, der sagte, dass OpenOffice schlecht sei, weil er viel länger braucht eine Option X zu finden, er würde bei MS Office nicht so lange benötigen.
Teilweise kann man sogar wesentlich produktiver arbeiten, hat man sich erstmal in eine Software eingearbeitet, auch wenn sie auf den ersten Blick schwer zu bedienen ist, siehe Vim oder Emacs.
Lange Rede, kurzer Sinn: Meist liegt es einfach nur an dem Nutzer, der erwartet, dass Software B genau wie Software A zu bedienen ist

cheers,
 

Sprint

Erfahrenes Mitglied
Lange Rede, kurzer Sinn: Meist liegt es einfach nur an dem Nutzer, der erwartet, dass Software B genau wie Software A zu bedienen ist
Da gebe ich dir vollkommen recht. Aber ich habe eben auch selbst festgestellt, daß mir die Umgewöhnung von PS auf Affility Photo sehr viel leichter gefallen ist, weil die Bedienung recht ähnlich ist.
Und bei Gimp wäre es einfach ein zeitliches Problem gewesen, sich da einzuarbeiten.