Raid Platten in neuen Rechner


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Sprint

Erfahrenes Mitglied
Hallo zusammen,

nach ein paar Vortests möchte ich jetzt mit einem alten Rechner, der hier noch rumsteht, einen Fileserver aufbauen. Da kommen zwei zu einem RAID 1 verbundene Platten rein. Da das neue Platten sind, ist die Wahrscheinlichkeit, daß der Rechner selbst früher die Grätsche macht, nicht zu vernachlässigen.

Was passiert in dem Fall? Kann ich die Platten dann in einen anderen Rechner stecken und lustig weitermachen oder wie muß ich dann vorgehen?
 

Zvoni

Erfahrenes Mitglied
Welches OS? Welches FS?

EDIT: Ist das RAID gleichzeitig auch die System-Platte, oder hast du sda=System, sdb+sdc=RAID1?
 
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Sprint

Erfahrenes Mitglied
Da das jetzige Gehäuse keine Festplatte hat, wäre das RAID auch die System Platte. Durch die Frage kommt mir der Verdacht, daß der andere Aufbau besser wäre, aber das habe ich noch nie probiert.

Als OS hatte ich Ubuntu Server vorgesehen. Es ist aber alles noch in Planung, läßt sich also noch ändern.
 

Zvoni

Erfahrenes Mitglied
Hmmmm.... würde eher darauf gehen, sda=System, sdb+sdc=Raid.
Falls in dem Fall der Kübel abkachelt und sda mitnimmt, sind sdb/sdc "unbeschädigt".
Für nen FileServer reicht für sda dann ne kleine Platte (bei mir im Büro habe ich "stapelweise" alte 40GB-Platten).

Ich habe bei uns im Verein zwei File-Server in dieser Config (sda=System, sdb/sdc als Datenhalde - Siehe auch meinen "Abenteuer"-Thread hier im Unix-Forum).

Jedoch habe ich FreeBSD als OS und UFS als FS genommen.
Theoretisch (habs noch nie gemacht, hab aber gesehen, dass viele das machen) kannst du auch nen USB-Stick als sda deklarieren, und vom Stick booten. Falls der Stick abraucht (oder du ihn neben einem starken Magneten liegen lässt *g*), einfach den Backup-Stick einstöpseln, booten, fertig.

Wie willst du exportieren? Samba oder NFS?

EDIT: Ubuntu Server habe ich nie was gemacht mit (hab aber meine Erfahrungen mit Ubuntu/Debian Desktop). Bei FreeBSD kann ich dir helfen, weil die config von FreeBSD für den uninitiierten am Anfang doch etwas frickelig ist.
Andererseits ist mit FreeBSD ein Fileserver in ca. 30 Minuten aufgesetzt, sofern man die Schritte und config kennt.

EDIT2: Meine Recherche ergab: Ist das RAID eine "reine" Datenhalde (also kein OS drauf) ist eine Migration in andere Hardware zu 99,9999% kein Problem, solange das Ziel-OS das Filesystem versteht.

EDIT3: Unabhängig davon ob jetzt FreeBSD oder Ubuntu-Server: Definitiv "tmux" installieren!
Hat mir ein paar mal den Hintern gerettet, als ich aus ner SSH-Session rausgeflogen bin (Netzwerk-Unterbrechung)
 
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Sprint

Erfahrenes Mitglied
Ui ui, irgendwie hatte ich mir das einfacher erhofft. Als alter Mac User ist man die Tastatur einfach nicht gewohnt. Der Chef will wieder ein NAS anschaffen, aber das ist halt deutlich teurer als zwei Platten, und das bisherige Buffalo NAS war so langsam, da konnte man den Bits beim Wandern zusehen. Übergangsmäßig hat ein alter Mac Mini die Aufgabe übernommen und unsere User sind begeistert über die Geschwindigkeit. Aber da ist halt nur eine Platte drin und der soll eigentlich auch weg.

Wenn du ein BSD Tut für mich hast, würde ich das gerne mal probieren. Hab das mit Ubuntu unter VirtualBox ausprobiert und das hat auch super funktioniert. Nur die Anbindung an das lokale Netz hatte Probleme gemacht, hab das dann aber auch nicht weiter verfolgt.

