Network Attached Storage

Radhad

Erfahrenes Mitglied
Hallo zusammen,

ich interessiere mich für einen NAS Server, weil die leicht zu managen sein sollen und dies für jemanden mit wenig Kenntnissen in Linux ja eine gute Lösung darstellt. Ich möchte allerdings kein fertiges Produkt kaufen sondern mir einen NAS selber aufsetzen.

Einsatzgebiet
1. Zentraler Speicherort von Daten, im besonderen um Datenredundanz über mehrere Rechner und damit das lokale Speichern von öffentlichen Daten im privaten Netzwerk zu unterbinden. Als Beispiel fallen mir spontan Fotos, Musik, Videos und Programminstallationsdateien ein, die doppelt auf den PC's vorkommen können. Das wären auf anhieb locker 100GB die den Speicherort wechseln würden.
2. Router für die Internetverbindung des Netzwerks, da Linux mit iptables eine bessere Lösung ist als der aktuell verwendete Router. Der Router ist etwas alt und man kann z.B. nur 10 Port-Forwording Einstellungen vornehmen.
3. LAMP Entwicklungsumgebung statt lokalem XAMPP

Produkte
eBox http://ebox-platform.com/
FreeNAS http://www.freenas.org/

I need some help...
Habt ihr schon Erfahrnungen mit NAS Servern gemacht? Kennt wer noch weitere Systeme? Was sollte ich generell beachten?

In anbetracht des "Warum eigentlich kein Linux" Threads sehe ich hier übrigens auch das größte Potenzial, Windows User mal Linux ausprobieren zu lassen.


Gruß Radhad
 

Dennis Wronka

Soulcollector
Wir haben auf der Arbeit 2 verschiedene NAS-Server im Einsatz, wobei ich bei einem nicht wirklich weiss womit der laeuft.
Der kleine (bei dem ich nicht weiss womit er laeuft) ist einfach nur ein Festplattengehaeuse mit Netzwerk- und USB-Anschluss. Dieser ist nicht ganz so gut integriert wie man das in einer richtigen Domain mit ADS gern haette und wird bei uns auch hauptsaechlich ueber FTP von unserem Artwork-Department (welche mit Obst arbeitet ;) ) genutzt. Zum Teil auch per SMB, aber ich glaub hauptsaechlich machen die FTP. AppleTalk kann das Ding nicht.
Dann haben wir noch unser grosses NAS, welches 4 500GB in einem RAID5 zusammenfasst und mit Linux laeuft (ist aber auch eine fertige Box). Dort wandern so nach und nach nun alle wichtigen Daten hin und wir haben nun auch schon fast 1TB belegt.
Diese Kiste gliedert sich wunderbar in unser ADS ein, beherrscht natuerlich FTP und sogar AppleTalk. Und wenn ich mich nicht irre sogar SSH.
Zusaetzlich laeuft darauf ein Apache mit PHP-Support, und auch MySQL gibt es darauf.

Nun aber zum Selbstbau-NAS.
Je nachdem wie viel Netzlast die Datenspeicherung benoetigen wird koennte dies sich durchaus mit der Routing-Funktion in die Quere kommen. Also wenn 10 Leute surfen 5 gleichzeitig auch noch einen Film ueber Netzwerk vom NAS schauen wollen dann koennte es durchaus mal zu Engpaessen im Netz kommen. Ausser Du legst das ganze LAN auf GBit aus, dann sollte auch das kein Problem mehr sein.
Und natuerlich braucht der Server entsprechende Power, sowohl in Form einer dicken CPU als auch ordentlich Speicher.

Man kann natuerlich auch einen alten Rechner dazu zu Rate ziehen, in Deutschland hatte ich anfangs ein P75 mit 16MB RAM fuer sowas, jedoch wurden da auch nicht all zu viele Daten drauf abgelegt, diese nur relativ selten genutzt und es waren auch nur 3 Clients ueber eine normale 768KBit-DSL-Leitung im Internet.

Es kommt also alles darauf an wie viele Leute man bedienen will und wie stark frequentiert die Daten sind.
 

Radhad

Erfahrenes Mitglied
Also derzeit bin nur ich alleine mit meiner Freundin ;) Wir haben eine DSL 3 MBit Leitung von der Telekom, höher geht nicht. Filme schauen wir normalerweise im Wohnzimmer am DVD Player, zukünftig soll es aber vielleicht aus dem Netzwerk gehen (weiß noch nciht wie, kenn mich da nicht aus). Es könnte höchstens mal sein, dass an nem Wochendende ein paar Freunde mit PC's vorbeikommen, da kann man die Problemtatik mit dem Datenverschieben schon im grünen Bereich halten.

Der NAS Server soll in ca. 3 Monaten der aktuelle PC meiner Freundin werden: ein P4 3 Ghz mit 768 MB DDR RAM. Festplatten kaufe ich dann noch entsprechend, was auf dem Markt das beste Preis/Gigabyte Verhältnis hat. meine Freundin soll dann einen übertakteten Core 2 Duo E6320 bekommen ;) Also an Performance sollte die Kiste genug Power bieten. Wenn ich auch auf einen Core 2 Duo umsteige, bekommt der NAS Server 2x512 MB DDR RAM im Dual Channel Modus.

