IDE Festplatte nicht erkannt (ServerWorks CSB5) nach nfs Netzwerk-Boot

lukelukeluke

Erfahrenes Mitglied
Hallo,
Kurz meine Umgebung: Hab einen Server (Debian Squeeze 2.6er mit dhcp server und nfs Server, stellt ein Debian Sarge für Netzwerkboot zur Verfügung) und einen Client (Cobalt Raq 550, bootet das Sarge base system über nfs). Leider erkennt der Client nch erfolgreichem Netzwerkboot und Login seine IDE HDD nicht. Hab mehrere HDDs probiert und obwohl von dieser HDD gebootet werden könnte (ist also kein Firmware / Rom Problem). Wenn der Client mit Sarge übers Netzwerk gestartet ist, liefert dmesg u.A.:
Code:
ServerWorks CSB5: IDE controller on PCI bus 00 dev 79
ServerWorks CSB5: chipset revision 146
ServerWorks CSB5: native mode: will probe irqs later
    ide0: BM-DMA at 0xfcb0-0xfcb7, BIOS settings: hda:DMA, hdb:DMA
    ide1: BM-DMA at 0xfcb8-0xfcbf, BIOS settings: hdc:DMA, hdd:DMA
hda: ST340014A, SN=5JXGYGZZ, FWREV=8.16, ATA DISK drive
hda: 78125000 sectors (40000 MB) w/2048KiB Cache, CHS=77504/16/63, UDMA(100)
Partition check:
 hda: [PTBL] [4863/255/63] hda1
natsemi.c:v1.07 1/9/2001  Written by Donald Becker <becker@scyld.com>
  http://www.scyld.com/network/natsemi.html
  (unofficial 2.4.x kernel port, version 1.07+LK1.0.15, Jan 14, 2002  Jeff Garzik, Tjeerd Mulder)
SCSI subsystem driver Revision: 1.00
md: linear personality registered as nr 1
md: raid0 personality registered as nr 2
md: raid1 personality registered as nr 3
md: raid5 personality registered as nr 4
raid5: measuring checksumming speed
   8regs     :  1392.000 MB/sec
   32regs    :   908.800 MB/sec
   pIII_sse  :  2038.000 MB/sec
   pII_mmx   :  2249.600 MB/sec
   p5_mmx    :  2391.600 MB/sec
raid5: using function: pIII_sse (2038.000 MB/sec)
md: md driver 0.90.0 MAX_MD_DEVS=256, MD_SB_DISKS=27
md: Autodetecting RAID arrays.
md: autorun ...
md: ... autorun DONE.
Leider scheint aber trotzdem keine HDD erkannt, fdisk -l gibt nichts zurück und in /dev/ ist weder was mit /dev/hda, /dev/sda oder /dev/md zu sehen. Aber irgendwie hat er den Controller irgendwie doch erkannt? lspci gibt u.A. das aus:
Code:
0000:00:00.0 Host bridge: ServerWorks CNB20LE Host Bridge (rev 06)
0000:00:00.1 Host bridge: ServerWorks CNB20LE Host Bridge (rev 06)
0000:00:0f.0 Host bridge: ServerWorks CSB5 South Bridge (rev 92)
0000:00:0f.1 IDE interface: ServerWorks CSB5 IDE Controller (rev 92)
Liegt es vielleicht daran, dass ein lsmod das ergibt:
Code:
Opening /proc/modules: No such file or directory
?
Was muss man bei einem übers Netzwerk gebooteten Client machen oder am Base-System auf dem Source Server machen, das dieser die IDE-driver richtig hinkriegt?
Vielen Dank für die Inputs!
 

lukelukeluke

Erfahrenes Mitglied
Hoi dt,

Jo sieht so aus. Also das macht Linux beim start automatisch?! ls /dev gibt:
Code:
MAKEDEV  audio3    dsp1  initctl  loop2  loop7	 midi02  mixer	     mpu401stat  pts	ram11  ram16  ram6    rmidi0	 shm	 sndstat  tty0
agpgart  audioctl  dsp2  kmem	  loop3  mem	 midi03  mixer1      null	 ram	ram12  ram2   ram7    rmidi1	 smpte0  stderr   urandom
audio	 console   dsp3  log	  loop4  midi0	 midi1	 mixer2      port	 ram0	ram13  ram3   ram8    rmidi2	 smpte1  stdin	  xconsole
audio1	 core	   fd	 loop0	  loop5  midi00  midi2	 mixer3      ppp	 ram1	ram14  ram4   ram9    rmidi3	 smpte2  stdout   zero
audio2	 dsp	   full  loop1	  loop6  midi01  midi3	 mpu401data  ptmx	 ram10	ram15  ram5   random  sequencer  smpte3  tty
Und ls /proc gibt:
Code:
1   13	17   236  254  283  4  8	cobalt	 driver       hostid	  ioports  lcd	    meminfo  net	 self	       swaps	uptime
10  14	2    241  268  284  5  9	cpuinfo  execdomains  ide	  irq	   loadavg  misc     partitions  serialnumber  sys	version
11  15	201  248  270  285  6  bus	devices  filesystems  interrupts  kcore    locks    mounts   pci	 slabinfo      sysvipc
12  16	204  251  272  3    7  cmdline	dma	 fs	      iomem	  kmsg	   mdstat   mtrr     scsi	 stat	       tty

