Moinmoin!
Ich hatte ganz toll und sparsam für die Firma 2 neue
PC bei einem großen Onlineversender mit 9 Buchstaben
geordert. Die Lieferung erfolgte wie immer bei diesem
Händler granatenschnell!
Leider hatte ausgerechnet der Rechner für den Chef ein
"Problem". Manchmal hat das Ding einfach keine Lust
zu starten. Du drückst den On-Schalter. Der leuchtet dann
auch schön - das wars aber auch! Er fährt nich hoch, nix.
Beim 2ten oder 3ten mal geht es dann.
Jo, also beim Händler eine Reklamation angemeldet. Damit begann
dann das Drama!
Auf dem Reklamationsformular konnte man die gewünschte
Verfahrensart angeben. Unter anderem "Umtausch" da Ware defekt.
Wozu diese Angabe da möglich ist, wird wohl immer das Geheimnis
des Händlers sein. Auf jeden Fall hat er das komplett ignoriert
und den Rechner an den Hersteller (ehemals mit 3 großen Buchstaben,
jetzt Chinese ;o)) zur "Reparatur" gesandt.
Geschlagene 1 1/2 Monate statt der angekündigten 2-3 Wochen
später traf der "reparierte" PC hier wieder ein.
Wie ich befürchtete, war der Defekt natürlich
NICHT behoben worden! Stattdessen wurden so sinnlose Dinge, wie
ein Softwarestresstest durchgeführt. Vom gemeldeten Fehler ist
nirgends etwas vermerkt.
Reichlich genervt habe ich mich wieder an den Händler gewand.
Unter anderem mit dem Hinweis, dass man doch eigentlich
im Sinne des Kunden den Rechner, wie angefordert, austauschen sollte.
Wir können nunmal nicht schon wieder Wochenlang auf den PC warten.
Als Antwort kam nur, dass wir uns doch an den Hersteller direkt wenden
sollten. Aha.
Ja, der ist aber nur über eine teure Hotline erreichbar. Per mail
ist da kein rankommen! Ich hab es noch nicht ausprobiert, aber ich
vermute da wird sich wieder nur ein Call-Center in Timbuktu melden
ohne kompetente Hilfe. Mehr als "dann senden sie uns den Rechner
zu" wird es wohl nich werden.

Ja, was lerne ich daraus? Billig ist eben NUR billig!
Hätte ich die Rechner beim seriösen Systemhaus vor Ort bestellt,
hätten wir evtl. ein paar Euros mehr bezahlt, aber da hätten wir
sicher kulanter Weise zumindest ein Austauschgerät während der
Reparatur bekommen.
Jaja, aus Schaden wird man klug ;o)
Der Onlinehändler ist jedenfalls für mich und die Firma komplett
gestorben! Die PC-Marke ebenfalls. Die Rache des kleinen Mannes ;o)

Meiner laienhaften Meinung nach könnte es ja das Netzteil, oder das
Mainboard sein. Was meint ihr?

Gruß
Ralf

P.S. Was ich noch vergessen habe: Nach Ablauf der 3 Wochen fragte ich etwas
genervt beim Händler nach, wo den nun der PC bliebe, bzw. ob denn schon eine
Diagnose vorliege. Desweiteren stellte ich die Frage, ob das den nun
Kundenorientiertheit und Service sein soll. Wohl gemerkt alles freundlich und
sachlich, aber so, dass man schon eine gewisse Genervtheit feststellen konnte.
Als Antwort wurde dann gleich ein Kollege aus der Rechtsabteilung auf mich
angesetzt, der genauso sachlich und freundlich eine seitenweise Abhandlung
über die Rechte und Pflichten des Händlers im einzelnen und die eigenen AGB
im speziellen verfaßt hat.
Fand ich jetzt etwas übertrieben. Wirft aber das richtige Licht auf den Laden.