Wir benötiugen noch 3d Grafiker für unser Projekt....jemand interesse ?

gut..missverständniss aus dem weg geräumt... :D

Sorry , bin wohl heute etwas mit dem falschen bein aufgestanden...allerdingens bin ich so neu nun auch wieder nicht, ich besuche seit jahren dieses Forum , immer auf der suche nach tuts und hilfen , allerdingens bin ich sonst a ganz stilla .

Zum Thema Zeichnungen usw. Wir sind momentan dabei die seite rundum zu erneuern , es werden halt noch neue Sektionen hinzukommen , darunter Biografien und Storyauszüge. Wenn du willst , kann ich euch einen "kleinen" auszug geben...

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Ein sanfter kühler Hauch wanderte dicht am Boden über die marmornen Kacheln des riesigen Saales und schlängelte sich zwischen den Beinen der Anwesenden durch den Raum. Die unsichtbare Brise bahnte sich ihren Weg zwischen den zahlreichen Kabeln hindurch, die sich von den vielen Fernsehkameras aus in den hinteren Teil des Raumes schlängelten um einer der großen Apparaturen zu verschwinden, die an der hinteren Wand aufgestellt worden waren. Das Surren dieser Verteileranlagen und Kontrollstationen auf denen die Logos der weltweit größten und bedeutendsten Fernsehsender zu erkennen waren, übertönte zwar das sanfte Rauschen der hart arbeitenden Klimaanlage, hielt sich jedoch in einem angenehmen Rahmen um die Anwesenden nicht zu belästigen. Hier und da huschte ein eifriger Kabelträger durch den Saal um eine der widerspenstigen Kabelschlangen zu bändigen und sie so gut es ging zur Seite zu schieben, um die Menge davor zu bewahren, darüber zu stolpern oder daran hängen zu bleiben, was darin resultieren könnte, den elegant polierten Boden nach einem unangenehmen und sicherlich schmerzlichen Sturz näher kennen zu lernen.

Dieser blitzblanke, bemerkenswerte Boden war dennoch absolut adäquat zum restlichen Interieur und auch zur imposanten Größe des Raumes. Die edle Holzvertäfelung der hohen Wände war absolut ohne Fehl und Tadel und spiegelte nicht nur die ehrwürdige Erhabenheit des Saales wieder, sondern gewährte dem geneigten Betrachter auf ihrer makellos polierten Oberfläche auch einen Blick auf die kunstvoll dekorierte Decke, die hoch über den Köpfen der Leute mit wundervollen Fresken und zahlreichen, imposanten, riesigen Kronleuchtern eine derartige Erhabenheit auszustrahlen schien, dass man meinen könnte, dass sie alleine würdig wäre, dass Firmament, die Sonne, den Mond und die Sterne zu beherbergen. Des öfteren konnte man erkennen, wie die Leute mit ihrem anfänglich flüchtigen Blick die Decke streiften und alsbald an ihr hängen blieben, bewundernd und erstaunt zugleich, ob der Anziehungskraft die sie auf den Betrachter ausstrahlte.

Nicht weniger eindruckvoll waren die übrigen Einrichtungsgegenstände. Zahlreiche Gemälde in luxuriös ausgearbeiteten Rahmen verzierten die Wände und erfreuten mit verschiedensten Motiven jeden, der nicht der Kunst völlig abgeneigt war. Ob wüste, aber dennoch detaillierte Schlachtengemälde, beruhigende, weitläufige Landschaftsmalereien oder ehrwürdige, beinahe lebensechte Portraits, alles war vertreten. Das Zusammenspiel der einzelnen Gattungen, die Komposition der verschiedenen Genres, schien genau aufeinander abgestimmt, nicht jedoch statisch und zwanghaft, sondern vielmehr fließend und wohlüberlegt.

