Viele Fragen (weiterführende Schulen)

JoKne

Erfahrenes Mitglied
Hab mal wieder ne Frage bzw. hätte gerne mal eure Erfahrungen und Empfehlungen gehoert. Hab jetzt ganz frisch meinen Realschulabschluss

Hauptfachdurschnitt 2
Gesamtdurchschnitt 2

Jetzt bin ich irgendwie hin und her gerissen.

Ich bin mir zu 80% sicher das ich Informatik studieren will (warscheinlich Technische Informatik) und zu 100% sicher das ich studieren will.
Weiter kann ich zu 70% sagen das ich an eine FH möchte.

Jetzt hab ich einmal die Möglichkeit Fachhochschulreife zu machen
an einem BK und bin dann Informations- und Kommunikationstechnischer Assistent.

Oder ich geh aufs WG und mach abi.

Hab schon ne Pro und Contra Liste gemacht, aber irgendwie werde ich trotzdem nicht schlüssig.

Pro´s fürs Abi :

- Anspruchsvoller als Bk daher bessere Basis für Studium
- allgemeinbildent (man bekommt von allem was mit)
- mehr alternativen nach dem Abschluss

BK :

- Fachspezifisch (ich lerne nur das was ich brauche (informatik))
- Grundlagen für Studium (informatik) werden vermittelt.
- leichter (mehr Freizeit bzw. Zeit für eigene Dinge)


Ich traue mir zu ein Abi zwischen 2 un 3 zu machen oder fh zwischen 1 und 2,5.

Wie sieht es denn aus wenn ich später studieren will?Wie wichtig ist der Durchschnitt vom Abschluss, welche Noten zählen überhaupt? Englisch, Mathe, Deutsch oder alles zusammen?

Was ist besser: 2er FH- Reifer oder 3er Abi?

Wie funktioniert das eigentlich mit dem Studium, such ich mir eine FH bzw. Uni aus oder wie kann ich mir das vorstellen?

Wäre euch sehr dankbar wenn ihr mir mal ein paar Empfehlungen, Erfahrungen oder Tipps geben könntet.
 

Tobias Menzel

Erfahrenes Mitglied
Hi,

zumindest zu den Fachhochschulen kann ich folgendes sagen:

Die Studienplätze werden nicht über die ZVS vergeben, sondern Du bewirbst Dich direkt bei den FHs.

Auch die staatlichen FHs haben z.T. unterschiedliche Aufnahmebedingungen.
Der Numerus Clausus variiert auch (es hängt eben von der Anzahl Bewerber ab).
Einige FHs verlangen ein (abgeschlossenes) Vorpraktikum, andere gar keines oder zumindest ein begonnenes.
Die Zugangsvorraussetzungen hängen auch vom Bundesland ab -> beim Arbeitsamt gibts eine Art Handbuch der Berufe, da stehen die Bedingungen nach Regionen gestaffelt drin (leider weiß ich den Namen nicht mehr)
Ich habe z.B. ein Abidurchschnitt von 3.2 (ziemlich bescheiden), allerdings ne Menge Wartesemester.
Im Nachhinein hätte die Abinote auch ohne Wartesemester gereicht, da der NC in dem Semester, in dem ich mich eingeschrieben hatte, aufgrund der Bewerberzahl auf 3.3 gesunken war.
Generell ist es den FHs egal, wie der Notendurchschnitt ausschaut - wenn Du angenommen wirst, fragt Dich keiner mehr.
(Etwas anderes ist natürlich die Frage, worauf die Arbeitgeber Wert legen bzw. die Firmen, bei denen Du Dich im Praxissemester bewirbst)

Gruß
 

danube

Erfahrenes Mitglied
Hi,

wenn du Informatik studieren willst, wie sieht es denn bei dir mit Mathe und logischem Denken aus? Liegt dir das oder hast du da Schwierigkeiten?

BK kann ich dir auf keinen Fall empfehlen weil du dort so gut wie nichts lernst und dann schlecht fürs Studium vorbereitet bist.

Warum ist deine zweite Lösung WG? Wenn du in die Informatik Richtung willst, warum gehst du dann nicht auf ein TG? Da ist aber das problem dass dir Mathe und Physik sehr sehr liegen muss.
 

JoKne

Erfahrenes Mitglied
naja ich bin nicht so der Held, Abschlussprüfung ne 2,3 geschrieben.
TG ist zu heftig, ist BK dann echt so schlecht was Mathe angeht?
Aber ich hab vor mich weiter zu bilden und les grad einige Mathebücher.
 

Gawayn

Erfahrenes Mitglied
Die Informatik hat nicht gerade viel mit Computerbastelei zu tun, die ist ziemlich theoretisch. Lies mal Bücher zum Thema Lineare Algebra und Analysis (KEINE Schulbücher, sondern echte Mathebücher), dann bekommst du einen ersten Eindruck, was da in den ersten Semestern abgeht. Ums Programmieren gehts da auch nicht, das ist Handwerk.

Gawayn
 

Tobias Menzel

Erfahrenes Mitglied
Na ja, so wild ist es mit den Anforderungen an die Mathematik auch wieder nicht
(zumindest nicht so dramatisch wie es mir beschrieben wurde) - zumindest an der FH.

Im ersten Semester wurden z.B. zu 30% Gleichungssyteme und Matrizen, zu 50% Kurvendiskussion/Analysis und zu 20% Integrale und ein paar Kleinigkeiten durchgenommen - was eigentlich alles Themen sind, die in der Oberstufe in Mathematik (auch in den Grundkursen) besprochen werden.

Im 2. Semester ging es dann weiter mit komplexen Zahlen, Funktionen mehrerer Veränderlicher und Fourierreihen... Klingt kompliziert, wurde aber (bei uns) recht anschaulich und ausführlich erklärt.

Man sollte schon an Mathematik interessiert sein, und auch bereit, sich damit freiwillig zu befassen - aber der absolute "Crack", wie es mir einige vermitteln wollten, muss man nicht sein.

Gut, ich kann nicht sagen, auf welchem Niveau sich der Stoff beispielsweise auf einem WG bewegt - wenn Du Dich zusätzlich nebenbei mit dem Stoff befasst, sollte es aber eigentlich schaffbar sein.

Sprich am besten mit einigen Studenten des Faches über ihre Erfahrungen.

Gruß
 

Gawayn

Erfahrenes Mitglied
Die FH ist in der Tat stärker an der Praxis. Allerdings: Was die Uni zu wenig hat, hat die FH zu viel, und umgekehrt.

Gawayn
 

danube

Erfahrenes Mitglied
Original geschrieben von Datic
Man sollte schon an Mathematik interessiert sein, und auch bereit, sich damit freiwillig zu befassen - aber der absolute "Crack", wie es mir einige vermitteln wollten, muss man nicht sein.
Man sollte keine Probleme mit Mahte haben sprich es sollte einem leicht Fallen. Ich bin zwar im Programmieren und Logischen Denken eigenentlich ganz gut, nur bei Mathe bin ich schon oft verzweifelt weil es für mich einfach zu theoretisch und abstrakt war. Deshalb bin ich der Meinung dass ein BK der schlechtere Weg ist, weil dir danach einfach zuviel am Grundwissen und Grundverständniss fehlt.

Aber das ist natürlich JoKnes Entscheidung. Geh doch mal zum Tag der offenen Tür,das machen so ziemlich alle FHs, bei der Gelegenheit kann dir sicher wirklich weitergeholfen werden :)