Die Anbindung wird über Samba laufen, sind alles Mac, die darauf zugreifen.

Noch vergessen. Es muß möglich sein, Mac TimeMachine Backups darauf zu erstellen. Für Ubuntu gibt es eine Ergänzung, die das ermöglicht. Wie sähe das bei BSD aus?
 
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Zvoni

Erfahrenes Mitglied
Ja, Samba unter FreeBSD hat support für TimeMachine
Freshports - Samba 4.12
scroll mal nach unten zu "Configuration Options".
Configuration Options
===> The following configuration options are available for samba412-4.12.7:
ADS=on: Active Directory client(implies LDAP)
AD_DC=on: Active Directory Domain Controller
CLUSTER=off: Clustering support
CUPS=off: CUPS printing system support
DEVELOPER=off: With developer framework(implies NTVFS)
DOCS=on: Build and/or install documentation
FAM=on: File Alteration Monitor
GPGME=off: GpgME support
LDAP=on: LDAP client
MANDOC=off: Build manpages from DOCBOOK templates
NTVFS=off: Build *DEPRECATED* NTVFS file server
PROFILE=on: Profiling data
QUOTAS=on: Disk quota support
SPOTLIGHT=off: Spotlight server-side search support
SYSLOG=on: Syslog logging support
UTMP=on: UTMP accounting
====> VFS modules
FRUIT=on: MacOSX and TimeMachine support
GLUSTERFS=off: GlusterFS support
====> GSSAPI Security API support: you have to select exactly one of them
GSSAPI_BUILTIN=on: GSSAPI support via bundled Heimdal
GSSAPI_MIT=off: GSSAPI support via security/krb5
====> Zero configuration networking: you have to select exactly one of them
ZEROCONF_NONE=off: Zeroconf support is absent
AVAHI=on: Zeroconf support via Avahi
MDNSRESPONDER=off: Zeroconf support via mDNSResponder
====> DNS frontend: you can only select none or one of them
NSUPDATE=off: Use samba NSUPDATE utility for AD DC
BIND911=off: Use Bind 9.11 as AD DC DNS server frontend
BIND916=off: Use Bind 9.16 as AD DC DNS server frontend
===> Use 'make config' to modify these settings

Ich sage ja nicht, dass du FreeBSD nehmen sollst, nur dass ich damit für einen FileServer gute Erfahrungen gemacht habe. Und Server wirst du in der Regel immer meistens eh auf der Konsole arbeiten

Zum Thema Tutorial: Die reine Installation von FreeBSD ist im Prinzip in 5 Minuten erledigt, und mehr oder weniger selbsterklärend. Die Arbeit beginnt danach.
Sollest du dich für FreeBSD entscheiden, auf keinen Fall ZFS für die Datenplatten nehmen. ZFS unter FreeBSD durch Samba zu exportieren geht zwar, macht aber keinen Spass (Müsste es selbst mal wieder ausprobieren. Ich hatte es mal hinbekommen, aber ist halt nicht intuitiv).
Nachteil: Hat man ZFS, kannst du per Cronjob ganz bequem per zfs-snapshot backups erstellen lassen. Nimmt man aber nicht ZFS, tja.....

Probiers mal in einer Virtualbox aus. Du würdest dich aber halt mit der Konsole anfreunden müssen.

Download

FreeBSD-12.1-RELEASE-amd64-disc1.iso nehmen, mit dd-Befehl (oder unter Windows nehme ich Rufus) auf nen Stick brutzeln, und Attacke.
oder eben in VirtualBox die ISO im CD-LW einhängen und Feuer frei...

EDIT: Falls du dich doch für Linux entscheiden solltest, würde ich aber eher Debian anstatt Ubuntu nehmen.
Canonical hat meinem Geschmack nach, zuviel seit 18.04 LTS verbockt.
 
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Sprint

Erfahrenes Mitglied
Super, vielen Dank, du hast mir schon mal ne Menge geholfen. Werde mich jetzt mal ans Testen machen.
 
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