Urheberrecht...

boJah

Grünschnabel
sorry @lightbox:

im großen und ganzen ist das was du geschrieben hast richtig, aber der letzte punkt stimmt nicht. laut gesetz bleibt das urheberrecht (so weit es besteht, sei es durch schöpfungstiefe oder vertragliche regelung) beim urheber. es gibt so etwas wie eine zweckübertragungstheorie laut der bei fehlender abmachung geschaut wird in wieweit die nutzungsrechte eingeräumt wurden. da der grundsatz ist, dass die rechte beim urheber bleiben darf der auftraggeber nicht einfach hingehen und die grafik, oder was es war, überall einsetzen.

da der auftraggeber in diesem fall an der entwicklung beteiligt war fragt sich nat. bei wem das urheberrecht liegt. außerdem ist zu bezweifeln, dass ein urheberrecht vorliegt, da dafür, wie gesagt, eine gewisse schöpfungstiefe vorhanden sein muss, die bei banaler gestaltung (wie es meist ist) aberkannt wird. eine möglichkeit wäre sich die geltung des urheberrechts vertraglich garantieren zu lassen. da das wohl nicht geschehen ist -> pech! außerdem sollte man immer bedenken, ob sich das wirklich lohnt sein recht auf teufel komm raus durchzusetzen, da der auftraggeber sich dann beim nächsten mal mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit jemand anders sucht.

schönen tag noch...;-)
 

Martin Schaefer

Administrator
Hi boJah,

ich denke mal, wir haben beide Recht und sind nur von unterschiedlichen Voraussetzungen ausgegangen. ;)

Wenn die Gestaltung eines Logos für den Kunden Vertragsbestandteil war und keine Einschränkung hinsichtlich der Nutzung vereinbart wurde, dann kann man aller Voraussicht nach von einem umfassenden Nutzungsrecht des Kunden ausgehen. Das Urheberrecht wird dadurch natürlich nicht beeinträchtigt. Das Urheberrecht kann weder veräußert, noch abgetreten werden.

Wenn vertraglich nur eine ausdrücklich zweckgebundene Logoerstellung (Visitenkarte) vereinbart wurde, dann darf der Kunde selbstverständlich nicht für andere Medien/Erzeugnisse weiterverwerten.

Gruß
lightbox
 
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