Gigabit LAN st so eine Sache... Ich will keine "schund" Hardware kaufen, die nicht 8 GBit/s Backplane Leistung hat bei 8 Ports. Ich will wenn dann schon das maximale aus der 1 GBit/s rausholen können. Im Netz findet sich so etwas allerdings nicht und viele Händler haben keine Ahnung von der Hardware.
Mir wollte ein Händler beispielsweise einen "FiberLine" Switch andrehen für 30 €. Die haben das Problem, dass sie bei größerer Auslastung a) viele Pakete verwerfen und b) nach relativ kurzer Zeit dauernder Belastung überhitzen und ausfallen.

Aber deiner Aussage entnehme ich, dass meine Anforderungen mit solch einem NAS Server möglich sind, was mir schonmal sehr gefällt :) Da bleibt dann die Qual der Wahl: welches NAS System ist gut? Ich würde es dann erstmal virtualisiert ausprobieren und mir genauer anschauen, wie ich die LAMP Umgebung da zum laufen bekomme. Allerdings habe ich nicht die Zeit, 10 verschiedene Systeme zu testen.



Gruß Radhad
 

Dennis Wronka

Soulcollector
Also derzeit bin nur ich alleine mit meiner Freundin ;)
Immer schoen mindestens 3 Meter Abstand voneinander halten, sonst besteht die Gefahr einer Schwangerschaft. ;)

Gigabit LAN st so eine Sache... Ich will keine "schund" Hardware kaufen, die nicht 8 GBit/s Backplane Leistung hat bei 8 Ports. Ich will wenn dann schon das maximale aus der 1 GBit/s rausholen können. Im Netz findet sich so etwas allerdings nicht und viele Händler haben keine Ahnung von der Hardware.
Mir wollte ein Händler beispielsweise einen "FiberLine" Switch andrehen für 30 €. Die haben das Problem, dass sie bei größerer Auslastung a) viele Pakete verwerfen und b) nach relativ kurzer Zeit dauernder Belastung überhitzen und ausfallen.

Bei uns Ende letzten Jahres ein Switch ausgefallen und da unser IT-Manager schoen im Urlaub war hab ich die Verantwortung fuer den Ersatz uebernommen.
Mir war wichtig, dass es ein GBit-Switch ist, aber eben voll GBit, nicht nur ein paar Ports und auch, dass auch unter voller Last mit voller Geschwindigkeit gearbeitet werden kann.
Ich hab mich also umgesehen und der beste (in Sachen Anforderungen und auch Erfahrung mit der Marke) und erstaunlicherweise auch guenstigste war ein 3Com.
Der Switch den wir jetzt hier haben ist zwar mit 48 Ports fuer Dich etwas ueberdimensioniert, aber ein echt gutes Geraet. Entsprechend koennte ein kleinerer 3Com-Switch fuer Dich nicht uninteressant sein. Fuer das dicke 48-Port-Monster hab ich umgerechnet ca. 700 Euro bezahlt, ich denk mal ein 8er sollte bei maximal 100 Euro liegen, grob geschaetzt.

Aber deiner Aussage entnehme ich, dass meine Anforderungen mit solch einem NAS Server möglich sind, was mir schonmal sehr gefällt :) Da bleibt dann die Qual der Wahl: welches NAS System ist gut? Ich würde es dann erstmal virtualisiert ausprobieren und mir genauer anschauen, wie ich die LAMP Umgebung da zum laufen bekomme. Allerdings habe ich nicht die Zeit, 10 verschiedene Systeme zu testen.

Richtig, Deine Wuensche sollten durchaus realisierbar sein. Und im Grunde macht es eigentlich nicht so viel Unterschied welche Distro Du waehlst, denn eigentlich koennen Dir alle den gewuenschten Umfang bieten. Das ist dann also im Grunde hauptsaechlich Geschmackssache.
 

Radhad

Erfahrenes Mitglied
Interessant wären allerdings noch Erfahrungen, die jemand mit einer solcher Distros gesammelt hat - denn wie auch bei den ganzen diversen "normalen" *nix Distros gibt es schon von vorneherein Unterschiede in Punkto Performance & Sicherheit. Derzeit habe ich da ja keinen Zeitdruck, was schonmal ein großer Vorteil ist :) Ansonsten werde ich mal den FreeNAS ausprobieren in VMWare (aber nur lokal, sonst gbt's wahrscheinlich Probleme mit dem DHCP des Routers)

Zu 3Com: Leider steht darüber nichts auf deren Webseite (zuletzt vor ca. einem Monat geschaut). Ich glaube ich muss mal einen Hardware-Shop in meiner nähe suchen, der entweder 3Com Partner ist oder die Produkte anbietet. Mich nerven diese versuche, Billig-Produkte an erfahrene Anwender verkaufen zu wollen. Wenn ich selber ohne großartige Recherche die Angaben des Verkäufers zu einem Gerät finden & bestätigen kann, ist das ja gut, dann habe ich Vertrauen zu einem Verkäufer, andersrum ist das Vertrauen dann schon ziemlich in den Keller gerutscht und ich kaufe entweder Online oder bei der Konkurrenz nebenan...