In den Zwischenräumen standen bisweilen blank polierte, makellos erhaltene Ritterrüstungen aus den verschiedensten Epochen des Mittelalters. Sie blickten regungslos durch die Visiere ihrer schweren, meist aufwendig verzierten Helme in den Raum und alleine die Anwesenheit dieser stummen, ehrvollen Krieger mit ihren blitzenden Schwertern, Lanzen, Schilden und Harnischen schien für eine gewisse Ordnung im Raum zu sorgen, wenn auch die Leute sie nach dem anfänglichen, erstaunten Bewundern nicht mehr bewusst wahrnahmen oder sie gar als unangenehm oder bedrohlich empfanden. Wort- und bewegungslos standen sie auf ihren Podesten aus edelstem Holz und hielten dennoch den Eindruck aufrecht, dass sich hinter den silbernen Brustplatten und ledernen Harnischen tatsächlich lebende Menschen verbergen könnten.

Auch waren an den Seiten ab und zu kleine, unscheinbare Vitrinen zu erkennen, die auf Säulen von schwarzem Marmor fußten. Ihr Inhalt fügte sich voll und ganz in das übrige Erscheinungsbild des Saales ein. Altertümliche Münzen, gefertigt aus unterschiedlichen Legierungen, mannigfaltig geprägt, hoben sich bei jedem Lichtstrahl der sie traf mit einem güldenen oder silbrigen Glänzen von den Samtkissen ab, auf denen sie ordentlich platziert worden waren. Kunstvolle Kelche, Krüge und Bestecke, ebenfalls aus edelsten Materialien, reflektierten das Licht der Kronleuchter, das sie beschien. Überboten wurde dies nur noch von den antiken Schmuckstücken, meisterliche Feinschmiedearbeiten aus unterschiedlichsten Kulturen, die ausgebreitet hinter dem Glas der Vitrinen den Betrachter faszinierten und ihm doch, wie beinahe alles andere an diesem Ort, absolut unerreichbar erschienen. Bestärkt wurde dieses Gefühl durch die purpurne Absperrung, die sich vor den Kunstwerken entlang der Wände schlängelte, sonst zumeist aus den Museen bekannt, welche dezent aufforderte einen gewissen Abstand zu den unglaublichen Stücken zu wahren.

Fenster hatte der Raum keine, was sich angesichts der schwülen Hitze des heutigen Tages als großer Vorteil verbuchen ließ, denn so hatte die warme, stickige Luft keine Möglichkeit von außen in den Saal zu gelangen, zumal die große Eingangstüre inzwischen geschlossen worden war, nachdem man sich der Anwesenheit aller versichert hatte. Für die nötige Frischluft und eine angenehme, erfrischend kühle Atmosphäre innerhalb des Saales sorgte die Klimaanlagen, die gut versteckt, um nicht das perfekte Erscheinungsbild des Raumes zu stören, der Natur die Macht über die Temperatur und Luftfeuchtigkeit entrissen hatte, und nun begleitet von einem sanften, kaum hörbaren Surren ihre Arbeit verrichtete.
 
Langsam begannen sich die Menschentrauben, die sich um die verschiedenen Sehenswürdigkeiten des Saales gebildet hatten, aufzulösen. Das Gemurmel, welches bis dahin mit dem Surren der Klimaanlage und dem der Technik im hinteren Teil des Raumes konkurriert hatte, löste sich allmählich in eine Ansammlung von sporadischen Gesprächsfetzen und letzten, hastig gewechselten Worten, als die Leute anfingen, sich in der Mitte des Saales zu versammeln, in einigem Abstand zu dem Rednerpult, welches zwar angestrengt versuchte, sich in das ehrwürdige Erscheinungsbild des Saales einzufügen, jedoch ähnlich unpassend wirkte, wie die riesige Leinwand, die direkt neben dem Pult aufgebaut worden war. Zwar hatte man versucht, das Design dieser beiden Dinge so gut es eben ging dem des Saales anzupassen, allerdings vereitelte die klaffende Kontroverse zwischen Technik und Tradition diesen Versuch. Den Sitzgelegenheiten, silbernen, modern anmutenden Stühlen mit schwarzen Rücken und -Armlehnen gelang es ob ihrer schlichten Elegant zumindest ein wenig besser. Aber auch bei ihrem Anblick bekam der Betrachter alsbald das Gefühl, dass die ehrenhafte Idylle, die den gesamten Raum auszufüllen schien wie ein unsichtbarer Nebel, gestört wird durch etwas, das trotz aller Bemühungen nicht den Anschein machte, in dieses Bild der Erhabenheit und Kunstfertigkeit zu passen.

