CPU nach Übertaktungsversuch/Reinigungsversuch zu heiß

Hi,
ich melde mich nach einiger Zeit der Abwesenheit auch mal wieder zu Worte. Leider mit einem Problem.

Auf den Rat eines Freundes habe ich mir vor ein paar Tagen Battlefield 3 zugelegt und musste leider feststellen, dass mein PC doch nicht so leistungsfähig ist, wie ich zuvor angenommen hatte.

Weil das Geld jetzt aber leider schon weg war und ich trotzdem gerne spielen wollte, habe ich mich mal ans Übertakten meiner CPU (Intel E5300 @ 2.6GHz; 200*13) gewagt.
Ich konnte leider zuvor keine eindeutige maximale Temperatur für CPUs recherchieren und habe deswegen vor meinen Tests Prime95 laufen lassen und dabei eine maximale Temperatur von 59°C (nicht übertaktet) mit CoreTemp gemessen, was mir bereits realtiv viel vorkam. Jedenfalls Hatte ich mich sicherheitshalber bei 3,33GHz (266*12.5) eingependelt und damit eine Temperatur von ca. 65°C erreicht.
Gestern habe ich dann scheinbar einen Fehler begangen und versucht das Innere meines PCs zu säubern. Dabei habe ich dummerweise etwas zu fest an den Kühllamellen gerüttelt, worauf die Temperatur bei Volllast noch weiter stieg. Deswegen habe ich mir heute neue Wärmeleitpaste gekauft, den Kühler neu auf den Prozessor aufgesetzt und den PC zurückgetaktet. Jetzt erreiche ich sogar eine Temperatur von 70°C! Testweise habe ich jetzt die Spannung der CPU unter den Standardwert gesetzt und mit einer niedrigeren Temperatur gerechnet. Ganz im Gegenteil, die Temperatur steigt jetzt auf 75°C an!
Auch ein zweiter Versuch mit nochmals neuer Wärmeleitpaste hat das Problem nicht behoben.

Ich weiß, dass die Temperaturen viel zu hoch sind und frage mich auch, ob nicht selbst 59°C ohne Übertaktung schon zu viel sind, aber trotzdem habe ich nun halt das Problem und absolut keine Lösung. Besonders verwunderlich finde ich, dass die CPU mit einer niedrigeren Spannung doch eine größere Hitze produziert, was meines Wissens genau andersrum sein sollte.

Ich hoffe ihr habt einige nette Tipps für mich! :)
 

genodeftest

Erfahrenes Mitglied
Vielleicht ist die Wärmeleitpaste falsch drauf (sollte etwa 100?m=0,1mm dick sein), der Kühlkörper schief oder der Lüfter nicht richtig montiert/angeschlossen. Meine CPU (Core i5 650) wird im Betrieb nicht über 45°C warm und hat nominell sogar etwas mehr Verlustleistung als deine. Laut http://ark.intel.com/products/35300...r-E5300-2M-Cache-2_60-GHz-800-MHz-FSB?q=E5300 ist deine CPU für 74,1°C spezifiziert, d.h. wenn du diese Temperatur überschreitest musst du mit Fehlverhalten und dauerhafter Schädigung rechnen.
Was du auch nicht vergessen solltest ist, dass deine CPU Energiesparmodi unterstützt, die beim Übertakten teilweise oder ganz deaktiviert werden – deswegen könnte die CPU bei niedriger Last mehr Energie verbrauchen.
 

pixographix

Grünschnabel
Hi,

ganz ehrlich bei solchen Temperaturen würde ich die Kiste aus lassen. Dein CPU nimmt ansonsten nur schaden. Würde mir an deiner Stelle einen guten/leistungsstarken CPU-Lüfter kaufen sobald du wieder Geld zur verfügung hast. Das klappt auf alle Fälle. Mein Kollege hatte nämlich ein ähnliches Problem wie du.

Grüße
 

mtronics

Mitglied
Hi stain,

falls du einen mitgelieferten Boxed-Lüfter verwendest, solltest du ihn, wie pixographix schon sagte, am besten durch einen leistungsfähigeren ersetzen, da Boxed-Lüfter auf keinen Fall für Übertaktung taugen. Außerdem kann die von CoreTemp errechnete Temperatur manchmal von der tatsächlichen abweichen. Wenn möglich solltest du die CPU-Temperatur im BIOS überprüfen.

Ich hoffe, ich konte dir helfen.

MfG,
mtronics