Kein Urlaub nach d. Ausbildung?

port29

deus.Server
Wo wir gerade beim Thema sind: Warum sind Vorgesetzte eigentlich immer
der Meinung, dass der Arbeitnehmer sich mit der Firma völlig intentifizieren und
alles für den Betrieb machen sollte?

Gleiches gilt für das, was Du gerade so schön gesagt hast: 'Eine Chance geben'
Als ob man dann ewig Dankbarkeit zeigen müsste - Sorry, ich verstehe es nicht.
Die Firma bekommt ja was: Arbeitskraft, Ideen, Kreativität usw. (Kommt natürlich
auf den Bereich an) und das Schreibt sich dann die Firma auf die Fahne. Also,
was will ein Betrieb denn noch? Gar keinen Urlaub für Mitarbeiter

Darauf kann ich dir ganz einfach eine Antwort geben. Eine Firma, bzw. eine Arbeit ist viel mehr als nur ein einfacher Tausch der Arbeitskraft gegen Geld. Eine Arbeit ist viel mehr Synergie. Der Arbeitgeber sichert dein Überleben bzw. dein Lebensstil und auf der anderen Seite sicherst du die Firma. Geht es dir schlecht, geht es der Firma schlecht. Geht es der Firma schlecht, geht es dir schlecht. Bei einem Fließbandarbeiter mag es zwar etwas anderes sein, aber bei qualifizierteren Beruf ist es etwas anderes.

Bei der Ausbildung wird es ja höchstwahrscheinlich nicht bleiben, dein Freund will sicherlich noch Forbildungen, Zertifikate, etc. für die Natürlich das Unternehmen zahlen soll. Evtl. dann noch eine Gehaltserhöhung, etc. Wenn er jetzt schon "aufmuckt", dann ist es wie gesagt ein schlechtes Image und damit kann er selbst seine eigene Karriere verbauen.

Mein Tipp wäre, jetzt 4-5 Monate zu arbeiten und dem Chef zu zeigen, was man drauf hat. Dann könnte man den Chef um ein kurzes Gespräch bitten und ihn in diesem Gespräch um Urlaub bitten.
 

Ewing

Mitglied
Auch das ist mir nicht fremd und ich kann es nachvollziehen. Vielleicht ist es einfach
vermessen von mir meinen Job bzw. meine Arbeitsstelle mit anderen zu vergleichen.
Du hast Dich nur so angehört, wie mein Chef. Er, ohne ablästern zu wollen, 'jammert'
immer: Wie schlecht es der Firma geht, dass er immer Stress hat, dass er
mal wieder länger da war....bla, bla, bla..
Das ist doch nur, damit man dem Angestellten ein schlechtes Gewissen einredet.
(habe übrigens das Gefühl, dass es hier für ein Handbuch gibt, dass dies so vor schreibt,
ist nicht meine erste Arbeitsstelle bei der das so ist, aber egal)
Die Risiken liegen nun mal bei Chef. Deswegen ist er Selbstständig
und wir hier nicht. Gleiche Richtung: Deswege fahre ich mit ´nem Micra durch die Gegend
und er mit ´nem fetten Benz. Das ist ja auch richtig so: Geht die Firma den Bach runter,
dann suche ich m ir einfach nen neuen Job. Mein Chef aber könnte dadurch ganz 'im
Keller landen'. Aber muss ich mir denn wirklich immer dieses 'Jammern' anhören?

Du hast natürlich Recht mit deinem Vergleich Fließbandarbeiter und 'gehobeneren' Job.
Für mich ist es einfach gelogen, wenn wieder mal das 'Weinen' anfängt und man
sich für die Firma einsetzen soll, damit es der Firma wieder besser geht. Das Schlimme
dabei ist nämlich, dass wenn dieser Auftrag beendet ist, es der Firma beim nächsten
Auftrag wieder schlecht geht (und diese Aufträge fließen ineinander). Kann man seine
Leute nicht anders motivieren

Zu deinem Tipp: Darauf wird es hinauslaufen.

PS. Finde übrigens gut, dass Du was dazu sagst. Normalerweise kann man ja
schlecht mit seinem Vorgesetzten darüber sprechen. So erhält man einen Einblick
der Denkensweise von 'der anderen Seite' - wenn ich das mal so sagen darf. :)
 

PC Heini

Erfahrenes Mitglied
Gewerkschaften kann man sogar beauftragen, bei der Firma nachzufragen, warum das so ist. Glaub mir, die Gewerkschaft wird dann diese Firma im Auge behalten.
Man kann sich jetzt streiten über Sinn und Unsinn über Gewerkschaften, aber die tun etwas.
 