Augenscheinlich unbeeindruckt von dieser tiefgründigen Tatsache begannen die Leute, sich entweder einen Platz zu suchen oder sich auf den Weg zu dem Kameras und Kontrollanlagen zu machen. Alsbald hatten sich alle an ihrer angestammten Position eingefunden, sei es auf den silbernen Stühlen vor dem Rednerpult, stehend hinter den Fernsehkameras oder an den Schaltpulten und Bedienelementen im hinteren Teil des Raumes. Alle warteten sie gespannt, die Neugier kannte keine Grenzen, weder bei den Journalisten, die zu ihrer Freude festgestellt hatten, dass die Stühle komfortabler waren, als das moderne Design und die verwendeten Materialien erahnen ließen, noch bei den Kameramännern, die gebannt in die Displays ihrer Arbeitsgeräte blickten, angestrengt und konzentriert um jedes wichtige Ereignis perfekt festhalten zu können, noch bei den Technikern, die dafür zu sorgen hatten, das es keine Komplikationen technischer Natur geben würde, welche die Übertragung in irgendeiner Weise stören konnten. Ein letztes Mal kontrollierten die Männer und Frauen, die auf den bequemen Sitzen vor dem Rednerpult Platz genommen hatten, ihre Kugelschreiber, PDA's und Aufnahmegeräte, um ein Versagen im entscheidenden Moment auszuschließen. Man hatte sie hierher eingeladen, ohne genauere Angaben, jedoch wurde ihnen klargemacht, dass es sich um etwas handeln würde, was zu verpassen sich niemand erlauben könnte, der im Informationsgewerbe mithalten wollte. Deshalb waren sie hier. Und deshalb stieg ihre Neugier ins Unermessliche als das Licht der Kronleuchter erlosch und zwei kleine Scheinwerfer die Beleuchtung des Rednerpultes übernahmen, von denen bisher keiner des Anwesenden Notiz genommen hatte, obwohl sie unmittelbar daneben standen. Ebenso wenig wie von der unscheinbaren Holztüre, unweit des Rednerpultes, die bei flüchtigem Blick mit der Holzvertäfelung zu verschmelzen schien. Jetzt allerdings machte sie sich mit einem leisen Klicken bemerkbar, gerade laut genug um das mechanische Surren zu übertonen und den Beginn eines neuen Zeitalters einzuläuten.

Der ältere Mann, der aus dem Halbschatten der Türe trat, war sichtlich gefordert mit dem Gang zum Rednerpult, welches immerhin einige Meter von der Türe entfernt war. Jedoch wirkten seine Bewegungen nicht gebrechlich, sondern vielmehr konzentriert und behutsam. Der Mann, der einen offensichtlich maßgeschneiderten, eleganten und zugleich kleidsamen dunklen Anzug trug, dazu eine dunkle Hose und eine bordeauxrote, seidene Krawatte, war von eben jener ehrvollen und erhabenen Ausstrahlung umgeben, die auch dem Saal selbst innewohnte. Zwar hatte die Zeit bereits ihren unaufhaltsamen, unausweichlichen Tribut eingezogen und seinen Körper geschwächt, doch war sein Geist, reflektiert durch seine forschenden, weisen und würdevollen Blick, ungebeugt und voller Tatendrang. Ein kurzes Knistern des Mikrofons läutete die bevorstehende Ansprache ein, als sich der Mann hinter das Pult stellte.

