Nach Kündigung will Arbeitgeber privaten Laptop (anschauen) durchsuchen

Meccan

Erfahrenes Mitglied
Hallo Leute,
ich habe ein kleines Problem mit meinen ehemaligen Arbeitgeber.
Ich war als MInijober in einer Firma ca. 18 Monate angestellt und habe
danach ganz normal gekündigt.
Da ich keinen festen Arbeitsplatz zu verfügung hatte, musste ich meine privaten Laptop zum arbeiten benutzen. Zu 90% musste ich Präsentationen für meinen Chef erstellen und habe diese bewusst auf das Netzlaufwerk gespeichert und nie etwas auf meinen Laptop abgelegt. Mit der einfachen Vorsorge, wenn mein Laptop geklaut wird oder kaputt geht, das die Daten dann weg sind.
Mit meinen Chef war es damals ausdrücklich so besprochen das ich keine Daten auf den Laptop speichern soll, sonder alles im Netzwerk abgelegt werden sollte.


Nun verklangt mein alter Arbeitgeber, das ich mit meinen privaten Laptop nocheinmal in die Firma komme damit sie schauen ob ich noch etwas drauf habe.
Ist das so okay? Dürfen die das?
Meiner Meinung nach, ist mein Laptop auch mein privates Eigentum und darf nicht einfach so "untersucht" werden.

Danke für eure Antwort.
Grüße
 

PC Heini

Erfahrenes Mitglied
Grüss Dich

Wie die rechtliche Sachlage aussieht, weiss ich nicht.
Aber; Dies kann oder hätte er am letzten Arbeitstag tun können.
Bekamst Du während dieser Zeit ne Entschädigung für Deinen Laptop?
Schau Dich mal in Deinem Wohnort um, obs da ne Gewerkschaft oder ne gratis Rechtsberatung gibt.
Die helfen Dir dann weiter.
 

Leola13

Erfahrenes Mitglied
Hai,

der Tipp mit der Gewerkschaft oder Rechtsberatung ist sicherlich der Beste.

Aus meinem laienhaften Rechtsverständnis, darf dein Ex-Arbeitgeber dieses nicht verlangen.
Fragestellungen :

Wie will er es im Extremfall durchsetzen ? Einen "Durchsuchungsbeschluss" aufgrund des Verdachtes des "Datenklaus" wird er wohl kaum durchsetzten können.
Gibt es irgendwelche schriftlichen Vereinbarungen ? Wobei mündliche Absprachen auch bindend sind. Zeugen ?
Was hast du zu verlieren, zu verbergen ? Bekommst du noch Geld oder ein Zeugnis ?

Ciao Stefan
 

Dennis Wronka

Soulcollector
Wie lang ist das denn her? Du koenntest das Notebook ja in der Zwischenzeit ja auch verkauft haben und nun mit einem neuen arbeiten.

Wie PC Heini sagte, das haette er am letzten Arbeitstag machen sollen. Und ich glaube nicht dass er jetzt noch irgendeine Handhabe hat da was zu machen.

Aber wie schon gesagt wurde, schau Dich mal nach einer Rechtsberatung um, die werden Dir sicher verbindlichere Informationen geben koennen als wir.
 

vfl_freak

Premium-User
Moin,

hmm - rechtlich wäre das sicher eine spannende Frage :p
Meine persönliche Vermutung: eher nein!!
Schließlich wird er auch kaum eine Hausdurchsuchung veranstalten können, um zu schauen, ob es vielleicht CDs mit Kopien gibt .......

Außerdem halte ich es persönlich eh' für ziemlich albern, denn wenn Du ernsthaft vor hättest, etwas von diesen Präsentationen zu 'klauen', denke ich mal, dass Du clever sein wirst, sie vor dieser Kontrolle auf ein anderen Medium zu kopieren und dann vom Laptop zu löschen! ^^

Das ist ja so ein bisschen, wie die "schlauen" Fragen bei der Einreise in die USA: "Sind sie Mitglied einer terroristischen Vereinigung?" oder "Haben Sie vor einen Anschlag durchführen?"
Ein böser Mensch, der Übles plant - und dann hier auch wahrheitsgemäß "JA" ankreuzt - der hat die Einreise dann auch wirklich nicht verdient ^^

