Machbarkeit Xen-Projekt?

Pendergast

Erfahrenes Mitglied
Servus,

mir kann man es wohl nicht wirklich recht machen. Ich muss ich das unbedingt ausprobieren, wenn eine Klickibuntidistribution mal wieder eine neue Version mit was für tollen neuen Funktionen und Gimmicks auch immer herausbringt. Dann benötige ich aber noch allerlei Serverdienste, die ich bei jeder Neuinstallation dann in stundenlanger Kleinarbeit neu aufzusetzen habe und muss mich zu guter letzt aber auch mal auf ein funktionierendes System verlassen können, wenn es mal darauf ankommt, wirklich produktiv zu sein. ;)

Natürlich könnte ich mir einfach einen zweiten Rechner kaufen und eine stabile sowie eine Bastelkiste in die Wohnung stellen. Das ist allerdings auch wieder etwas langweilig und ich hab mich gefragt, ob ich nicht mit einer virtuellen Rechnerstruktur auch glücklich werden kann.

Die Idee ist also folgende: Ich installiere einen möglichst schlanken und stabilen Xen-Host mit dem ich als Benutzer nicht mehr zu tun habe, als mal nen Gast zu starten oder zu stoppen (keine Ahnung, was hier am besten für ein Hostsystem geeignet ist).

Als Gast #1 hätte ich dann gerne ein sehr stabiles System, das - einmal aufgesetzt - alles das kann, was ich eigentlich benötige (z.B. Debian 4).

Gast #2 ist zum experimentieren gedacht, in das nach Lust und Laune mal die neusten Distributionen oder experimentellen Pakete hin- und herinstalliert werden.

Gast #3 soll ein stabiles Serversystem sein, das Web-, File-, DB- und svn-Serverdienste und was mir sonst noch so mal einfällt bereitstellt (z.B. ein BSD)

Während #3 ständig läuft um alle benötigten Daten für mich bereitzustellen, möchte ich zwischen #1 und #2 nach Lust und Laune wählen können (paralleler Betrieb aber nicht notwendig).

Jetzt würde mich interessieren, ob meine Vorstellung nun reines Wunschdenken ist oder aber eigentlich problemlos realisiert werden kann. Darüber hinaus interessiert mich dann natürlich auch eine realistische Einschätzung, was für Ressourcen ich denn zur Verfügung haben sollte und welches Betriebssystem wohl am intelligentesten als Hostsystem herhalten muss.

Vielen Dank für eure Anmerkungen. :)
 

Sinac

Erfahrenes Mitglied
Möglich ist es. Unter XEN kannst du zum eine echte Hardwarevirtualisierung betrieben (setzt eine SVM Umgebung vorraus) oder eben normal Paravirtualisierung. Ich persönlich finde XEN nur für SVM attraktiv, für normal Virtualisierung nutze ich eigentlich immer VMWare. EIn stabiles Produktvsystem zum arbeiten und für alles was man so macht, daraum einen VMWare Server und darin die Testsysteme. Ich habe mit XEN noch nicht so viel zu tun gehabt wie mit VMWare, aber ich finde der VMWare Server reicht vollkommen aus und ist sehr bequem zu bedienen und administrieren. Aber mit XEN kannst du es natürlich auch machen.

Was die Hardwareanforderungen angeht muss du dir schon selber ausrechnen was du brauchst, merk dir einfach das Virtualisierung kein Zaubermittel ist, du braucht schlicht und einfach die gleichen Ressourcen wie vorher auf mehrern Systeme in einem Einzigen plus zusätzlich Ressourcen für die Virtualisierung. Der Vorteil ist lediglich die bessere Auslastung der Ressourcen. Auf einem normalen System liegen die Ressourcen halt sehr sehr oft einfach nur rum.

Ich habe hier nur eine alte Celeron 2,4 GHz Gurke mit 1 GB und da läuft problemlos Ubuntu mit Beryl und allem was ich brauch auf (Amarok, Gain, Opera, Wine, eMule, Filebrowser und 3 Konsolen) und dazu VMWare Server mit Windows XP drinne. Meiner Meinung nach kann man mit einem modernen Desktopsystem locker ein Desktop-, Homeserver- und Testsystem unterbringen.