Es gibt keine Software-Lösung die wirklich empfehlenswert ist. Meine besten Erfahrungen habe ich mit Kerio gemacht, aber jede Software-FW sollte nur eine Übergangslösung sein.
Besorg Dir einen anständigen Router (FritzBox oder Netgear zB), dann kannst Du die Windows-FW deaktivieren.
Aber Hände weg von den Billigprodukten! Auf denen läuft meistens nur eine NAT und was man braucht ist eben eine "echte" FW, sprich SPI. Auch würde ich von sämtlichen Siemens-Produkten abraten, wie sie zB von Telekom und Hansenet bei Vertragsabschluss mitgeliefert werden.
Auf dem neuesten Gerät welches Hansenet in Verbindung mit dem TV-Home-Tarif verschickt ist zB die SPI deaktiviert, da es sonst zu Problemen mit dem TV-Home-Gerät kommen kann. Darüber weiss der Verbraucher natüllich nichts und ich weiss es auch nur weil ich einen Techniker bei Hansenet kenne. Dazu kommt dass man diese Geräte nicht konfigurieren kann, also keinen Zugriff darauf bekommt.
Von unzähligen Zeigefingern getroffen sank er zu Boden und seufzte: "nun gut, ...ich bin Schuld..."
Es gibt (wie für fast jedes allgemeine Computerproblem) auch hier ein wunderbare FAQ:
http://www.fefe.de/pffaq/
Diesen Hunger, diese Gier nach Schönheit, Liebe, nach dem Leben spür ich heute noch in mir, ungebrochen, ungestillt.
So ist mir als Kraft gegeben, was oft nur als Schwäche gilt.

Zitat von
Radhad
SPI schön und gut, aber das schützt dich nicht vor potenziell gefährlichem Inhalt. Wenn man wirklich sehr sicher surfen will, muss man neben einem Paketfilter wie sie Fritz!Box etc. anbietet auch eine Application Firewall haben, und die gibt es nur Client-seitig per Software Firewall! Und Application & Pakete sind nicht die einzigen Dinge, die man Filtern sollte...
Wer noch sicherer sein will stellt statt Port Forwarding seine Ports unter Port Triggering ein, dort werden nur Ports aufgemacht, wenn eine entsprechende Anfrage aus dem Netzwerk losgeschickt wird und nach einer gewissen Zeit wieder geschlossen.
Meinst Du FritzDSL? Ich habe eine FritzBox und FritzDSL verstehe ich eher als Steuer-Software um die Firewall zu konfigurieren. Das heisst man kann damit bestimmten Programmen/Prozessen Zugriff erlauben/entziehen, Ports öffnen/schliessen/zuweisen usw.
Ob Port-Forwarding oder Triggering ist nicht eine Frage der Sicherheit sonder eine des Bedarfs. Triggering nutzt mir zB herzlich wenig wenn ich von aussen auf meinen PC zuhause zugreifen will.
Wer so sicher wie möglich sein will, sollte zunächst erstmal wissen wie eine Firewall arbeitet und sich im klaren darüber sein, dass jede Firewall nur so sicher sein kann wie sein Benutzer weiss was er tut. Soll heissen, die beste Firewall nützt nichts wenn jemand sich einen Trojaner runterlädt und ihn ausführt! Wer achtlos im Netz surft und auf alle möglichen Links klickt muss sich nicht wundern wenn was schief geht. Denn nicht die Firewall erlaubt dem Trojaner die Verbindung, sondern der Benutzer!
Grundsätzlich arbeitet eine Firewall so, dass alle Anfragen von aussen, die nicht vom PC angefordert worden sind, abgelehnt werden.
Und der Unterschied zwischen einer Hardware-Firewall (also ein Router zB) und einer Softwarelösung ist eben der, dass lokale IP-Adressen (und die bekommt man nur mit einem Router/LAN) nicht vom Internet aus aufgerufen werden können. Die vom ISP zugewiesene IP endet am Router.
Bei einer Software-Firewall sieht das schon anders aus. Die zugewiesene IP des ISP endet direkt am PC. Das heisst also, dass ein Hacker der eine Firewall geknackt hat auch sofort auf dem PC zugreifen kann. Anders bei der Hardware-Firewall. Wenn ein Router gehackt wird (was ich im Normalfall für unmöglich halte) nutz es dem Hacker recht wenig, da er den PC trotz gehackten Router nicht erreichen kann (lokale IP eben).
