IT-Versicherungen

beelzebubi

Mitglied
Hi, ich spiele mit dem Gedanken mich im Netzwerkbereich selbstständig
zu machen.
Wollte folgende Bereiche abdecken: Netzwerkplanung, - einrichtung und Beratung. Kein Hardwareverkauf.
Zielgruppe: Kleine Unternehmen
Nun zur Frage.
Kennt jemand eine gute und billige Versicherung die Planungsfehler,
Downtime usw. versichert? Habt Ihr Erfahrungen, wenn ja was zahlt Ihr und für welche Leistungen.

Danke schon mal für die zahlreichen Postings. :)
 

InTreaTer

Grünschnabel
Hi!

Also erstmal solltest du eine einfache Berufshaftpflicht haben. Die deckt schon mal das gröbste ab.
Ansonsten ist eigentlich der Kunde derjenige, der sich versichern sollte, nicht du. Stell dir vor, du stellst bei 500 Kunden ein Netzwerk auf. Jedes Netz ist durch deine Versicherung abgedeckt, so daß du bei einem Schaden nicht privat haftbar gemacht wirst, sondern die Versicherung zahlt. Vorausgesetzt du hast keinen echten Mist à la Vorsatz / grob fahrlässig etc. gebaut...
Was meinst du, darfst du im Monat abdrücken? Soviel kannst du nicht erwirtschaften, glaub mir.
Daher machen auch viele IT-Unternehmen eine GmbH auf, bei der im Notfall die Haftung nur bis zur Einlage geht und eben nicht ans Private.

Andersherum kannst du jedem Kunden eine Elektroversicherung schmackhaft machen. Ich zitiere immer gerne das Beispiel einer USV. Ne echte USV für einen Server kostet ca. 2000€. Es soll ja eine gute Online-USV sein. Wenn man sich brav an die Herstellerangaben hält, wäre es ratsam die Akkus nach 2 Jahren zu tauschen. Gerne auch schon provisorisch nach 1 Jahr. Rechnen wir mit einem Jahr. Der Kunde zahlt also Anschaffung 2000€, sagen wir monatl. 200€ (wenn man auf ein Jahr rechnet). Und das dafür, daß sein Server "sauberen" Strom bekommt und daher das Risiko eines Schadens gemindert wird. Für 200€ allerdings bekommt er schon eine gute Versicherung, die ihm auch alles andere (Monitore, Clients, Netzwerkperipherie, etc.) absichert. Dann kanns ihm egal sein, wenn was kaputt geht. Natürlich ist die Downtime interessant. Aber die ist meist mitversichert.
Informier dich hier mal näher und nimm es in deinen Artikelstamm mit auf. Klappt bei mir hervorragend und alle Kunden waren bis dato froh, daß ich ihnen davon erzählt habe.
Denn ein Ausfall kann ja bekanntlich richtig teuer werden... Datenverlust, Server fährt nicht mehr hoch, 2 Tage Ausfall aller Arbeitskräfte,... auauau.


Grüße,

Markus.
 

beelzebubi

Mitglied
Ersteinmal Danke für deine Anregungen.

Ich wollte eigentlich nicht 500 Netze komplett versichern 8 ).Die Hardware klammer ich schon mal aus (denn die besorge ich nur) und versichert sollten eigentlich nur Fehler sein die man mir nachweisen kann. Also nicht was mit dem Netz passiert wenn ich mit den gemachten Änderungen oder falschem Benutzerverhalten nichts zu tun habe. Aber wahrscheinlich hast du recht. Hier eine klare Abgrenzung zu finden ist wohl nicht machbar.
Ich werde mich jetzt erstmal um die von Dur angesprochene Berufshaftpflicht kümmern.

Gruß
Michael
 

InTreaTer

Grünschnabel
eine klare Trennung wer Schuld hat ist im IT-Bereich zwar theoretisch, aber so gut wie nie praktisch machbar.
Die beste Versicherung ist immernoch den Kunden zufrieden zu halten und ein enges Verhältnis zu ihm aufzubauen.

Ich z.B. würde für jeden meiner ca. 50 Firmenkunden die Hand ins Feuer legen. Jede Unmöglichkeit möglich machen und bin stets freundlich und IMMER da, wenn man mich braucht. Dies rechnet mir jeder Kunde sehr hoch an. Das geht soweit, daß ich deshalb sogar gegen Wartungsverträge verstoßen darf. Das weiß der Kunde, es stört ihn aber keineswegs, da keiner auf die Idee kommen würde mich darauf auch nur anzusprechen. Jeder Kunde ist so begeistert von mir, daß ich nie büssen müsste. Klar ist so etwas nicht überall möglich, ich versuche es aber immer.
Mein Motto ist einfach: bau keinen Mist, verarsch den Kunden nicht. Alles Miese rächt sich irgendwann. Und was du an gutes gibts, erhälst du irgendwann zurück.

Schwarze Schafe gibt es immer und hinter die Kulissen der Kunden kann man auch nicht immer blicken, das ist klar. Aber ich habs lieber so als mich von vornherein auf einer ungesunden B2B-Basis auch noch mit Versichungen rumärgern zu müssen.

Arbeit soll doch Spass machen :)

Grüße,

Markus.