"geklaut" und nun?

salomos

Grünschnabel
Ein großes Hallo an alle,
ich bin neu hier und überfall euch gleich mit einer Frage. Zuerst möchte ich mich jedoch erstmal vorstellen.

Mein Name ist Nico und wohne im schönen oberbergischen Land bei Gummersbach. Liebe die Natur, vor alllem die schöne Aggertalsperre vor der Haustüre :)

beruflich mache ich Usabitity Engenering und programmiere neben bei immer wieder ein paar Webseiten. Arbeite mit Bryce, Poser, Photoshop, Corel, und Flash.

Liebe meine Freundin (lach) und meine Schäferhündin "Ronja"

Nun zu meiner Frage:

Oft hole ich mir Anregungen im Netz oder auch ganze Lösungsvorschäge.Weil warum soll man sich lange mit "Problemen" rum schlagen, wenn sie ein anderer auch schon hatte. ;-)

Jetzt finde ich es aber sehr ungerecht, die Lösung als seine eigene zu Präsentieren. Esist zwar legal, aber sehr ungerecht. Wie kann ich es (für mich) lösen, das ich diese Personen die mir "geholfen" haben zu würdigen

Mir kam da die Idee einfach eine "Linkseite" zu erstellen, wo drüber steht "An dieser Page haben mitgearbeitet....." und dann eine Auflistung mit ihren Webadressen.

Jedoch nicht:
PHP auf Seite xx erstellte Manfred Mustermann, http://www.domain.de

sondern nur:

Manfred Mustermann, http://www.domain.de
Friede Musterfrau, http://www.morgenrot.com

usw.

Ist das genug um diese "unbekannten" Helfer zu würdigen
liebe Grüße
Nico
(salomos)
 

Leola13

Erfahrenes Mitglied
Hai,

die Frage ist was sagen den die "unbekannten" Helfer dazu das du ihre Lösungen benutzt ?

Sind alle Copyright Rechte berücksichtigt ?
Haben dies Helfer auf ihrer Website (oder wo auch immer du die Sachen her hast) ihr Einverständnis gegeben ?

Wenn es von Webseiten der Erstellern ist, kenn ich es so, daß diese eine Aufforderung zur Verlinkung oder Nennung auf der Seite haben. Z.T. wollen Sie auch gefragt werden.

Wenn du z.B. Codeschnipsel hier aus dem Forum benutzt, den XYZ als Antwort gepostet hat, wird XYZ sich im Zweifel sicherlich über die Nennung freuen.

Generell würde ich aber immer (mindestens) nachfragen.

Ciao Stefan
 

salomos

Grünschnabel
erstmal Danke für die schnelle Antwort.

Das mir dem Copyright ist iin Deutschland so eine Sache, geschützt ist nur wenn es als geschütz deklariert ist (leider) Doch wenn das Script, Bild, usw. mehr als 30% verändert wurde ist dieser "Schutz" auch nicht mehr geltend. Nur geht es mir nicht um das "legale Klauen" sondern die Nennung. Wenn ich einen Script benutze ist er sowieso freigegeben, da er zum download freigegeben ist. Des weiteren bei einem Flash die *.fla Datei freigegeben wurde. Ich halte nichts davon den Quelltext auszulesen. Es sei ich würde eine Javascript Lösung suchen. Diese unterliegt aber dem Recht der Scriptspache und nicht die des Programierers.

Alles in Allem, möchte ich nur nicht das Mühen anderer unbemerkt untergehen.##Kann sein das ich mich mal wieder total unmissverständlich ausdrücke :-D
 

Gumbo

Erfahrenes Mitglied
Das mir dem Copyright ist iin Deutschland so eine Sache, geschützt ist nur wenn es als geschütz deklariert ist (leider) […]
Falsch. Gerade in Deutschland ist es anders als beispielsweise in den USA. Denn in den USA mussten schützenswerte Werke bis vor einigen Jahren in ein Copyright-Verzeichnis eingetragen werden, damit soetwas ähnliches wie das hiesige Urheberrecht überhaupt greift. In Deutschland hingegen unterliegt jedes geistige Eigentum automatisch dem Urheberrecht.

Doch wenn das Script, Bild, usw. mehr als 30% verändert wurde ist dieser "Schutz" auch nicht mehr geltend.
So pauschal kann das nicht gesagt werden. Denn wenn du ein Drittel von Goethes Faust durch „bla bla bla“ ersetzt, kannst du es auch nicht einfach als dein eigenes Werk ausgeben. Auch wenn du einfach nur die alle Farben einer Grafik veränderst – womit rein technisch alles geändert wurde – ist es noch lange nicht dein geistiges Eigentum.

Wenn ich einen Script benutze ist er sowieso freigegeben, da er zum download freigegeben ist.
Solange nicht anders ausgezeichnet, unterliegt eigentlich alles dem Urheberrecht und es bedarf eines (schriftlichen) Einverständnis des Autors. Häufig werden sie jedoch unter einer bestimmten Lizenz zur Verwendung freigegeben, die die genauen Nutzungsrechte beschreibt.

Frage also am besten den Urheber, ob du seine Werke in dem von dir gewünschten Umfang nutzen darfst.

Achja: Dies sollte nun jedoch nicht als juristische Grundlage genommen werden, da es nur mein eigenes Wissen widerspiegelt.
 

salomos

Grünschnabel
lach - jetzt wird es kompliziert, aber im Grunde hast Du Recht. Zwar nicht mit allem, aber wie gesagt es ist die eigene Meinung. Göthes Faust unterliegt auch den Historischen Rechten :) Es ist schon so eine Sache mit dem Urheberrecht, da die Beweislage am Kläger hängt und nicht am "Dieb".