Eine Software-Firewall ist also (fast) nutzlos sofern man einen Router hat. Im Gegenteil, sie kann dazu führen, dass die Verbindung schlechter wird oder sich die Firewalls gegenseitig ausschliessen.
Auch auf die Gefahr hin, dass ich mir jetzt selber widerspreche, aber eine Software-Firewall (zusätzlich zu einer Hardware-Firewall) kann dann Sinn machen wenn:
- man in einem grossen Netzwerk arbeitet und sich vor "dummen" Kollegen und deren leichtfertigen Umgang mit dem Internet schützen will
- oder man zusätzliche Kontrolle über Programme braucht die auf das Internet zugreifen (ich glaube das meinte Radhad auch, wenn ich es richtig verstanden habe)
Kurzum, um sich vor potenziell gefährlichem Inhalt zu schützen und sicher zu surfen bedarf es nur einer Hardware-Firewall und dem gewissenhaften Umgang mit dem Internet. Ein Antivirenprogramm (inklusive Mail-Guard) ist selbstredend.
Achja, weil ich hier grade was von WLan gelesen habe. Wer WLan nutz sollte sich Geräte holen die die WPA- oder besser noch WPA2-Verschlüsselung beherrschen. WEP ist längst nicht mehr sicher und es gibt bereits Programme zum freien Download mit denen man WEP-geschützte WLans ruckzuck knacken kann.
Mehr Informationen dazu hier: http://www.heise.de/security/artikel/59098
Ps.: ISP = Internet Service Provider (Telekom, Arcor usw)
Geändert von ojamaney (24.08.07 um 01:47 Uhr)
Von unzähligen Zeigefingern getroffen sank er zu Boden und seufzte: "nun gut, ...ich bin Schuld..."
@navy:
Eine Firewall "arbeitet" also nicht sondern setzt um? Danke, ein Glück dass ich Dich getroffen habe, sonst wäre ich wohl dumm gestorben
.
User arbeiten nicht mit admin/root-Rechten? Na komisch, ich bin User und arbeite immer als Admin
.
Zu dem Rest Deines pompösen Geschwafels lass ich mich jetzt mal nicht weiter aus. Aber Danke, dass Du uns allen gezeigt hast wie wortgewaltig Du Kommentare bis zur Unkenntlichkeit zerpflücken kannst.
Naja, so einen gibs in jedem Forum. So langsam gewöhn ich mich dran
Von unzähligen Zeigefingern getroffen sank er zu Boden und seufzte: "nun gut, ...ich bin Schuld..."

Zitat von
Navy
AndreG schrieb:
Und wenn man Programmen die Kommunikation verbieten will, dann reicht der Windowsinterne Paketfilter aus. Oder man deinstalliert das Programm, wenn man diesem nicht vertraut.
Hmm, wo finde ich diesen? Bisher hab ich meine PFW aus einem ganz anderen Grund benutzt, der den Altklugen PFW-Gegnern nicht in den Sinn zu kommen scheint: Datenschutz. Da fällt mir gleich dazu ein: wer weiss wie TCP/IP funktioniert und wirklich etwas über Netzwerke erfahren möchte, dem kommt es sehr wohl auf einen weiteren HOP an.
Also wenn es eine vertrauenswürdige Alternative mit Windowsbordmitteln gibt, wie ich den Datenverkehr den meine Anwendungen verursachen kontrollieren kann, dann freue ich mich über den Tipp wie ich das machen kann. Deinstallieren ist sicher keine brauchbare Lösung.
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Zitat von
AndreG
Eigenschaften Lanverbindung --> Eigenschaften TCP/IP --> Erweitert --> Optionen
und da ist er.
Jedoch (meiner Meinung nach) unbrauchbar da:
1. Schwer zu erreichen
2. Jeden sch**** Port muß ich per Hand freigeben.
3. Es ist genau so "unsicher" wie ne PFW
Das ist nicht dasselbe. Ich kann nicht Programme definieren, denn es kann sehr wohl vorkommen, dass ich einem Programm einen Port erlauben möchte und einem anderen nicht. Von daher ist es doch keine Alternative.
Zum Thema: ich bin mit der Ashampoo Personal Firewall zufrieden. Die gibt es auch kostenlos und sie hat einige gute Features, die andere Firewalls erst in der Kaufversion haben. Mehr kann man auf tecchannel.de lesen.
Die Diskussion, ob eine PFW überhaupt Sinn macht gehört meiner Meinung nach nicht in den Thread. Dafür gibt es andere Foren und Seiten die wesentlich mehr Informationen dazu aufbereitet haben als es hier mit einfachen Posts möglich wäre.
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