"Meine sehr geehrten Damen und Herren von der Presse, liebes Publikum an den Fernsehgeräten zuhause, ich darf sie ganz herzlich begrüßen zur Verkündung eines neuen Zeitalters." Seine Stimme war stark und klar und bestätigte den Eindruck der Weisheit und geistigen Jugend. Gebannt lauschten die Anwesenden seinen Worten, ohne dass auch nur ein einziges Geräusch die Präsentation störte. "Es ist nun etwa 30 Jahre her, dass ich ein Projekt ins Leben gerufen habe, das sich im Laufe der Zeit zum bisher größten Meilenstein in der Evolution der Computer- und Unterhaltungstechnik entwickelt hat. Ein Projekt von solchen Ausmaßen und solchem Potential hat es in der menschlichen Geschichte noch nicht gegeben. Verbunden mit unsäglichen Mühen, Anstrengungen und astronomische Kosten wurde etwas geschaffen, das mehr als nur eine Revolution im Bereich der elektronischen Forschung und Entwicklung bedeuten wird."

Kaum hatte er den Satz vollendet erwachte die riesige, nebenstehende Leinwand zum Leben. Die zahlreichen aufeinanderfolgenden projizierten Fotografien entfachte ein Gemurmel unter den Anwesenden Vertretern der Presse. Es waren schockierende Bilder, teils farbig, teils schwarz-weiß, einige wenige sogar aufgrund ihrer entsetzlichen Darstellungen durch Verpixelung zensiert. Kurz schwieg der Redner, dann fuhr er unter dem Gemurmel der Leute mit seiner Ansprache fort.

"Hass, Zerstörung, Krieg, Kriminalität, Mord, Naturkatastrophen. Diese schrecklichsten aller Übel tyrannisieren die Menschheit bereits seit ihrer Entstehung. Trotz aller Wissenschaft und Technik, die die größten Denker unserer Rasse entwickelt und perfektioniert haben, ist es uns nie gelungen, diese Missstände vollständig zu eliminieren." Zur allgemeinen Erleichterung verschwanden die grausamen Zeugnisse der dunkelsten Seite der Menschheit wieder von der Leinwand. "Doch nun, meine Damen und Herren, darf ich voller Stolz verkünden, dass wir diesem, ewigen Ziel aller unserer Bemühungen ein großen Schritt näher gekommen sind." Kaum hatte er diese Worte ausgesprochen, ging ein Raunen durch die Menge lauter als zuvor, diesmal als Zeichen der Neugier und ungläubigen Verwirrung unter den Anwesenden.
"Vor den besagten 30 Jahren habe ich weder Kosten noch Mühen gescheut um die weltweit besten Grafiker, Programmierer, Physiker, Biologen und Psychologen für ein Vorhaben zu begeistern, über dessen außerordentliche Bedeutung wir uns sehr bald im Klaren wurden. Dieses Eliteteam, alles in allem rund 150 Personen, arbeitete unaufhörlich an der Verwirklichung meines Konzepts. 30 harte, von vielen Rückschlägen und Widrigkeiten gespickte Jahre später, steht das Machwerk getragen von den Schwingen der rasanten technologischen Entwicklung unmittelbar vor seiner Vollendung. Meine Damen und Herren, ich präsentiere ihnen: Projekt VR, den ersten und dennoch gewaltigsten Schritt zur Perfektionierung der Menschheit."

Alles Licht im Saal erlosch und ein rasantes Intro flimmerte über die Leinwand, begleitet von einer eben so spritzigen und schnellen Hintergrundmusik. Verschiedenste Motive wechselte einander im pochenden Rhythmus der Musik ab. Fantastische, märchenhafte, bisweilen sogar surreale Welten wichen malerischen, idyllischen Landschaften, welche ihrerseits verdrängt wurden von abenteuerlich anmutenden, geheimnisvollen Gegenden. Zwischendurch konnte man immer wieder kurze Einspielungen von angestrengt wirkenden Programmieren vor ihren Monitoren erkennen, bisweilen schlich sich eine Entwurfsskizze oder eine frühe Computerstudie in das ekstatische Zucken auf der Leinwand. Plötzlich erlosch das Geschehen auf der Leinwand. Die Schwärze bedrohte einen Augenblick lang die Zuschauer mit ihrem dunklen, endlosen Schlund, als sie plötzlich ein blutroter Strahl durchbohrt, wie eine Lanze, die in die Eingeweide eines Ungeheuers gestoßen wurde. Eine rote, mit einem Gitter überzogene Weltkarte erschien auf der rechten Seite der Leinwand, die Ränder im Schatten verschwindend. Unverhofft, aber unbewusst von jedem erwartet ergriff eine tiefe, mysteriös wirkende Stimme das Wort während sich in dem Bild Buchstaben manifestierten: "Prepare to take the next step. Forget the last one. Get ready for a new kind of reality: Projekt: VR."

