Zahlungsmöglichkeit: Auf Rechnung

proloser

Erfahrenes Mitglied
Hallo,
ich möchte eine Online-Dienstleistung anbieten bei dem ich Partner und Kunden habe.

Partner -> wirbt für meine Dienstleistung und erählt Provisionen
Kunde -> nimmt Dienstleistung bei mir über den Partner in anspruch


Da ich bei Zahlungsausfällen, ich sage mal keine große Finanziellen verlust habe, biete ich die beliebteste Zahlungsmöglichkeit auf Rechnung an.

Kann ich in der AGB festlegen, damit Partner nur die Provisionen ausbezahlt bekommen, die der Kunde auch wirklich bei mir bezahlt hat?

Sollte ich als österreicher nur innerhalt Österreich die Zahlungsmöglichkeit auf Rechnung anbieten?

Freue mich auf eure Informationen :)

Mit freundlichen Grüßen
proloser
 

GFX-Händchen

Erfahrenes Mitglied
Ich weiß nicht, wie es in Österreich ist, aber in DE gilt das BGB wenn keine AGB vorhanden sind.
In diesem Zusammenhang würde ich als DE'ler im BGB schaun was zu Provisionen oder dergleichen drin steht und meine AGB dann dementsprechend schreiben.;)

Also schau was bei dir in Österreich ohne AGB gelten würde und schau was dann zu Provision darin steht.

Mal abgesehen von deinen AGB......
Warum machst du nicht mit deinen Partnern einen extra Vertrag in dem drin steht wann sie die Provision auch tatsächlich erhalten?:confused:
 

Dr Dau

ich wisch hier durch
Hallo!

Ich kann auch nur für DE sprechen, ich denke aber mal dass es bei euch nicht viel anders aussehen wird.
Kann ich in der AGB festlegen, damit Partner nur die Provisionen ausbezahlt bekommen, die der Kunde auch wirklich bei mir bezahlt hat?
Können kannst Du alles, nur ob es rechtlich auch standhält ist eine andere Sache. ;)
Auf der einen Seite würde ich sagen dass der Partner seine "Pflicht" erfüllt hat und somit einen Anspruch auf die Provision hätte, unabhängig davon ob der Kunde Dich bezahlt hat oder nicht.
Schliesslich ist das Geschäft bereits abgewickelt, der Kunde hat seine Ware inkl. der Rechnung bekommen.

Auf der anderen Seite würde ich aber auch sagen dass das Geschäft auch im Nachhinein platzen könnte.
Kurzform: der Kunde zahlt nicht, Du leitest die Zwangsvollstreckung ein, die Ware wird zu Dir zurückgeführt.
Somit ist das Geschäft nicht zustande gekommen und der Partner hätte keinen Anspruch auf die Provision.
Ist aber nur meine persönliche Meinung.
Ich würde Dir zu einer kompetenten Rechtsberatung raten.
Sollte ich als österreicher nur innerhalt Österreich die Zahlungsmöglichkeit auf Rechnung anbieten?
Zumindest bei uns sieht es so aus dass wenn der Kunde ein privater Kunde ist, dessen Wohnort als Gerichtsstand gilt.
Bei einem schriftlichen Gerichtsverfahren spielt es noch keine sonderliche Rolle.
Kommt es aber zu einem mündlichen Verfahren, können die damit verbundenen Kosten (Reisekosten, Übernachtungskosten etc. --> auch für Deinen Anwalt) u.U. nicht unerheblich sein.
Im schlimmsten Fall übersteigen diese Kosten den Warenwert um ein Vielfaches.

Fazit: um das Risiko zu minimieren würde ich "auf Rechnung" daher nur "vertrauenswürdigen" Kunden anbieten. ;)

Gruss Dr Dau

PS: dieses ist keine Rechtsberatung, sondern spiegelt nur meine persönliche Meinung wider.