Ewing

Mitglied
Gewerkschaften kann man sogar beauftragen, bei der Firma nachzufragen, warum das so ist. Glaub mir, die Gewerkschaft wird dann diese Firma im Auge behalten.
Man kann sich jetzt streiten über Sinn und Unsinn über Gewerkschaften, aber die tun etwas.
Ich würde den Sinn von Gewerkschaften nicht in Frage stelle, sonst gäbe es Arnarchie... aber lassen wir das.

Natürlich könnte man das tun, aber, wie Du schon sagtest, gäbe dies nur Ärger mit der Firma und das will er ja auch nicht. Grundsätzlich ging es nur um die Frage, ob das alles so rechtens ist. Der Gang am Montag für ihm wird zur Gewerkschaft sein, um die Info einzuholen. Was danach passiert soll liegt an ihm.

Ich Danke jedenfalls jedem hier für die Tipps und Einblicke.
 

PowerCheat

Erfahrenes Mitglied
ALso nach Bundesurlaubsgesetz stehen jedem Mitarbieter entsprechende Urlaubstage zu.

<Siw wie ich das gerade überfolgebn habe, wurde der Freund von dir nach der ausbildung dirket übernommen.

Aus meiner erfahrung ist es so das wenn man ein neues Angestellten verhältnis gbeginnt in der Probezeit kein Urlaub gewährt wird, oder leider meist nur mit zusammengebissenen zähnen.

Soweit keine bedeutungsvolle Begründung zur verwehrung besteht ist jedoch dein Freund berechtigt Urlaub zu bekommen.

Es besteht einfortlaufendes Arbeitsverhältnis, egal ob ausbildung dort gemacht wurde... es bekommt im normalfall nicht mal mehr Probezeit. Sollte zumindest so sein - ist aber auch nicht überall so-.

Ambesten mal eine Anwalt für Arbeitsrecht befragen. Je nach dem wie groß der betreibsrat ist, an ein Mitglied dieser mal ansprechen, oder einen Betriebsrat gründen, wenn genügent AN vorhanden sind.

Es gibt immer mittel und wege. Ansonsten gibt es auch einige Jura Foren, wo die Sachlage an einen Beispiel beschrieben werden kann (nicht auf euch persönlich beziehen da sonst als Rechtsberatung anseh bar - was verboten ist, wenn es kosten los ist siehe Rechtsberatungsgesetz), dort wird sicher entsprechend Hilfestellung gegeben.
 

Engelskind

Grünschnabel
Hallo!

Ich weiß nicht, ob das in Deutschland genauso ist wie in Österreich aber hier in Österreich gilt: die ersten 6 Monate kein Urlaub bei neuem Arbeitsantritt.
Ich weiß nicht genau wie das ist, wenn man in einer Firma ausgebildet wird. Vl sehen sie das so, da eine Ausbildung ja nicht wirklich eine Arbeit ist, das weiß ich nicht.
Aber Grundsätzlich gilt das, was da oben mit den 6 Mo steht. Außer es gibt dringliche "Notfälle" (zb Umzug, Hochzeit, Begräbnis,...) oder eben dass sich der Mitarbeiter nicht freinehmen kann, weil zu der Zeit gerade viele Aufträge hereinkommen.

Ansonst würd ich mal mit dem Abteilungsleiter darüber reden oder dem Betriebsrat.
 
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Ewing

Mitglied
Bevor sich hier alles im Kreis dreht:

Die Firma ist sehr kleine - eine dieser Üblichen kleinen 'Werbeklitsche', wo der Chef irgendwie vor einem Sitz usw. Also Betriebsrat gibt es nicht und das mit den Aufträgen trifft nicht zu, da in einer solchen (kleinen) Firma seltenst sechs Monate im Vorraus bekannt ist, was für Aufträge kommen.

@Engelskind: Find es etwas suspekt, dass Du eine Ausbildung nicht als 'richtig Arbeit' ansiehst. Weiß ja nicht wo Du, wenn zutreffend, deine Ausbildung gemacht hast. Wenn ich so zurückdenke, habe ich in meiner Ausbildung sehr viel mehr als viele andere Geleistet und wurde dabei nur ausgenommen. Fakt ist, dass viele Betriebe die Ausbildung nur ausnutzen - ist halt ne billige Arbeitskraft. Aber das will ich jetzt wirklich nicht weiter ausführen, da es total an der Sache vorbei geht.
 

Engelskind

Grünschnabel
Ich hab nicht behauptet dass ne Ausbildung keine Arbeit ist, ich hab damit ja gemeint, dass es vl gesetzlich nicht so als "richtiger Job" gesehen wird. Das weiß ich ja nicht. Ich kenn mich nicht so gut mit dem Thema "Ausbildung in der Arbeit" aus, weil ich das selbst nicht gemacht habe.
 
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