Wenig später erfüllte wieder Licht den Saal und schlug die Dunkelheit in die Flucht. Immer noch prangte das Logo von Projekt: VR in großen, weißen und roten Lettern an der Leinwand. Alle Blicke richteten sich nun wieder auf den Sprecher. Der alte Mann ließ seinen Blick kurz über die Gesichter der Anwesenden schweifen und stellte zufrieden den faszinierten und vor Neugier strotzenden Ausdruck in den meisten Gesichtern fest, denn er sich erhofft hatte.
 
Nun würde er ihnen ihre Unwissenheit nehmen, gleich würde er ihnen eröffnen, was es mit diesem geheimnisvollen Projekt auf sich hatte, das er dermaßen angepriesen hatte. Ein kurzes Grinsen huschte über seine alten, faltigen Gesichtszüge, welche für einen Augenblick das Aussehen einer bizarrer, hölzernen Grimasse anzunehmen schienen. Angesichts des Gedanken an seine Zuhörer, die ihn wenige Augenblicke später mit ihren ungläubigen Augen anglotzen würden, konnte er sich diesen kurzen amüsierenden Moment nicht verkneifen. Er griff zu dem Wasserglas, welches auf dem Rednerpult stand. Die blanke Neugier, die ihn aus den Augen der Anwesenden anstarrte genießend, nahm er einen großen Schluck von dem kühlen, erfrischenden Wasser. Er räusperte sich kurz un fuhr dann mit seiner Rede fort:

"Meine Damen und Herren, das was Sie eben gesehen hab, waren die ersten, publikumstauglichen Bilder einer neuartigen Technologie, die sehr viel weiter geht als das, was uns heute allgemein hin als virtuelle Realität bekannt ist. Wir haben ein künstliches Universum geschaffen, ein Universum, das mit dem unsrigen mehr als nur erfolgreich konkurrieren könnte, das sich individuell an alle nur erdenklichen Bedürfnisse der Menschen anpassen lässt und zugleich zugänglich für ausnahmslos jedermann ist. Eine ausgereifte, lernfähige künstliche Intelligenz übernimmt die Interaktion mit dem Teilnehmer, welcher sich absolut frei in dieser künstlichen Welt, mehr als nur ein Abbild ihres realen Pendants, bewegen kann. Doch haben wir uns, im Gegensatz zum aktuellen Stand der Technik, nicht darauf beschränkt, dem Benutzer nur einen audiovisuellen Druck zu vermitteln. Dank ausgiebiger, jahrelanger Forschung auf dem Gebiet der Biotechnologie und Transgenetik ist es uns schließlich gelungen, dem menschlichen Körper kontrolliert jeden nur erdenklichen Zustand zu suggerieren, was schließlich zur Folge hat, dass wir jeden der menschlichen Sinne ansprechen können. Es wird also möglich sein, das Erlebte nicht nur zu sehen und zu hören, sondern auch zu fühlen, zu riechen und schmecken. Dies ist wohl gewaltigste Fortschritt auf dem Gebiet der künstlichen Realitätsdarstellung und hat zur Folge, das der Benutzer in einer vollständig animierten, lebendigen und nahtlos interaktionsfreudigen Umgebung auf jede nur erdenkliche Art agieren kann, ohne jedoch explizit daran erinnert zu werden, dass es sich um eine von Menschenhand geschaffene Realität handelt. Sicherlich können Sie sich vorstellen, dass dieses unermessliche Potential des Projekts eine schier unendliche Anwendungsfläche offenbart."

