AES3 DAC an PC anschließen

Klaus12345

Mitglied
Hallo Jakob,

ja, das wäre auch eine Variante. Es gibt noch weitere, z.B. Antelope Zodiac Gold. Dann wird Lynx bald den Hilo starten, und es gibt im höheren Preissegment zumindest noch was von Weiss.

Ich habe aber den Eindruck, dass bei "Highend"-Audio für "Consumer" ein bisschen Schindluder getrieben wird - natürlich nicht generell, aber die Gefahr besteht da verstärkt, Mythen aufzusitzen.
Kabel sind dabei der Gipfel (insbes. Digitalkabel)... Deshalb, und auch weil ich selbst Recording betreibe, tendiere ich zu Studioequipment.
In den nächsten Wochen werde ich nach Möglichkeit verschiedene Geräte an meinen LS testen und mich dann entscheiden. In die engere Auswahl kommt dabei auch Lynx Aurora 8, für den es ein USB-Modul gibt. Das ist aber auch nicht gerade billig, sodass ich auch ein AES-INterface wie das von Martin angeregte HDSP nehmen kann.

Bei den Studiogeräten gefällt mir auch nicht alles, insbes. auf den zunächst geplanten Wohnzimmer-Einsatz. Es gibt z.B. Wandler mit Lüfter, oder welche mit bis zu 10 Minuten Einschalt-(Aufwärm-)zeit.

Am Ende wird das Gehör entscheiden, und das - wenn ich es vernünftig hinbekomme - im Blindtest.

Liebe Grüße,
Klaus

Hallo,

von Benchmark gibt es Wandler die deinem Anspruch möglicherweise genügen, die über ein Usb-Interface verfügen.

Benchmark DAC 1
 

Martin Schaefer

Administrator
... und nicht dass du denkst, im Studiobereich würde nicht auch enorm Schindluder getrieben.
Wenn ich nur z.B. an diese unsäglichen Studio-CD-Player aus dem Hause Studer (Revox) denke, gemeint sind A725 und A727, dann wird mir schlecht. Was bringt mir im Produktionsalltag ein schweineteurer CD-Player, wenn er alle Nase lang die von Anderen gelieferten CDs verweigert? CDs, die jeder andere Feld-, Wald- & Wiesen-Player klaglos abspielt.

Was ich mit dieser kleinen Anekdote sagen will:
Studioequipment kann teils sehr empfindlich gegenüber jeder denkbaren und undenkbaren Art von Störeinflüssen reagieren. Preis und Image schützen nicht vor Problemen. ;)
 

Klaus12345

Mitglied
Ich habe ja inzwischen verstanden, dass AES/EBU für's Wohnzimmer überdimensioniert ist (-:
Trotzdem noch eine Frage dazu - vielleicht stelle ich ja mal mein Recording-Equipment um!:
Eine AES/EBU-Karte ist doch im einfachsten Fall nur eine digitale Schnittstellen karte. Ist es dann egal, welche ich nehme? Konkret gibt es 2 die in Frage kommen: Lynx AES16e oder RME HDSP AIO. Bei RME gefällt mir Total Mix sehr gut und vom Fireface her kenne ich dessen Bedienung. Außerdem ist die RME erheblich billiger, obwohl sie noch Extras bietet (die ich aber nicht brauche).

Randfrage noch dazu: vermutlich gehen beim CD-Hören über den Asio-Treiber dann 16bit-Werte vom Rechner in die Karte und es kommen 24-bit Werte raus zum Weiterleiten nach außen? Frage ich nur wegen Lautstärkeregelung per Software... Ist aber wirklich nur eine Nebenfrage; wichtiger ist mir die erste.

Viele Grüße,
Klaus
 

Martin Schaefer

Administrator
Wenn ich sowas bräuchte, dann würde ich auch eher zur RME HDSPe AIO tendieren, auch wenn man da für bestimmte Features wie z.B. die Synchronisation extra Optionen kaufen muss. Diese Optionen brauchen zwar keinen Steckplatz, aber doch immerhin jeweils einen oder mehrere Slot(s) im Gehäuse, das sollte man bedenken.

