Rettungsanker Linux

akrite

Erfahrenes Mitglied
Moin zusammen,
ich bin auf der Suche nach einer Live-Linux-CD (möglichst klein, 2.5"), die folgende Kriterien erfüllt:
- Unterstützung (lesend,schreibend) von FAT12, FAT16, FAT32, NTFS und ext3 etc.
- Partitionierungstools (graphisch)
- Datenwiederherstellungstools (graphisch)
- Datenverschlüsselung

...da es so viele Linux-Distributionen gibt und ich eigentlich noch Windows laufen lasse, weiß ich nicht was da das Beste ist - gleiche Frage gilt auch für die normalen Distributionen (Ubuntu, Debian, SuSe, etc. ?) ?
 

Dr Dau

ich wisch hier durch
Hallo!

"das Beste" gibt es nicht..... die Frage wurde hier schon zu genüge gestellt und konnte nie wirklich beantwortet werden.
Jeder hat halt seine idividuellen Bedürfnisse/Anforderungen.
Da Linux aber kostenlos ist und eine "normale" CD-R/RW nicht die Welt kostet, halten sich die Kosten für ein eigenes Urteil ja in Grenzen. ;)
Wenn Du dann "Dein" Linux gefunden hast, kannst Du es ja noch immer auf eine der kleineren (und teureren) CD's brennen.

Zu den 2,5" CD's fallen mir nur die Business-/VIP-Cards (CD's im Scheckkartenformat (ca. 80x55mm)) ein.
Diese haben aber eine sehr geringe Speicherkapazität..... je nach Hersteller, Brenner und ggf. auch dem Brennprogramm ca. 12 bis 57 MB.
Damit legst Du Dir also selber Steine in den Weg. ;)
Ausserdem sind sie, bedingt durch ihre Form, nicht gerade Laufwerksschonend.
Daher würde ich eher zu einer 80mm CD raten.
Diese fassen (je nach Hersteller/Brenner/Brennprogramm) ca. 180 bis 210 MB.
Inkl. Slim-Case sind sie aber noch immer klein genug (ca. 97x85x4,5mm) um z.b. in eine Hemdtasche zu passen.

Zum Thema "schreibend auf NTFS" wirst Du immer wieder auf das Stichwort "experimentell" stossen..... zumindest wenn Du kein aktuellen Kernel nutzt (siehe Wikipedia).
Prinzipiell funktioniert es zwar, könnte aber auch zu Problemen führen.
Die FAT-Dateisysteme hingegen sollten (soweit ich weiss) keine Probleme darstellen..... ext2/ext3 sowieso nicht.... ext4 ist noch zu neu.
ReiserFS z.b. ist nur eine Frage des Kernels.

Als Partitionierungstool dürfte sich wohl QTParted anbieten.
Zur Datenwiederherstellung/verschlüsselung kann ich Dir nichts sagen.

Ansonsten findest Du hier eine umfangreiche Auflistung verschiedener Live-CD's (inkl. Grössenangabe und weiterführender Links).
Viel Spass beim "testen". ;)

Gruss Dr Dau
 

Dennis Wronka

Soulcollector
Ich wuerde Dir hier zu Slax raten.
Standardmaessig bringt dies zwar noch nicht alle von Dir benoetigten Features mit, aber Slax laesst sich ganz einfach mit weiteren Modulen ausstatten.
Ich wuerde Dir die folgenden Module vorschlagen:
Ansonsten kannst Du natuerlich auch mal selbst in der Modul-Liste schauen was Du noch so brauchen koenntest.
 

akrite

Erfahrenes Mitglied
... vielen Dank für die ausführliche Antwort, mir ging es dabei nicht primär um die CD-Größe, sondern um die Möglichkeit von CD ein Linux-System zu booten (Live) und damit auf eine frische externe(USB) Festplatte bzw. eine Festplatte mit verlorenem Dateisystem zuzugreifen und im ersten Fall diese Platte zu partitionieren und mit verschiedenen Filesystemen zu formatieren und für den worst case eventuell die Daten wieder herzustellen. Dabei wäre eine grafische Oberfläche schon sehr hilfreich.
Wenn man verschiedene Linux-Zeitschriften liest bekommt man zwar einen riesigen Überblick über die Distributionen aber helfen tut das nicht wirklich - man wird schlichtweg mit Infos erschlagen. Die Linkliste von LiveCDs ist klasse, aber weniger wäre mehr...
 

Dennis Wronka

Soulcollector
Wie gesagt, schau Dir mal Slax an, dort bekommst Du ein nettes kleines Grundsystem, inklusive KDE, und kannst es dann eben mit Modulen Deinen Beduerfnissen entsprechend anpassen.

Alternativ gaebe es auch noch die System Rescue CD, diese koennte fuer Dich auch interessant sein, da diese wohl auch gleich die von Dir gewuenschten Features mitbringt ohne noch Module zu benoetigen.

