Umstellen der Internetseite auf Internetshop

MedRamBO

Mitglied
Ich habe vor einiger Zeit mit 2 Freunden eine Internetseite eingerichtet. Dort melden sich Leute an und können dann Software die wir selbst programmieren runterladen. Kurz zu den beteiligten Personen:

Ich:
- 20 Jahre
- Fange am 1.8. eine zweite Ausbildung als Fachinformatiker an
- Deutschland

Fabian:
- 18 Jahre
- Schule
- Deutschland

Liam:
- 17 Jahre
- Schule
- England

Nun haben wir uns überlegt die Software über unsere Seite zu vertreiben. Als Zahlungsmittel wollen wir dafür Paypal benutzen.

Nun habe ich von einem Arbeitskollegen erfahren das ich da 19% Umsatzsteuer für abgeben muss. Wie läuft das ganze überhaupt ab. Muss ich dafür eine Art Gewerbe anmelden? Wenn ja, wo und wie mache ich das. Was muss ich sonst noch alles machen um die Sache zu legalisieren.
Wie läuft das mit den 2 Kollegen, gerade weil einer aus dem Ausland kommt und dieser zurzeit auch den Server hostet.
Einer ist ja noch keine 18, lasse ich das dann besser nur über Fabian und mich laufen? Ich hoffe ihr könnt mir ein wenig weiter helfen.

Mit freundlichen Grüßen,
Frank
 

MedRamBO

Mitglied
Kennt sich keiner mit der Thematik aus? Will nix illegales machen. Finde hier im Forum schon viel über das Thema aber nichts zu den anderen beiden Kollegen die mit machen wollten etc.

Hoffe mir hilft noch jemand,
Frank
 

ronaldh

Erfahrenes Mitglied
Da Ihr alle Geld verdienen wollt, müsstet Ihr wohl alle ein Gewerbe anmelden. Da könnt Ihr auch eine gemeinsame Firma gründen, z.B. als GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) oder eine so genannte Mini-GmbH.

Ob Ihr Umsatzsteuer-pflichtig seid, hängt auch vom Umfang der Geschäftstätigkeit ab. Als Kleinunternehmer kann man von der Umsatzsteuer befreit werden.

Oder einer von Euch meldet ein Gewerbe an, und stellt die anderen an.

In jedem Fall empfehle ich, vorher eine Beratung beim Steuerberater in Anspruch zu nehmen.
 

MedRamBO

Mitglied
Erstmal danke für deine Antwort ronaldh! Geht das denn das ich die einstelle? Einer von denen ist halt noch nicht 18.
Wo kann man sich denn wegen so einem Steuerberater mal erkundigen? Muss ich dafür zum Finanzamt gehen?
 

Dr Dau

ich wisch hier durch
Hallo!

Ein Steuerberater hat mit dem FA nur insoweit etwas zu tun, dass er evtl. (wenn gewünscht) als Mittelsperson zwischen Dir und dem FA steht (z.B. für die Jahresabrechnung).
Darum musst Du Dich auch nicht bei dem FA informieren, sondern z.B. in den gelben Seiten unter "S" wie "Steuerberater". ;)

Was Liam angeht:
Das englische Recht kenne ich nicht im geringsten.
Evtl. kann Dir hier ein Anwalt oder mit Glück auch der Steuerberater weiter helfen.

Was Fabian angeht:
Mit seinen 18 Jahren dürfte er seine Schulpflichtzeit vermutlich schon hinter sich haben. ;)
Eigentlich spricht also nichts dagegen ihn einzustellen bzw. selbständig zu werden.
Eigentlich.....
ich kenne auch einen Fall wo die Ausübung einer Selbständigkeit verwehrt wurde.
Der Betroffene musste erstmal seine Ausbildung beenden und bis dahin wurde der Betrieb von einem Nachlassverwalter geführt (er hatte während seiner Ausbildung den Betrieb seines Vaters geerbt).
Es könnte also sein dass Fabian eine (Mit-)Selbständigkeit verwehrt wird bis er seine (Erst-)Ausbildung abgeschlossen hat (aus sozialer Sichtweise gerechtfertigt: keine Ausbildung --> keine berufliche Zukunft --> Sozialfall).
Ein Angestellenverhältnis sollte (zumindest auf Teilzeitbasis) kein Problem darstellen.
Eine Vollzeitbeschäftigung kann jedoch seine Schul-/Berufsausbildung evtl. gefährden und sollte daher möglichst vermieden werden.

Zu Dir:
Deine Pflichtschulzeit hast Du ja offensichtlich schon hinter Dir. ;)
Den "Grundstein" für Deine berufliche Zukunft (Erstausbildung) hast Du auch schon gelegt.
Deine Zweitausbildung kann man also eher als "freiwillige Weiterbildung" ansehen.
Somit ist es also allein Dir überlassen was Du damit machst.
Fachinformatik..... studierst Du?
Es wäre zumindest denkbar dass Dich die Uni/FH (aber auch eine Berufsschule) verweisen könnte (z.B. weil Du durch Dein ständiges zuspätkommen den Ablauf störst).
Es ist also anzuraten das Gewerbe nur als Nebengewerbe auszuführen und den Focus weiter auf die Ausbildung zu setzen.
Schon alleine deshalb weil man für eine Ausbildung irgendwann "einfach zu alt" ist. ;)

Gruss Dr Dau

PS: dieses ist keine Rechtsberatung, sondern spiegelt nur meine persönliche Meinung wider.
 

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