Festplatten Backups


Tommy57

Erfahrenes Mitglied
Hi,

ich suche nach einer automatisierten Lösung, meine Festplatten (3 x 250GB) zu Backupen. Am liebsten wäre mir wahrscheinlich irgend eine online Lösung, aber gerne auch Backup Festplatten. Dabei wäre es cool, wenn ich von meiner Windows Platte ein Image hätte, dass ich im Falle eines Crashs auch ohne Betriebssystem einspielen könnte. Und bei meinen anderen beiden platten, könnten es auch einfach normale Kopien sein. Wobei ich da gewisse ordner ausschließen müsste, wie den download Ordner.

Kann mir da jemand helfen? Aktuell habe ich nur USB 2.0. Aber da kann man ja bestimmt so ne PCI Karte kaufen, falls notwendig.

Gruß, Tommy

EDIT: wäre gut, wenn es unter 500€ bleiben würde.
 

sheel

I love Asm
Hi

zuerst zur Geschwindigkeit: USB2 ist dir nicht genug, aber online passt...? Vermute mal, du willst doch lieber USB (2/3).
Würde auch aus Sicherheits/Datenschutzgründen sehr von Onlinebackups abraten.

Zu der Komplettkopie von Windows, die später auch als lauffähges OS wieder eingespielt werden kann: Wenn das Backup gemacht werden soll, während diese Windowsinstallation läuft, gibts afaik weltweit kein einziges Programm, dass das wirklich verlässlich und vollständig machen kann (und ich beschäftige mich schon Jahre mit dem Thema - Gründe beinhalten die grauenhaften Designs von NTFS, VSS, EFS usw.). Man hat mit den vorhandenen Lösungen zwar eine gute Chance, wieder ein lauffähiges OS zu bekommen usw., aber auch eine gute Chance dass irgendwo eine einzelne Systemdatei doch nicht richtig wiederhergestellt wurde, und man merkt es nur bei bestimmten Aktionen durch Abstürze usw. Oder fehlende Metainformationen die zwar die Funktionalität nicht behindern, aber die Sicherheit gegen Malware. usw.usw.

Falls man es mit einer verlässlicheren Lösung machen will bleibt nichts anderes übrig, als dieses Windows eben ausgeschaltet zu haben, während das Backup gemacht wird (egal ob das andere OS auch Windows, oder Linux, oder... ist. Durch die vorhandenen Tools wäre Linux empfehlenswert, aber prinzipiell gehts auch mit Windows).
Bedeutet, eine automatisierte Lösung wird schwer..

Daher die Frage, ist die Automatisierung wichtiger als das Risiko?
Und falls ja, was soll sein wenn der Computer zum Backupzeitpunkt aus ist, die Zielfestplatte nicht angesteckt ist, oder so?

...

Zu den Nicht-System-Partitionen, bei eingeschaltetem Windows besteht "theoretisch" das selbe Problem, hier ist das Risiko aber deutlich kleiner solange man a) selber keine Programme laufen hat, die an den Dateien während dem Backup etwas ändern, b) keine der komplexeren NTFS-Features verwendet (angefangen mit Symlinks, Hardlinks, usw.usw.), und c) keine Antivirus laufen hat.
Und auch wenns nicht passt sind die Dateien eventuell weniger "wertvoll" - wenn man es akzeptieren kann, dass vielleicht eines von den zig tausenden Fotos beim Backupverwenden kaputt ist, usw. ... aber falls man für Windows schon eine Offlinesicherung macht, kann man das auch gleich mitmachen.
 

Snugel

Mitglied
Hallo Zusammen,

doch es gibt Möglichkeiten ein lauffähiges Backup zu erstellen und es dannach wieder einzuspielen. Dies bleibt jedoch nicht ohne eigenes zutun. Mit einem Passenden Script könnte dass automatisiert werden. Hier gibt es mitsicherheit den einen oder anderen Spazialisten, der sich mit PowerShell auskennt. Auch wenn ich Powershell kenntnisse habe, würde ich die doch eher als Anfänger mit Tendenzen zum Übergang in den afängerfortgeschrittenen Status sehen.

Die Lösung ist VHD bzw. VHDX.

