Kein Urlaub nach d. Ausbildung?

Ewing

Mitglied
Hallo Leute,

vielleicht kann mir da jemand mal zur Seite stehen und mir Informationen dazu geben.

Ein Freund kam zu mir und sagte, dass er glücklich über sein Bestehen der Berufsausbildung sei. Nun wurde ihm vom Betrieb jedoch gesagt, dass er leider 6 Monate keinen Urlaub nehmen darf.

Ist das richtig? Ich kenn zwar die Regelung für 'neue Arbeitsverträge', aber hat vorher ja die Ausbildung dort absolviert? Wir bräuchte also mal ´ne Aussage, die dem zustimmt, oder dies verneint (Gesetzestext ö.ä.)


Gruß Ewing


PS: Ja, Google habe ich natürlich auch befragt, kommt aber nur sinnloses Zeug raus.
 

Ewing

Mitglied
Nach 3 Minuten Lesen hab ich dann gesehen, dass es an der Sache vorbei geht.

Nein, im Ernst. Es geht nicht um die Probezeit einer Ausbildung. Es geht darum, dass man übernommen wird und dann eine Urlaubssperre erhält. Ob das so richtig.

Das, was Du mir da zeigst weiß ich selbst. Aber trotzdem Danke für deine Mühe.
 

zerix

Hausmeister
Moderator
Hallo,

wer sagt denn, dass es so normal ist?
Ich denke mal, dass es an der Firma liegt, dass die das so wollen. Vielleicht viele Aufträge oder ähnliches.
Es kann nämlich passieren, dass Urlaub abgelehnt wird, wenn viel arbeit ist.

MFG

Sascha
 

Ewing

Mitglied
Klar, das kenne ich ja selbst. Zumal man meist, in kleineren Firmen, sowieso
darauf achtet, dass man seinen Mitarbeitern durch Fernbleiben nicht zusätzlich
die Arbeit erschwert. Das ist mir klar.
Es liegt natürlich auch an der Firma. Wenn die sowas wollen und man selbst nicht,
ja dann arbeitet man eben woanders - könnte man nun argumentieren. Ihm geht es
aber eher darum, dass man ihn 'nicht über die Leisten zieht'. Da man ja X Urlaubstage im Jahr hat und man ihm innerhalb dieser 6 Monate keine zugestehen will - ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt.
 

Ewing

Mitglied
Auch wenn sich das jetzt echt blöd für Dich anhören mag,
aber das er ist nicht selbstständig und ihm/ mir ist völlig Wurst,
ob der Vorgesetzter Urlaub machen kann oder nicht. Zur Selbstständigkeit
hat Dich ja keiner gezwungen - Du darfst Arbeitnehmer nicht mit
Arbeitgeber in einen Topf werfen. Sorry, soll sich nicht böse anhören,
aber dein Statement bringt uns hier nicht weiter.
 

port29

deus.Server
Ja, mein Gedankengang mag für einen Angestellten etwas sonderlich klingen, aber habt ihr euch schonmal in die Lage des Firmenchefs versetzt? Er gibt dem Mitarbeiter eine Chance und stellt ihn fest ein. Als erstes nimmt sich der Mitarbeiter dann bezahlten Urlaub und ist dann für einige Zeit erstmal weg. Für den Chef ist es auch blöd. Und es spricht nicht sonderlich für die Motivation des Mitarbeiters tatsächlich etwas für die Firma zu machen.

Deshalb sollte sich dein Freund glücklich schätzen, dass er übernommen wurde. Urlaub kann er später auch noch machen.
 

Ewing

Mitglied
Ja, dein Argument kann ich nachvollziehen. Sicher hast Du Recht damit,
dass es nicht für den Mitarbeiter spricht. Was bei meinem Freund jedoch
der Fall ist, ist dass man ihm die U-Tage, die er innerhalb der sechs Monate
hätte, nicht zugestehen will.

Wo wir gerade beim Thema sind: Warum sind Vorgesetzte eigentlich immer
der Meinung, dass der Arbeitnehmer sich mit der Firma völlig intentifizieren und
alles für den Betrieb machen sollte?

Gleiches gilt für das, was Du gerade so schön gesagt hast: 'Eine Chance geben'
Als ob man dann ewig Dankbarkeit zeigen müsste - Sorry, ich verstehe es nicht.
Die Firma bekommt ja was: Arbeitskraft, Ideen, Kreativität usw. (Kommt natürlich
auf den Bereich an) und das Schreibt sich dann die Firma auf die Fahne. Also,
was will ein Betrieb denn noch? Gar keinen Urlaub für Mitarbeiter

Klingt wieder böse - ist aber wirklich ohne Wertung und nur als Frage gemeint.

Vielleicht verstehst Du mich so besser: Wenn er nach den sechs Monaten die UTage nehmen wollte, stünden ihm lediglich die Tage aus dem darauffolgenden halben Jahr zu - so wie die Firma das sieht.
 

PC Heini

Erfahrenes Mitglied
Nun, wenn ne plausible Begründung für die Urlaubssperre vorliegt, ist das normal. Wenn er aber keine Begründung erhalten hat, würde ich mich mal an die Geschäftsleitung wenden und nachfragen. Gewerkschaften erteilen auch Auskünfte. Sollte er kein Mitglied einer Gewerkschaft sein, so bezahlt er einen erträglichen Betrag für Rechtsauskünfte.
Allerdings kann bei solch krassem vorgehen eine Kündigung mit sich bringen.
 

Neue Beiträge