Am besten einfach mal beide runterladen, ausprobieren und vergleichen. Ich selbst nutze halt Slax fuer sowas da man es so einfach anpassen kann.
 

akrite

Erfahrenes Mitglied
Wie gesagt, schau Dir mal Slax an, dort bekommst Du ein nettes kleines Grundsystem, inklusive KDE, und kannst es dann eben mit Modulen Deinen Beduerfnissen entsprechend anpassen.
...daran könnte es denn auch schon wieder scheitern, wie gesagt, ich komme aus der Windows-Welt mit jahrelanger OS/2-Erfahrung (beide Systeme sind generell gleich in der Handhabung , Linux weicht da ein wenig ab, was Programminstallationen und die teilweisen Konsoleneingaben angeht)
Alternativ gaebe es auch noch die System Rescue CD, diese koennte fuer Dich auch interessant sein, da diese wohl auch gleich die von Dir gewuenschten Features mitbringt ohne noch Module zu benoetigen.
... das scheint was schickes zu sein, habe mir das schon einmal heruntergeladen und werde es ausprobieren - das engl. Handbuch klingt verheißungsvoll .

Wie gesagt, ich würde sofort zu Linux wechseln, wenn alle Win-Prgs laufen bzw. es entsprechenden Ersatz gibt. Das bedeutet aber auch entsprechende Zeit zu haben sich da einzuarbeiten und die habe ich nur sehr begrenzt. Ich brauche z.Z. ein verlässliches, bekanntes System das ich produktiv nutzen kann...
 

Dennis Wronka

Soulcollector
Die Module bei Slax sind wirklich kinderleicht einzubinden, sie werden einfach mit in das CD-Image gepackt, zum Beispiel mit UltraISO oder eben einem aehnlichen Programm.
Das war es dann auch schon.
Aber wenn Dir die System Rescue CD zusagt sehe ich im Grunde keinen Grund Dir den Aufwand zu machen. ;) Falls jedoch nicht, dann waere Slax auf jeden Fall einen Blick wert, denn Du hast damit wirklich im Grunde alle Moeglichkeiten, und kannst das System sogar auf Festplatte uebertragen lassen, oder bei hinreichend viel Speicher das System komplett aus dem RAM laufen lassen.

Fuer den Komplettwechsel stellt sich halt die Frage was fuer Anwendungen Du so benoetigst. Durch die Auswahl an Software die ich mittlerweile so nutze waere es fuer mich im Grunde sogar nicht mehr moeglich komplett auf Linux zu verzichten da gute freie Windows-Software eben nicht so leicht zu finden ist und nicht von jedem Linux-Programm auch eine Windows-Version existiert. Oder man muesste eben wieder ordentlich Geld investieren fuer ein Programm mit dem man hin und wieder mal arbeitet.
Und man muss ja auch nicht komplett umstellen, wenn Du ein paar Anwendungen hast die Windows benoetigen kannst Du es entweder zusaetzlich auf Deinem Rechner haben (ich hab auf meinem Rechner zum zocken auch noch Windows 2000 drauf), oder aber, wenn Dein Rechner genug Power hat und die Anwendungen selbst nicht die absoluten Hardware-Killer sind einen "PC-Emulator" wie QEmu oder VMWare nutzen in dem Du dann Windows im Fenster unter Linux laufen laesst (dies hab ich immer genutzt um meine Website im IE testen zu koennen und auch mal um in einer kontrollierten Umgebung ein paar Viren auf ein Windows-System loszulassen).
Allgemein laesst sich auf jeden Fall sagen, dass es viel gute Linux-Software gibt. Und mit Wine lassen sich auch so einige Windows-Programme unter Linux betreiben, ich hab mir z.B. Poser im Wine installiert.
 

Dr Dau

ich wisch hier durch
Um nochmal auf die Rohlinge zurück zu kommen.....
Ich sehe gerade in der Werbung von MediMax dass es von Intenso 80mm DVD-R Rohlinge (1,4 GB) gibt.
5er Pack in Slim-Cases für 5.55 EUR.
Somit dürfte die Speicherkapazität und auch die Datenträgergrösse wohl erledigt sein. ;)
Laut cd-informa.de soll es DVD's auch im Scheckkartenformat mit 300 MB Speicherkapazität geben (könnte vom Platz her allerdings u.U. wieder eng werden..... von dem bereits genannten Problem mal abgesehen).
 

akrite

Erfahrenes Mitglied
Werbung von MediMax
... seit meinem Thread "neulich bei MediMax" bin ich def. nicht mehr Kunde bei dem Verein.
Zurück zu den Medien, es kommt mir nicht aufs Format (CD/DVD) an, ich denke eher an einen schlanken Download und vielleicht auch eine 80mm CD, um eventuell einen kleinen Beipack zu realisieren.
 

Dennis Wronka

Soulcollector
Die SystemRescueCD 0.2.19 hat nur 121MB, passt also locker auf so eine Westentaschen-CD.
Slax ist etwas groesser, sollte aber auch noch locker passen, Slax 5.1.7b (hab ich grad noch auf Platte zum nachgucken, aktuell ist 5.1.8, und da duerfte sich in Sachen Image-Groesse nicht sehr viel getan haben denk ich) inklusive der oben aufgelisteten Module (ich hab die Liste nochmal kurz angepasst, da gibt es auch ein NTFSProgs-Package welches direkt Fuse mitbringt, daher hab ich das mal da eingetragen) hat 201MB.

Beides also recht schlanke Downloads und locker auf eine dieser niedlichen CDs zu braten.