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01.04.09 20:00 #1
Hallo zusammen,
ich habe zusätzlich zu meinem WinXp nun Debian (Lenny) installiert.
Wenn ich nun versuche aus meinem Debian heraus auf meine NTFS platten zuzugreifen bekomme ich folgende Meldung:
Code :1
Invalid mount option when attempting to mount the volume 'System'.
Danach habe ich
ein weinge gequält.
Nach etwas suchen habe ich den Hinweis gefunden das man die Datei /etc/fstab bearbeiten soll.
Diese sah standardmäßig bei mir so aus:
ich habe nun noch folgende einträge ergänzt:# /etc/fstab: static file system information.
#
# <file system> <mount point> <type> <options> <dump> <pass>
proc /proc proc defaults 0 0
/dev/sda3 / ext3 errors=remount-ro 0 1
/dev/sda4 none swap sw 0 0
/dev/hda /media/cdrom0 udf,iso9660 user,noauto 0 0
Code :1 2
/dev/sda2 / ntfs errors=remount-ro 0 1 /dev/sda1 / ntfs errors=remount-ro 0 1
Wenn ich nun versuche die Festplatten einfach mit einem doppelklick zu öffnen bekomme ich zwar die Fehlermeldung nicht mehr. Allerdings passiert auch sonst nichts weiter.
Kann mir jemand an diese Stelle weiterhelfen?Wenn mein Beitrag dir geholfen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung oder ein Danke freuen
Gruß Johannes
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01.04.09 20:17 #2
dashier hat mir geholfen:
klickWenn mein Beitrag dir geholfen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung oder ein Danke freuen
Gruß Johannes
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03.08.09 02:37 #3
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Das ist ja auch GANZ falsch so. Die beiden "/" müssen durch jeweils *unterschiedliche*, leere Verzeichnisse ersetzt werden, unter denen die Platten erscheinen sollen.
Für NTFS gibt es außerdem DREI verschiedene Treiber, Du solltest "ntfs-3g" installieren (nur das kann auch schreiben) und das auch so eintragen, also so etwas (Verzeichnisnamen beliebig, aber konsistent wählen) als root:
Code :1 2
mkdir /media/winxp_1 mkdir /media/winxp_2
Dann erscheinen die Windows-Platten später dort, wo auch USB-Datenträger und CDs automatisch erscheinen, nämlich unter.Code :1
/media
Jetzt modifizierst Du Deinenoch wie folgt:Code :1
/etc/fstab
Code :1 2
/dev/sda2 /media/winxp_2 ntfs-3g errors=remount-ro 0 0 /dev/sda1 /media/winxp_1 ntfs-3g errors=remount-ro 0 0
Beachte, daß ich die Verzeichnisse geändert habe, den Dateisystemtypen auf "ntfs-3g" gesetzt und die Zahl am Ende auf "0" geändert habe; denn es gibt ohnehin noch kein "fsck.ntfs", also braucht man auch nicht zu versuchen, das im ersten, zweiten oder n-ten Grüppchen zu prüfen.
Folgendes dürfte auch erhellend wirken:
Code :1 2 3 4 5
man ntfs-3g man mount man ntfs-3g.probe man mount.ntfs-3g man 5 fstab
Beachte, daß der Schreibzugriff auf NTFS experimentell ist. Der Treiber "ntfs" kann nur lesen und ist recht rudimentär, dafür aber stabil. Es gibt noch einen älteren "FUSE"-Treiber (der "3g" ist auch ein solcher), der wohl zwischen den beiden anderen anzusiedeln ist. Lies unbedingt hier nach:
http://linux-ntfs.org/doku.php
http://ntfs-3g.org/
Viele Grüße, Christoph
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03.08.09 09:32 #4
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Es reicht schon, wenn man "nur" als superuser arbeitet (was dem root entspricht). Gerade bei Usern mit wenig Erfahrung sehe ich einen großen Vorteil gegenüber dem dauerhaften Arbeiten als root
[CODE]Jetzt modifizierst Du Deinenoch wie folgt:Code :1
/etc/fstab
[/QUOTE]Code :1 2
/dev/sda2 /media/winxp_2 ntfs-3g errors=remount-ro 0 0 /dev/sda1 /media/winxp_1 ntfs-3g errors=remount-ro 0 0
Als Option sollte noch rw, auto, user, suid und bei USB-Medien sync gesetzt werden.
