Bezahlung vertraglich regeln?

GFX-Händchen

Erfahrenes Mitglied
Muss man seinem Kunden 14 Tage Zeit geben eine Rechnung zu begleichen oder darf man in den Vertrag und den AGB's reinschreiben, dass quasi Vorkasse geleistet werden muss bevor die fertige Ware an den Kunden übergeht/zugesand wird?

PS: Ich wollte noch was fragen, aber das fällt mir gerade nicht ein.:rolleyes:
 

GFX-Händchen

Erfahrenes Mitglied
Hmm, den $ kann man jetzt so oder so verstehen.:rolleyes:
Zur "30-Tage-Frist"... die müsste man ja irgendwo nachlesen können, außer sie fällt bei dem $ unter Ziffer 2.:suspekt:
 

vfl_freak

Premium-User
Moin zusammen,

ich glaube nicht, eine Zahlungsfrist (wie lang auch immer) zwingend vorgeschrieben ist! Viele Online-Händler ("ebay and Friends") handhaben das so, und auch anderweitig ist oft zumindest bei der Erstbestellung Vorkasse zu leisten.
Ich denke, das es grundsätzlich Sache der Verkäufers ist, wie 'kulant' er seine Zahlungsbedingungen handhabt. Und auch Skonto ist ja wohl kein Muss, oder ?

Gruß
Klaus
 

ronaldh

Erfahrenes Mitglied
Natürlich kann man Vorkasse verlangen! Die Frage ist jedoch, ob der potentielle Kunde bereit ist, diese zu zahlen, oder dann doch zu einem Mitbewerber wechselt.

Aus Sicht des Kunden erfordert Vorkasse ein hohes Maß an Vertrauen. Es könnte ja sein, dass Du das Geld einsackst, ohne die Gegenleistung zu erbringen. Ein Vertrauen, was Du ihm gegenüber offensichtlich nicht hast.

Es kommt natürlich auf die Art der Leistung an.

Soll beispielsweise ein teures System (z.B. ein Computer Netzwerk mit Server und etlichen Arbeitsplätzen) geliefert werden, ist es nicht unüblich, dass ein Teil des Betrages per Vorkasse, und der Rest bei Lieferung bezahlt wird, da in diesem Fall höhere finanzielle Vorleistungen erbracht werden müssen. Das gleiche trifft z.B. auf eine Software-Entwicklung zu, die sich über mehrere Monate hinstreckt. In diesem Fall könnten dann monatliche Teilzahlungen, die sich am Entwicklungsfortschritt orientieren, vereinbart werden. Beide Beispiele setzen natürlich voraus, dass zwischen Kunde und Auftragnehmer bereits ein Vertrauensverhältnis vorliegt (sonst würde man einen solchen Auftrag sicherlich nicht vergeben).

Wenn dagegen jemand z.B. für 200,-- eine kleine Webseite anbietet, und dafür Vorkasse haben wollte, wird niemand bereit sein, dies zu bezahlen. Denn in diesem Fall ist das Risiko für den Kunden größer, dass er eine unzureichende Arbeit bekommt, als das Risiko für den Auftragnehmer, sein Geld nicht zu bekommen.

Häufig wird vom Kunden bei Zahlung von Vorkasse eine Bankbürgschaft verlangt. Damit geht er sicher, dass die Leistung auch wirklich erbracht wird- Diese kostet jedoch Geld, und ist für den Auftragnehmer alles andere als unproblematisch.
 

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