Habe das base-system auf dem Source Server (192.168.1.60) installiert mit folgenden Befehlen:
Code:
debootstrap --arch i386 sarge /nfsroot-x86 http://archive.debian.org/debian-archive/debian/
echo '/nfsroot-x86    192.168.1.60/255.255.255.0(rw,no_root_squash)' >> /etc/exports
/etc/init.d/nfs-user-server restart
Dann dort drin nach Anleitung einige Anpassungen gemacht, zB fstab editiert:
Code:
192.168.1.60:/nfsroot-x86    /      nfs   defaults  0  0
proc                        	/proc  proc  defaults  0  0

Nicht nur das ich keine HDD sehe ist komisch, müsste nicht lsmod was anderes als das folgende ausgeben?:
Code:
Opening /proc/modules: No such file or directory

Hab ich noch was vergessen bevor dem Boot vom Netzwerk?
Wird mein System, das über Netzwerk bootet nicht mit den nötigen Treibern versorgt, müssten die als Module zur Verfügung gestellt werden, zB für den IDE Controller (ServerWorks CSB5)? Dachte eigentlich immer, dass dieses debootstrap alles nötige installiert....

Vielen Dank für deine Hilfe!
 

lukelukeluke

Erfahrenes Mitglied
Was mir noch eingefallen ist: Ist es ein Problem, dass mein nfs Source-Server Debian Squeeze ist und ich aber Debian Sarge für den Netzwerkboot anbiete, also mit dem Debootstrap installiert habe? Mache dies weil ich ziemlich sicher bin, dass meine Hardware damals mit Sarge funktioniert hat und ich erst dies versuchen möchte - wenns geht danach natürlich mit Squeeze probieren...
 

deepthroat

Erfahrenes Mitglied
Hi.
Jo sieht so aus. Also das macht Linux beim start automatisch?!
Es wird nur das "automatisch" gemacht, was das init Skript ausführt.

ls /dev gibt:
...
Und ls /proc gibt:
Die Verzeichnisses existieren schon mal. Aber was ist jetzt genau gemountet? => "mount"

Nicht nur das ich keine HDD sehe ist komisch, müsste nicht lsmod was anderes als das folgende ausgeben?:
Code:
Opening /proc/modules: No such file or directory
Ja, müßte es eigentlich.

Normalerweise sollte udev laufen ("ps -ef|grep udev") und die Geräte in /dev kreieren.

Man kann die Gerätedateien aber auch manuell anlegen:
Bash:
cd /dev
./MAKEDEV hda
./MAkEDEV hda1

Gruß
 

lukelukeluke

Erfahrenes Mitglied
Normalerweise sollte udev laufen ("ps -ef|grep udev") und die Geräte in /dev kreieren.

Man kann die Gerätedateien aber auch manuell anlegen:
Bash:
cd /dev
./MAKEDEV hda
./MAkEDEV hda1

Hey, danke für den Input, das hat mich auf den richtigen Weg gebracht!

Die Geräte existierten zwar grösstenteils und udev lief, aber ich musste trotzdem noch einige hinzufügen. Habe dann herausgefunden wie man die hdds erstellt:

Code:
cd /mnt/dev
mknod hda b 3 0
mknod hda1 b 3 1
mknod hda2 b 3 2
mknod hda3 b 3 3
mknod hda4 b 3 4
mknod hda5 b 3 5
mknod hda6 b 3 6
mknod hda7 b 3 7
mknod hda8 b 3 8
mknod hdb b 3 64
mknod hdb1 b 3 65
mknod hdb2 b 3 66
mknod hdb3 b 3 67
mknod hdb4 b 3 68
mknod hdb5 b 3 69
mknod hdb6 b 3 70
mknod hdb7 b 3 71
mknod hdb8 b 3 72
mknod hdc b 22 0
mknod hdc1 b 22 1
mknod hdc2 b 22 2
mknod hdc3 b 22 3
mknod hdc4 b 22 4
mknod hdc5 b 22 5
mknod hdc6 b 22 6
mknod hdc7 b 22 7
mknod hdc8 b 22 8
mknod -m 660 ttyS0 c 4 64
mknod -m 660 ttyS1 c 4 65

Und unten auch noch gleich ttyS0 und ttyS1 serial ports...