Das Logo auf der Leinwand begann sich nun in einem künstlerischen Effekt zunehmend aufzulösen. Bald waren die Buchstaben und die Landkarte von der Leinwand verschwunden. An ihre Stelle trat nun eine anspruchsvoll animierte Präsentation, die passend zur Ansprache des Mannes hinter dem Rednerpults verschiedene, einander, gemäß des aktuellen Themas, abwechselnde Motive und einige Daten und Fakten in verkürzter Form für die Zuhörer bereithielt. Zunächst erschien eine idyllische Märchenlandschaft, welche durch ihre knallige, beinahe schon kitschig wirkende Farbgebung ins Auge des Betrachters stach.

"Wie wäre es zum Beispiel mit einem Familienurlaub in einem wunderschönen, friedfertigen Märchenparadies? Völlig ohne den Einfluss von Hass, Gewalt und Furcht können sich hier Kinder an der quietschbunten Landschaft erfreuen, oder mit ihren Lieblingsmärchengestalten völlig frei interagieren. Eine vergnügliche Zeit ist hier so gut wie garantiert, schließlich gibt es keinerlei schädigende Einflüsse, die diesen lustiges Unternehmen in irgendeiner Weise stören könnten! Die lieben Kleinen werden von Grund auf begeistert sein und die Eltern können sich sicher sein, dass sie jeglichen Stresssituationen, die bisher schon bei der Planung des Urlaubs jegliche gute Laune konsequent zunichte zu machen drohten, hundertprozentig und absolut mühelos aus dem Weg gehen können."

Das Kitschbild verschwand wieder aus dem Blickfeld der Anwesenden als der Redner das Thema abschloss. Anstatt dessen manifestierte sich das Bild einer abenteuerlichen Dschungellandschaft, voller exotischer Gewächse und fremdartiger Tierarten. Es war schwerlich zu erkennen, ob für dieses Motiv die reale Natur als Vorbild herangezogen worden war, oder ob diese bizarr anmutende Erscheinung vollständig eine Kreation der hochdotierten Kreativabteilung des monströsen Projekts war. Jedoch ließ sich nicht leugnen, dass der Anblick dieser Landschaft etwas Faszinierendes hatte. Dieses bizarre Bildnis der fremdartigen, wilden Natur zog die Anwesenden in seinen Bann, sog ihre Blicke auf wie ein Schwamm und verursachte ein Kribbeln in ihren Fingerspitzen. Eben daran knüpfte auch der weitere Teil der Rede des alten Mannes in dem eleganten Anzug an, der mit seiner charismatischen Art und Weise begann, das was sich im Unterbewusstsein fast jedes Einzelnen ausbreitete, in Worte zu formulieren:

"Langsam, vorsichtig, aufs Äußerste konzentriert und darauf bedacht keinen Fehler zu machen schleichen Sie sich durch das Dickicht des Dschungels. Sie spüren die Hitze, die schwüle, feuchte Luft auf ihrer Haut und wie sie sich den Weg in ihre Lunge bahnt. Sie bemerken die Anstrengung, die ihre Muskeln lähmt und sich in ihrem ganzen Körper ausbreitet wie eine dunkle, unsichtbare Macht. Sie zögern weiterzugehen, überlegen aufzugeben. Doch dann rufen Sie sich ihre Situation ins Bewusstsein; Sie wollten diese Herausforderung. Sie haben sich ihr gestellt. Und Sie werden sie auch bezwingen. Sie blicken durch die dichten Blätterkronen der riesigen Bäume nach oben und erkennen den hellen, klaren Himmel, die gleißende Sonne, die sich unermüdlich ihren Weg durch das Dickicht sucht. In diesem Moment der Erkenntnis spüren sie das Adrenalin, den Kick. Die Explosion im Inneren Ihres Körpers durchzieht selbst die feinsten Äderchen und vertreibt augenblicklich alle Müdigkeit und Zweifel. Die Gewissheit, dass Sie es schaffen werden bahnt sich unaufhaltsam den Weg in ihr Gehirn und gibt ihrem Verstand eine Kostprobe des Glücksgefühls, das Sie erleben werden, wenn dieser Survival-Trip gemeistert wurde und hinter Ihnen liegt."