Der NTFS-Schreibzugriff ist stabil. Schon ne ganze Weile.Beachte, daß der Schreibzugriff auf NTFS experimentell ist.[...]
http://ntfs-3g.org/
-
03.08.09 18:15 #5
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Der "Superuser" IST "root", was Du meinst ist vermutlich, lieber "sudo" statt "su" oder die direkte Anmeldung als "root" zu verwenden. Typischerweise ist "sudo" für den ersten in einem neuen System angelegten Benutzer aktiviert, so daß er es nutzen kann. Allerdings arbeitet man *während* der Ausführung eines solchen Befehls dennoch als "root", das muß man immer im Kopf behalten. Man kann halt nur nicht vergessen, die Rechte wieder abzugeben, was günstig ist.
Variante 1:
Hier wird man am Anfang durch den Befehl "su" zu "root", muß sich mit dem Root-Paßwort anmelden und man bleibt es bis zum Befehl "exit" oder der alternativen Tastenkombination "Strg-d". Analog dazu kann man eine "Root-Shell" über das Menü starten oder sich auf einer virtuellen Konsole direkt mit dem Benutzernamen "root" anmelden. Ubuntu hat kein Root-Paßwort gesetzt und unterstützt diese Variante demnach nicht von sich aus.Code :1 2 3 4 5
su Befehl-1 Befehl-2 Befehl-3 exit
Variante 2:
Hier wird man für jeden Befehl einzeln "root" und ist danach wieder Normalbenutzer. Wenn man keine langen Pausen zwischen den Befehlen macht, wird man nur vor dem ersten Mal nach dem eigenen Paßwort gefragt, sofern man "sudo" verwenden darf. Bei Debian ab Lenny und Ubuntu ist "sudo" so eingerichtet, daß der erste Benutzer, der während der Installation angelegt wird, es verwenden darf, alle weiteren, die man später selber hinzufügt, müssen in "/etc/sudoers" eingefügt werden. Wenn es geht und man nicht sehr viele Änderungen am Stück macht, die die Root-Rechte benötigen, sollte man es in der Tat so machen.Code :1 2 3
sudo Befehl-1 sudo Befehl-2 sudo Befehl-3
Auf USB würde ich "noatime" dazunehmen, das verlängert die Lebensdauer, für Platten müßten eigentlich die Voreinstellungen ganz gut passen, die habe ich aber jetzt weder alle im Kopf, noch nachgeschaut. Ein Dateisystem mit Journal (wie auch NTFS eines ist) ist aus demselben Grund ohnehin auf Flash-/EEPROM-Speichermedien nicht anzuraten.
Die Stabilität reicht nicht an das heran, was man von anderen Dateisystemtreibern gewöhnt ist. Man muß dabei bedenken, daß "ntfsmount" (der freie Userspace-Treiber, dem auch das 3G entstammt) erst seit ganz kurzem Schreibzugriff bietet und bei NTFS-3G gerade vor jener Version 2.0.0 gewarnt wird, daß sie noch Probleme habe. NTFS-3G selbst verweigert je nach Version vorsichtshalber manche beabsichtigten Schreibzugriffe. Man muß dran denken, daß je nach Linux-Distribution unterschiedliche Treiberversionen dabei sind, gerade beim NTFS-3G überall andere und bei den besonders "stabilen" Distributionen tendentiell eher ältere. Auf einem Debian Lenny habe ich hier "1.2531" vorgefunden.
NTFS-3G wird überdies von einem Unternehmen entwickelt, das keine Käufer findet, wenn das Produkt nicht als "stabil" bezeichnet wird, so daß die Bezeichnung allein nicht auf den gleichen Grad an Stabilität wie zum Beispiel den von Ext3 hindeutet. Wenn es auch sehr unwahrscheinlich ist, daß das Dateisystem beschädigt wird, so ist doch nicht gewährleistet, daß alles geschrieben werden kann, was man gerne möchte und daß es sich "richtig" verhält. Benutzerrechte werden zum Beispiel von keiner "stabilen" Version unterstützt, eine unter Linux neu angelegte Datei bekommt unter NT Vollzugriff für alle. Prinzipiell kann NTFS auch POSIX-Berechtigungen abbilden.
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