Gruß
Klaus
 
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GFX-Händchen

Erfahrenes Mitglied
Ich würde eine Sicherung meiner Festplatte auf einen externen Datenträger wie einer USB-Festplatte machen und dann mein Betriebssystem neu aufspielen - ohne allem - und dann dem ehemaligen Arbeitgeber ans Laptop lassen.:)

Begründen würde ich das so, dass er (dein ehemaliger Chef) dadurch sicher gehen kann, dass du keine Daten von ihm bzw. der Firma mehr auf deinem Laptop hast.;)

Zudem vereinfacht es die "Suche" da auf einem frischinstalliertem Laptop ja nichts mehr ist.

Nachdem alles erledigt ist und er definitiv kein 2.tes mal an den Laptop darf:p, kannst du dir das backup wieder einspielen und hast somit wieder alles.;-)
 

caramba12321

blödefragensteller
Quark der Laptop ist dein Eigentum, solang du kein Formular unterschrieben hast, welches den Cheffe dazu berechtigt(so ne art verschwiegenheitserklärung oder so) musst du gar nicht mehr darauf reagieren. Ich meine auf dem Laptop ist ja auch privater Kram und das geht deinen ehemaligen Chef ja nix an. Ich glaube auch nicht das er das rechtlich durchsetzen kann.
 

Sven Mintel

Mitglied
Sachen gibts :mad:

Fehlt nur noch, dass dir dein Ex-Chef ne Rechnung schreibt, weil du mit deinem Laptop seinen Strom verbraucht hast :)

Eigentlich ist es recht simpel, rechtliche Grundlage deines Arbeitsvertrages sind das BGB und die diversen Arbeitsgesetze....ich glaube kaum, dass dort eine Sache verankert ist, welche unser Innenminister seit Jahren vergeblich durchzusetzen versucht.

Von daher ist dies nichts, was dich irgendwie kümmern müsste.

Wenn dein Ex-Chef so wild darauf ist, wird er wohl bei irgendeinem Gericht Strafanzeige gegen dich Erstatten müssen :suspekt:
 
Zuletzt bearbeitet:

Dr Dau

ich wisch hier durch
Hallo!

Ich schliesse mich meinen Vorrednern an: das Laptop ist Deine Privatsphäre und diese ist im Grundgesetz fest verankert..... PUNKT.
Siehe auch Wikipedia: Privatsphäre.
Um also überhaupt etwas machen zu können, müsste Dein Chef einen BEGRÜNDETEN Verdacht haben.
Wenn er diesen nicht hat und statt dessen nur eine Behauptung aufstellt, kann der Schuss für ihn ganz schnell nach hinten losgehen (üble Nachrede oder ggf. sogar Verleumdung (bis zu 2 bzw. bis zu 5 Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe).

Alleine der "Wunsch" in Deiner Privatsphäre rumzuschnüffeln ist schon grenzwertig, denn solch einem Wunsch will man doch eigentlich nur nachgehen wenn man Zweifel hat!? ;)

Wie auch immer.....
In jedem Fall solltest Du, wenn Du ihn doch "schnüffeln" lassen willst, einen neutralen aber vertrauenswürdigen Zeugen dabei haben (Familie als Zeuge ist immer so eine Sache, dann lieber den besten Kumpel).

Verkauftes Laptop ist eigentlich gut, wegen Datenschutz brauchst Du ihm den Käufer nicht zu nennen. ;)
Allerdings könnte Dir hier u.U. ein Gericht einen Strich durch die Rechnung machen (wenn Du es nicht wirklich verkauft hast).

Normalerweise bieten Anwälte die "Erstberatung" auch kostenlos an.
Ansonsten kannst Du noch beim Gericht anfragen, dort sitzen i.d.R genug angehende Anwälte.

Aber auch "der Anwalt Deines Vertrauens" sollte Dir, da er Dich ja gut kennt, eigentlich auch die Möglichkeit einer ggf. nötigen Ratenzahlung einräumen.
Wobei: so ein netter Brief mit erhobenen Zeigefinger kostet nicht wirklich die Welt und kann u.U. schon seltsamme Wunder bewirken. ;)

Gruss Dr Dau

PS: dies ist keine Rechtsberatung, sondern spiegelt nur meine persönliche Meinung wieder. ;)