Erneut griff der alte Mann zum Wasserglas, obwohl er nicht wirklich das Verlangen verspürte etwas zu trinken. Aber er sah es als gute Möglichkeit eine theatralische Pause einzulegen, um abermals die Reaktionen der Anwesenden zu studieren. Unauffällig musterte er die Gesichter der anwesenden Journalisten und stellte erheitert fest, dass sich eine Mischung aus Ungläubigkeit und faszinierter Begeisterung eingestellt hatte. Er nippte kurz an dem Wasserglas, räusperte sich und sprach dann weiter, während ihm das Bild auf der Leinwand bereits vorausgriff. Es zeigte eine mittelalterliche Burg. Hohe Zinnen säumten die Mauern des gigantischen Bollwerks. Im Vordergrund konnte man ein altertümliches Dorf erkennen, belebt von einer hektischen Betriebsamkeit. Die Händler standen an ihren Ständen, priesen lauthals ihre Wahren an und versuchten ein gutes Geschäft abzuschließen. Mägde standen tratschend und Wassereimer tragend am Dorfbrunnen. Einige warfen verstohlene Blicke auf einen berittenen Edelmann, der hoch zu Ross über den Marktplatz ritt. Bauern trieben ihr Vieh abseits des belebten Platzes zu den Weiden, während sie aufpassten, das sich keines ihrer Tiere in der Menschenmenge verirrte und verloren ging.

"Oder wollen Sie lieber einen mittelalterlichen Alltag miterleben? In das schlichte Leben eines kleinbürgerlichen Handwerkers schlüpfen und den Lohn ihrer harten Arbeit bei einem abendlichen Bier und einer deftigen hausgemachten Mahlzeit im zünftigen Wirtshaus genießen? Genauso können sie der Edelmann sein, auf ihrem edlen Schimmel durch ihre Ländereien reiten und in rauschenden Festen auf der königlichen Burg um die Gunst der wunderschönen Prinzessin buhlen. Natürlich können Sie auch die Rolle der Angebetenen selbst übernehmen und sich an den Gunstbeweisen der edlen Ritter erfreuen, während sie einen Tanz nach dem anderen bestreiten. Oder lassen Sie sich als König höchstpersönlich von ihren Untergebenen huldigen. Regieren sie ein gesamtes Königreich mit eiserner Faust oder besser mit grenzenlosen Güte und Weisheit. Setzen Sie sich ihre eigenen Ziele und Grenzen, schaffen Sie eine Welt, in der Ihr Name als Symbol für Frieden, Gerechtigkeit und Wohlstand steht. Ihrem Handeln sind außer Ihrer Fantasie keinerlei Grenzen gesetzt. Nutzen Sie diese Macht völlig nach ihren Vorstellungen. Wann sonst haben Sie die Möglichkeit, sich selbst in derartigen Ausmaßen zu verwirklichen?"
 
Mit dieser Frage, die ihre Wirkung nicht verfehlt hatte, schloss der Mann hinter dem Rednerpult seine Vortrag über die Möglichkeiten seines Projektes ab. Die Stimmung unter den Zuhörern pulsierte. Die Begeisterung hatte überhand genommen und die Ungläubigkeit fast vollständig in die Schranken verwiesen. Dennoch war er sich im Klaren darüber, dass es noch eines einzigen, entscheidenden Funkens bedurfte, um sein Ziel zu erreichen. Alle Blicke waren auf ihn gerichtet in hoffnungsvoller Erwartung, die entscheidenden Worte aus seinem Munde zu hören. Die Leinwand wurde wieder dunkel, doch entging dies den meisten. Sie hingen an den Lippen des Redners, in absoluter Stille lauschend. Wieder musste er schmunzeln. Er hatte das, was sie wollten, die Explosion, die sie alle erwarten. Eine Bestätigung ihrer Erwartungen. Gelassen, mit ruhiger Stimme fuhr er fort:
"Meine sehr geehrten Damen und Herren, dies waren nur einige, wenige Beispiele für die Möglichkeiten, die das Projekt: VR bietet. Im Vergleich zur menschlichen Fantasie, auf der jedes nur erdenkliche Szenario aufbauen kann waren diese beispielhaften Darstellungen nicht einmal ansatzweise ein Bruchteil dessen, was möglich sein wird. Dennoch lassen sie das Potential erkennen, welches hinter unserem Unternehmen steht. Und nun kommen wir zu dem Aspekt, mit dem ich diese Pressekonferenz abschließen möchte. Der wichtigsten Tatsache, die ich Ihnen hier und heute darlegen möchte:

