Seite gemacht, aufgehört, Drohung

Kalma

Erfahrenes Mitglied
Hallo,

ich habe für jemanden ein Internetprojekt erstellt.
Dieses Projekt läuft seit ca. Anfang letzten Jahres und ist seit 1 Woche ca. online.

Mittlerweile wollt ich wegen mehreren Gründen aussteigen, da mir das zu viel Aufwand ist.
Jetzt werde ich beschuldigt, dass die Seite nicht läuft, was überaupt nicht der Fall ist. Es wären Fehler drin, die Kunden (die nicht existieren) wären stinksauer etc, etc.


Heute morgen bekam ich dann eine E-mail:
Guten Morgen, David!

Leider, leider habe ich aber immer noch keine funktionstüchtige Internetseite.

1. Benötige alle Zugangsdaten,
2. nebst wahrscheinlich die CDs, um die Seite zu Ende zu bauen.

G******* R****e


Weiter:
Sollte ich die Zugangsdaten bis heute 16 Uhr nicht bekommen, wird das mein Anwalt übernehmen. Das bedeutet:
Die gesamten Kosten (ca. 25.000 Euro) wird er, im Rahmen des Haftungsrecht, von dir oder deinen Eltern zurückfordern.
Das du vorher in Foren die Seite veröffentlicht hast ist dokumentiert.
Das du unter Vorspiegelung von Können einen Auftrag übernommen hast, ist wahrscheinlich Leistungs-Betrug.

(Hatte dir lange genug die Fehler mitgeteilt und das ich eine funktionstüchtige Seite brauche.)


Ist diese Androhung gerechtfertigt?
Mein Vater sagt nein, denn:
- wir sind vertraglich nichts eingegangen, wer nachher für die Kosten aufkommt, wenn das Projekt nicht läuft.
Diese 25.000 Euro gingen zu 99% in einen Werbefilm.


An Bezahlung erhielt ich über diese 2 Jahre ca. < 2000€.


Habe ihm jetzt die Zugangsdaten geschickt, würde aber gerne trotzdem wissen, was ihr von sowas haltet.
 

chmee

verstaubtes inventar
Premium-User
Ich sag nur : Pflichtenheft. Wenn sowas nicht existiert, gibt es rechtlich Nix an Kleinigkeiten zu mäkeln, solange die Seite als Solche funktioniert (was ich nicht überprüfen kann/möchte). Da steht dann Aussage gegen Aussage bzw. Rechtasanwalt gegen Rechtsanwalt. Der Werbefilm sollte als eigenständiger Auftrag angesehen werden, oder als Teil des Ganzen, welcher (nach Deiner Aussage) zur Zufriedenheit beider erledigt wurde. Wenn aber der Werbefilm ein essentieller Teil des Webauftritts ist, "könnte" es ein rügbarer Teil des Auftrags sein.

Nun denn, ich bin kein Jurist, also Vorsicht bei der Weiternutzung meiner Aussagen. Das ist rein subjektiv.

mfg chmee
 

Jan-Frederik Stieler

Monsterator
Moderator
Hi,
also da dass dannach aussieht als ob Aussage gegen Aussage steht würde ich an deiner Stelle dafür sorgen das du alle Tatsachen auch beweisen kannst.
Also für die Online Version der Seite Screenshots und Serverlogs etc. sichern.
Weil falls es wirklich bis zum Gericht geht ist der der was beweisen kann auf jedenfall mal in der besseren Position.

Viele Grüße und viel Glück
 

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