Klar sollte man den Programierer fragen und das mache ich auch, das ist ja auch nicht die Frage, nur die Nennung in einer Page sollte welche FOrm auch immer haben
 

Gumbo

Erfahrenes Mitglied
Es ging mir auch vielmehr ums Prinzip als um ein tatsächliches Beispiel.

Zu deiner Frage: Du könntest eine zusätzliche „Über“-Seite oder ein Kolophon schreiben, in der du etwas über das Skript selbst und die verwendeten Mittel erzählst.
 

hpvw

Erfahrenes Mitglied
Wenn es mehr oder weniger "wissenschaftlich" ist, könntest Du Dich an die üblichen Zitierrichtlinien halten.

Das heißt, wenn Du Informationen, Schlussfolgerungen oder Vorgehensweisen Anderer verwendest, musst Du diese als solche kennzeichnen. In Unis gibt es an den Instituten diverse Richtlinien hierzu, die aber meist nur die Form konkretisieren, also sagen, dass Du mit Fußnoten arbeiten sollst, oder mit einem Literaturverzeichnis. Gemein ist ihnen, dass Du jede Quelle benennen musst.

Im Internet, vorrausgesetzt Du arbeitest mit Internetquellen, ist es relativ einfach durch das setzen eines Links. So ist auch in Blogs häufig zu sehen "wie x zu diesem Thema geschrieben hat", "Im Gegensatz zu y, der a sagt, sage ich b" oder "Der Spiegel berichtet über c".

Ein Beispiel zur Skript-Entwicklung (weil ich mich gerade damit befasst habe):
AJAX in allen Browsern

Es ist bekannt, dass die gängigen Browser verschiedene Wege haben, an ein XMLHttpRequest-Objekt zu kommen. Außerdem sind viele Funktionsaufrufe nötig, um eine Anfrage zu senden.

Zur einfacheren Verwendung wollen wir einige Möglichkeiten kapseln.

Wir bedienen uns dazu des Codes von Jim Ley und schreiben diesen in eine Funktion:
Code:
function getXMLHttpRequest() { ... }
Nun wollen wir folgende Funktionen implementieren, welche die oben geschriebene Funktion nutzen:
  • xMLHttpGetRequest(uri,parseFunction)
  • xMLHttpFileExists(uri)
  • xMLHttpPostRequest(uri,postData,parseFunction)
//Beschreibung der Implementation unter Nennung der Quellen von Code-Stücken.
Der Text ist zwar nicht besonders wissenschaftlich geschrieben, aber meines Wissens kann Dir keiner was, wenn Du auf diese Weise veröffentlichtes Wissen nutzt.

Bei einem Bild kannst Du diese Links in der "Entstehungsgeschichte" des Bildes aufführen. Wenn das Bild jedoch nicht einem Zweck der Wissenvermittlung oder Methodenentwicklung dient, wüsste ich auch nur den von Gumbo genannten Weg. Ob Dich das allerdings von den Ansprüchen der Rechteinhaber befreit, weiss ich nicht. Es ist aber auf jeden Fall ein Weg, die Arbeit der Rechteinhaber zu würdigen, wenn Du das Objekt nutzen darfst.

Gruß hpvw
 

Another

Erfahrenes Mitglied
Gumbo hat gesagt.:
In Deutschland hingegen unterliegt jedes geistige Eigentum automatisch dem Urheberrecht.


Dazu hätte ich eine Frage: Steht das irgendwie schwarz auf weiß?

Nicht das ich dir nicht glaube, nur interessenhalber würde es mich schon sehr interessieren, wie es ist wenn man etwas selbst erschaffenes (Bild einer Zeichnung oder 3d Programms, ein Lied welches man sich unter der Dusche hat einfallen lassen, etc.) irgendwo veröffentlicht, und worauf man achten, bzw. vorgehen kann/sollte damit es keiner einfach als "sein" Werk tetoliert.

Langer Satz, ich weiß. ;) ;-]
 

Rena Hermann

Erfahrenes Mitglied
http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/index.html
Es ist dort nirgendwo bestimmt, dass ein Urheber sein Werk irgendwie als geschützt bezeichnen geschweige denn irgendwo anmelden muss.

Dass 30% umgearbeitet werden müssen, um den Schutz "auszuhebeln", ist übrigens genau so ein Märchen wie dass vier Takte oder sieben Töne oder 10 Sekunden eines Lieds frei zur Nutzung wären, was ja auch immer gerne genommen wird. ;)

Ein Werk entsteht also bei der "Schöpfung" und unterliegt automatisch dem Urheberrecht.
Voraussetzung: Eine entsprechende "Schöpfungshöhe" wird erreicht. Eine Checkliste dafür gibt es allerdings nicht, das wird im Einzelfall entschieden.
Aber als Beispiel: Diese paar Zeilen hier genügen sicher nicht der erforderlichen Schöpfungshöhe - der Bestseller von morgen schon, auch auszugsweise, jedoch nicht der banale Satz "Gerade ging ich die Straße entlang" für sich, der da vielleicht drin steht.
Genau so sieht es bei Scripts aus ... ein Popupfensterscript unterliegt vermutlich eher weniger dem Schutz, das für einen Shop als Ganzes möglicherweise schon.

So zumindest mein Wissensstand ... keine "Beratung" versteht sich.
Gruß
Rena

PS: Das Wort "geistiges Eigentum" gibt's übrigens auch nicht. ;)
 
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