Unsynchronisiert würde ich derartige Technik im Studiobetrieb nicht einsetzen. Erst durch den Einsatz einer ordentlichen Synchronisierung aller Digitalquellen und -zuspieler und evtl. Mixer kannst du wirklich störungsfrei (bezogen auf digitale Audioströme) arbeiten. Das ist ein teurer Spaß und erfordert eine Menge Planungsarbeit um die Infrastruktur auf ein solides Fundament zu setzen. Deshalb hatte ich auch z.B. in einem vorherigen Beitrag von einem Masterclock Generator geschrieben. Immer besser. sowas "zentral" zu haben. So kannst du dann jederzeit beliebige Komponenten zur Infrastruktur hinzufügen oder bei Bedarf (oder im Störungsfall) auch mal rausnehmen.

Möchtest du im Studiobetrieb auf eine Synchronisierung verzichten, dann ist AES/EBU unnötig, solange die Peripherie auch andere digitale Schnittstellen hat.

Gruß
Martin
 

Klaus12345

Mitglied
Unsynchronisiert würde ich derartige Technik im Studiobetrieb nicht einsetzen. Erst durch den Einsatz einer ordentlichen Synchronisierung aller Digitalquellen und -zuspieler und evtl. Mixer kannst du wirklich störungsfrei (bezogen auf digitale Audioströme) arbeiten. Das ist ein teurer Spaß und erfordert eine Menge Planungsarbeit um die Infrastruktur auf ein solides Fundament zu setzen. Deshalb hatte ich auch z.B. in einem vorherigen Beitrag von einem Masterclock Generator geschrieben. Immer besser. sowas "zentral" zu haben. So kannst du dann jederzeit beliebige Komponenten zur Infrastruktur hinzufügen oder bei Bedarf (oder im Störungsfall) auch mal rausnehmen.

Hallo Martin,

AES/EBU dürfte den Vorteil haben, dass man den DAC mit 24bit ansteuern kann, und damit sehr verlustarm die Lautstärke im Rechner reduzieren kann. Eine Synchronisierung mittel zentraler Clock würde ich bei nur einem Gerät nicht vorsehen. Grundsätzlich könnte man die Clock des DAC als Masterclock schalten und damit den Datenzustrom steuern (also den Word Clock Ausgang auf die AES/EBU Karte legen). Vermutlich wird das aber nicht einmal einen hörbaren Unterschied bringen, denn für Sync nutzten DACs (zus. mit PLL) ja effizient das Eingangssignal.
Highend-DACs wie der Forssell oder Lavry DA924 haben nicht einmal einen Clock-I/O...
Aber Du meinst ja vmtl. auch größere Studioaufbaus, die bei jedoch im WoZi nicht geplant sind.

Meine Praxistests muss ich leider um ein paar Wochen nach hinten verschieben, da ich gerne den Hilo von Lynx gleich mit testen möchte.

Liebe Grüße,
Klaus
 

Martin Schaefer

Administrator
Wenn du native 24bit Audioquellen (oder höher) auf dem PC hast, dann mag das Sinn machen. Super Audio CDs wären z.B. potentiell so ein Fall. S/PDIF kann zwar auch 24bit Audio übertragen, allerdings muss die Hardware das unterstützen. Kann evtl. mühsam sein, herauszufinden welche Hardware das mitmacht.
Hast du allerdings eh nur 16bit Audiodaten auf dem Rechner, dann macht ein Upsampling von 16bit auf 24bit für den Signalweg zum DAC keinen Sinn.

Die Synchronisationsmöglichkeit ist nur für Studioumgebung sinnvoll, genau.
Wenn mehrere digitale Audioquellen zusammenspielen müssen.

Gruß
Martin
 

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