Das Projekt: VR ist abgeschlossen. Wir haben ein Werk vollendet, das sich über drei Jahrzehnte erstreckte und können nun voller Stolz das Ergebnis unserer harten Arbeit präsentieren. Just in diesem Moment laufen bereits die Vorbereitungen für den ersten Einsatz in der virtuellen Realität. Ein Team von neun Personen, allesamt Spezialisten auf ihrem Gebiet wird in die künstliche Welt geschickt um letzte Optimierungs- und Fehlerbehebungsarbeiten vorzunehmen. In voraussichtlich einem Monat wird der erste Zivilist den größten Schritt seines Lebens machen und in die unglaubliche Welt des Projekt: VR eintauchen. Danke."

Diese letzten Wort waren der Funke, der die Stimmung entzündete. Ein Gewirr aus Stimmen breitete sich in dem großen Saal aus, dessen prachtvolles Aussehen nun keinen mehr interessierte. Niemanden hielt es mehr auf seinem Sitz als der alte Mann in dem maßgeschneiderten Anzug mit der dunklen Hose und der bordeauxroten Krawatte langsam von Rednerpult in Richtung der Tür ging, aus der er den Raum betreten hatte. Niemand achtete auf sein zufriedenes, wenn auch erschöpftes Lächeln, als er an der Schar der Reporter, vorbei an den Fernsehkameras in der Türe verschwand. Wild redeten die Journalisten durcheinander, brüllten überschäumend, beinahe hysterisch in ihre Handys und begriffen nun, dass wahrlich genau das bestätigt wurde, was man ihnen angekündigt hatte, als man sie zu der Pressekonferenz in der Residenz des Multimilliardärs Donald MacArthur geladen hatte; der größte Schritt der Menschheit in der Geschichte ihrer technologischen Evolution.
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so, das ist nur ein Auszug aus der Story .Mit den Fakten , die im FAQ stehen , kann sich jeder in etwa vorstellen , was wir versuchen wollen zu erreichen.
 
Ich glaub, die Mehrheit hat schonmal Gamedevelopping (3D) gemacht, ob nun mit eigener Engine, oder als Mod!
So ist es nicht - die meißten machen damit (außer eine Menge Spass zu haben) eher negative Erfahrungen!
Das fängt damit an, dass das Niveau für Low Poly Modelling Kindergatenmäßig ist, und hört oft damit auf, dass die Teams das Projekt meißtens nicht zuende bringen!

Trotzdem ist es als Neuling gut, Erfahrungen zu sammeln!
Und, dass hier jemand von nem "armen" Schüler Geld für arbeit haben möchte, brauchst du nicht ernst zu nehmen! Da ich von den meißten hier das Niveau kenne, und Low Polimodelling für "die" eine Sache ist, die man kurz während der Mittagspause, Zeitungslesen und Snookerspielen machen kann

Und ja, wir stehen dazu, uns wie erstklässer aufzuführen, wir haben hier ne Menge spass :) Also bidde nicht alles ernst nehmen!
 
Aaaargh! Das lese ich doch jetzt nicht alles! Naja gut, ich würde es lesen. Aber dann kommt 'ne Rechnung über die Arbeitszeit... ;)

/Kapro
 
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