Mehrwertsteuerpaket 2010 & Ort sonstiger Leistung

Mummenschanz

Grünschnabel
Mehrwertsteuerpaket 2010 & Ort sonstiger Leistung

Guten Tag liebe Forum-Mitglieder,

ich möchte heute einen Fall skizzieren, der nächstes Jahr ev. auf viele Unternehmer zukommen wird. Ich versuche die Lösung zu beschreiben und würde mich über zustimmende oder gegensätzlich Meinungen freuen.

In 2010 bucht ein Unternehmer aus Deutschland ein Hotel oder ein Appartment für eine Zeit von 3 Monaten, da er in einem EU-Land (z.B. Österreich) ein Projekt abzuwickeln hat.

Nach neuem EU-Mehrwertsteuergesetz hat das Hotel bzw. der private Vermieter eine Rechnung ohne MWSt auszustellen, wobei auf der Rechnung die UStID des deutschen Unternehmers mitzuteilen ist, die vorher vom Hotel/Vermieter erfragt werden muss. Da der deutsche Unternehmer in seinem Land (Deutschland) jetzt Steuerschuldner ist, hat er die MWst für die Hotel-Rechnung in Deutschlang an das FA abzuführen.

Ist dieser Sachverhalt so richtig erläutert oder doch ganz anders? Ich bin mir nicht ganz sicher, da die Leistung (Hotelaufenthalt) für den deutschen Unternehmer im EU-Gemeinschaftsgebiet erbracht wird.

Über hilfreiche Meinungsäußerungen wäre ich sehr dankbar.

Freundliche Grüße

Mummenschanz
 

ronaldh

Erfahrenes Mitglied
Grundsätzlich würde ich hierzu unbedingt den Steuerberater befragen, da es bei einer Hotelrechnung von 3 Monaten ja um einen höheren Betrag geht.

Ansonsten ist eine Hotel-Rechnung nichts anderes als andere Rechnungen zwischen Unternehmen, und da sollte dies prinzipiell schon so richtig sein (falls das Unternehmen eine Umsatzsteuer-ID-Nummer hat). Was jedoch meinst Du mit "privaten Vermietern"? Wenn man bei einer Oma das Gästezimmer mietet, ist diese in der Regel nicht umsatzsteuerpflichtig, deshalb trifft das Szenario in diesem Fall überhaupt nicht zu.
 

Mummenschanz

Grünschnabel
Hallo ronaldh,

dank für Deine Antwort. Private Vermieter sind für mich Privatpersonen, die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung haben, also auch eine Gewerbe dazu angemeldet haben und die MWSt ausweisen können, also keine Schwarzvermieter, die ihre Einkünfte dem FA nicht deklarieren wollen. Mit denen kann man schlecht seriöse Geschäfte machen. Die 3 Monate waren nur ein Beispiel es könnten auch 14 Tage sein. Ich nehme an, Du denkst bei der 3 Monats-Regel an die Verpflegungsmehraufwände. Die waren aber in diese Frage unberücksichtigt.

Ein Steuerberater hat allerdings in einem anderen Forum eine ander Meinung dazu.

Freundliche Grüße
Mummenschanz
 

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