Du kannst ein bestehendes Speichermedium in eine VHD oder VHDX Datei Speichern. Ob dieser Prozess mit einem Script ansprechbar gemacht werden kann, weis ich noch nicht. Sollte es gehen, könnte man das in die Aufgabenplanung in Windows integrieren und beim auschalten abends den Rechner das Backuperstellen lassen. Die wenigesten kennen das. Es wird nicht als Backuplösung angeprisen etc. du kannst dannach die VHD Datei nehmen und in eine VM einbinden und testen.

Vielleicht bietet ich dem ein oder andern hier inspiration so ein Script zu erstellen. Vielleicht sogar mir selber. Das würde aber sehr lange dauern.

Ich muss der Richtigkeitshalber sagen, dass würde nur ein Prinzip eines Backups verfolgen.

Es gibt Programme die Können eine Kombination aus Vollsicherung und Differenziell oder Vollsicherung und Inkrementell. Meine Lösung würde jedesmal ein Vollbackup machen, was ziemlich speicherintensiv wäre. Meine Lösung wäre auch kein eigenständiges Backupprogramm. Vielmehr eine funktion von Windows, die eher unbekannt ist und in dem zusammenhang eher nicht gebracht wird. Jedoch könnt Sie durchaus von Vorteil sein, wenn man das Backup gleich danach auf funktion oder lauffähigkeit testen will - VM.
Windows 7 hatte es noch gekonnt mit VHD oder VHDX Dateien zu Booten. Ob das bei Windows 10 noch geht, weis ich grad nicht mehr.

Consumer lösungen sind Acronis True Image und O&O Backup. Die Meinungen gehen auseinander was die bessere Software ist. Es gibt mitsicherheit auch noch mehr.

Es gibt auch Programme, die ein fornsiches Backup erstellen. Das geht aber sehr, sehr lang und wird meist nur von bestimmten behörden wie der Kriminalpolizei etc. verwendet. O&O kann das glaube ich schon in der Pro.
 
Zuletzt bearbeitet:

Sempervivum

Erfahrenes Mitglied
sheel hat gesagt.:
Wenn das Backup gemacht werden soll, während diese Windowsinstallation läuft, gibts afaik weltweit kein einziges Programm, dass das wirklich verlässlich und vollständig machen kann
Das war auch mein Eindruck mit Acronis: Nach einigen Abstürzen habe ich davon Abstand genommen und bin auf Clonezilla übergegangen. Da ist die Bedienung etwas spröde, aber es war bisher absolut zuverlässig.
IMO sollte man bzgl. Automatisierung zwischen dem Backup des BS bzw. dem Erstellen eines Image und dem Datenbackup unterscheiden. Ersteres ist weit weniger häufig erforderlich als das Datenbackup und es ist akeptabel, wenn man es manuell macht bei herunter gefahrenem BS.
Das Datenbackup mache ich täglich und automatisiert. Benutze Freefilesync und bin damit ebenfalls sehr zufrieden
 

Snugel

Mitglied
@Sempervivum
Vorneweg: Ich bin mir nicht sicher, ob Freefilesynch folgendes kann:

Entschuldige wenn ich das jetzt so sage, eine Synchronisation ist kein Backup. Ein Backup ist per definition ein Zustand einer Datei, der sich nicht mehr ändert. Das kann nur Gewährleistet werden, wenn das Programm das man verwendet für jedes Backup eine neue Datei anlegt und die alte dabei unberührt lässt. Eine Synchronisation legt in der Regel keine neue Backupdatei an, sondern speichert die orginal Ordner und Dateistrucktur auf dem Ziellaufwerk ab. Außerdem wird die Ordnerstrucktur und die Datei/en bei einer Synchronisation durch den Binärvergleich sobald dieser eine änderung beinhaltet ersezt. Das ist dann nicht revisionssicher.

Ein Backupprogramm erkennt veränderungen an dem Archivbit. Ist es gesetzt, wird die Datei gesichert. Denn dann wurde diese verändert. Das schreiben erfolgt wie oben schon gesagt, in eine extra Datei die nicht mehr verändert wird. Beim Nächsten Ausführen des Backups wird eine neue Backupdatei angelegt und die Dateien die sich verändert haben, werden erneut in die seperate Backupdatei geschrieben, die sich danach nicht mehr ändert. Erst sobald das Backup nicht mehr gültig ist wird die Backupdatei gelöscht bzw. überschrieben.

Wenn freefilesynch das nicht kann, dann legt es kein Backup an, sondern synchronisiert lediglich die Daten. Das ist dann expliziet kein Backup.