Ton unbefriedigend bei Feuerwerk

Sempervivum

Erfahrenes Mitglied
Was die Software betrifft so habe ich inzwischen weiter gesucht und bin fündig geworden: In dieser Übersicht werden einige aufgeführt:
Kostenlose Kompressor Plugins: Top 8 VST für deine DAW ⋆ delamar.de
Ich habe TDR Kotelnikov und MeldaProduction MCompressor getestet. Beide lassen sich als Plugin in Audacity integrieren. Entschieden habe ich mich für MCompressor, dieser lässt keine Wünsche offen.

Auch das Diagramm mit dem Knie und die Wirkung der Regler verstehe ich jetzt besser.
 
Zuletzt bearbeitet:

Martin Schaefer

Administrator
Sorry für das späte Feedback, ich war ein wenig beschäftigt. Dein Ergebnis ist schon deutlich besser geworden und ich denke, es ist schon durchaus brauchbar. Ich vermute mal stark, dass du nicht vorhast, Toningenieur zu werden (das wäre ein recht langer Weg). Aber so als schneller Fix ist das was du gemacht hast absolut tauglich.

Falls du entgegen meiner Vermutung doch noch tiefer in die Materie einsteigen möchtest, hier noch ein kleiner Tipp zum Experimentieren:

Im Moment hast du ja das gesamte Frequenzspektrum mit dem Kompressor auf einmal bearbeitet. Das bedeutet, wenn du die hochfrequenten "Cracks" komprimierst, dann macht der Kompressor zeitgleich das selbe auch für die tiefen Frequenzen.
Wenn du nun aber dein Ausgangsmaterial kopierst, daraus also 2 Stereospuren machst, dann hast du zusätzliche Möglichkeiten. In der ersten Spur machst du einen Hochpassfilter (High Pass bzw. Low Cut EQ) bei z.B. 800Hz. Nun hast du in dieser Spur nur die höheren Frequenzen und kannst die so komprimieren, wei du es brauchst.
Im Gegensatz dazu machst du in der zweiten Spur einen EQ mit Low Pass bzw. High Cut ebenfalls bei 800Hz. Nun kannst du in dieser Spur die tieferen Frequenzen wie gewünscht komprimieren.
Letztlich dann natürlich beide Spuren zusammenmischen und schon hast du sozusagen "zu Fuß" deinen ersten, einfachen, selbsterstellten Multiband-Kompressor genutzt.
Natürlich gibt es Multiband-Kompressoren auch als Plugins. aber es schadet ja nicht, einfach mal einen "selbst erstellten" auszuprobieren um das Prinzip zu verstehen. :)

Ansonsten wünsch ich dir einfach mal weiterhin viel Spaß bei "dynamischen" Feuerwerken ... am geilsten sind sie eh LIVE :)

Cheers
Martin
 

Sempervivum

Erfahrenes Mitglied
Hallo Martin, danke für die weiteren Erläuterungen. Ja, das stimmt, ein Video, auch ein sehr gutes von Profis, kommt an das Lifeerlebnis nicht heran.
Ich habe ein wenig gesucht und einen Multiband-Equ-Compressor gefunden und zwar TDR Nova, kostenlos und scheint für den Einstieg ganz gut geeignet zu sein. Ich habe ihn installiert und erste Versuche gemacht, zunächst, wie von dir vorgeschlagen, mit zwei Frequenzbereichen. Ich kann diese Plugins übrigens problemlos auch in meiner Videobearbeitung, VDL 2016 Premium, verwenden und muss nicht den Umweg über Exportieren nach WAV und Bearbeiten mit Audacity gehen.
Nicht nur darüber war ich bei VDL erfreut, sondern auch, dass die Entzerrung meiner Fisheye-Optik und Drehen möglich war.
Übrigens hatte oben ja @Technipion vorgeschlagen, nicht die Musik vom Video zu bearbeiten sondern die Originalmusik darüber zu legen. Meine Einwände dazu, Identifizieren und Urheberrecht, haben sich inzwischen weitgehend zerstreut: Bei Hannover habe ich bei dem Video von Radio21 eine komplette Titelliste gefunden und im Feuerwerksforum schrieb jemand, dass es bei den Profis die Regel sei, dass die Titel beim Veranstalter angemeldet werden, d. h. eigentlich müsste man sie erfragen können. Ich habe aber nicht vor, die Videos noch Mal zu beginnen.
Nochmals vielen Dank für deine ausführlichen Erläuterungen und beste Grüße
Ulrich
 

Sempervivum

Erfahrenes Mitglied
PS: Inzwischen habe ich ein wenig ausführlicher mit den zwei Bändern experimentiert. Wahrscheinlich sind meine Ohren nicht geschult genug, denn ich konnte keine nennenswerte Verbesserung gegenüber dem einfachen Kompressor heraus hören.
Auch einen Limiter habe ich mir besorgt: LimitedZ von LVC-Audio. Dieser hat nur wenige Regler, und ist damit nichts für Profis, aber gut für Einsteiger wie mich. Er setzt gleich den Pegel herauf, wenn man begrenzt und man kann mit wenigen Handgriffen ein akzeptables Ergebnis erzielen.
 

Martin Schaefer

Administrator
Hi nochmal, ich hab mir mal 10 Minuten Zeit genommen und das Ding gemastered.
Wäre jetzt bissel zu kompliziert, dir exakt zu sagen, was ich gemacht habe, aber so als Zusammenfassung der Tools (nicht die Reihenfolge):

3 x EQ
2 x Multiband-Compressor
3 x Compressor
2 x Limiter
1 x Brickwall-Limiter

Wie gesagt, ich hab da schon ne Menge dran "rumgebogen", unter anderem auch Mid-Side Bearbeitung.
Ich will eigentlich nur demonstrieren, dass man schon ne Menge machen kann ... das dauert aber eben leider, sowas zu lernen. :)

Fireworks - Mastered - Demo

Hauptziel war, das "Kopfkissen" vom Sound zu nehmen, deutlich mehr "Klarheit" reinzubringen.
 

Sempervivum

Erfahrenes Mitglied
Hallo Martin, das ist ja gewaltig, sowohl der Aufwand als auch das Ergebnis. Vielen Dank, dass Du dir die Mühe gemacht hast. So tief werde ich aber nicht dabei einsteigen, weil das Filmen und die Bearbeitung des Tons bei mir nur ein Nebenschauplatz ist. Unabhängig davon und von Feinheiten bei deiner Bearbeitung würde es mich aber interessieren, was der Knackpunkt dabei war. Die Spitzen der Knallerei liegen bei dir ja nur wenig über dem Pegel der Musik. Limiter stärker einstellen? Oder den Faktor bei der Komprimierung höher?
Beste Grüße - Ulric
 
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