tutorials.de-Buchverschenkaktion 08/2010
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    Debian GNU/Linux auf einem Gericom 1st Supersonic GPRS Notebook


    1. Einleitung

    So, dann mal wilkommen zu meinem ersten Tutorial für Tutorials.de! Es ist eher ein Bericht und beschreibt die Einrichtung von Debian GNU/Linux auf einem Gericom 1st Supersonic GRPS Notebook. Die Einrichtung sollte unter der gesamten Supersonic Reihe von Gericom ähnlich verlaufen. Beschrieben wird stichwortartig der Ablauf und die Einrichtung, auf aufgetretenne Probleme wird genauer eingegangen.

    1.1 Datenblatt
    Bezeichnung: Gericom 1st Supersonic M6T GPRS
    CPU: 1,1 GHz Pentium III
    Speicher: 384 MB
    Ati Mobillity Rage 128 32MB
    HDD: 20 GB
    DVD/CD-R Combo Laufwerk
    1x Seriell, 1x Parallel, , 1x PS2, 2x PCMCIA, 2x USB, 1x FireWire, Modem, LAN, Sound


    2. Installation und Vorbereitung

    - Debian Setup von CD-Booten, in meinem Fall Woody Mini ISO von www.debian.org, mit dem 8 CD ISO traten Probleme mit LILO auf

    - Setup bootet von CD. Da wir gleich den 2.4er Kernel nutzen wollen und nicht erst mit dem 2.2er anfangen übergeben wir dem Bootloader am Promt die Option „bf24“

    - Sprache und Tastaturlayout werden auf Deutsch eingestellt

    - Dann wird die HDD partitioniert und die Swap und Linux Partition(en) eingebunden. Ich habe folgende Konfiguration für die 20 GB HDD gewählt:
    Code :
    1
    2
    3
    
                   -  Linux Ext2      15 MB    für /boot
                   -  Linux Ext3      18 GB       für /
                   -  Linux Swap   Rest
    - Es folgt die Installation vom Kernel und den Modulen. Ich habe keine extra Module geladen, da später sowieso sofort der 2.6er folgt.

    - Nun soll freundlicherweise gleich das Netzwerk konfiguriert werden, was sich jedoch von selbst erledigt, denn der Kernel unterstütz in diesem Moment noch kein ACPI so wie er sollte und somit gibt es auch vorerst kein Netzwerk für uns... Naja, Hostname etc. können wir ja schon festlegen, aber die Netzwerkkarte wird noch nicht laufen.

    - Installation des Basissystemes

    - Als nächstes machen wir das System mittels LILO bootfähig, direkt in den MBR

    - Reboot.

    - Nach dem Reboot folgt die Usereinrichtung, dass sollte selbsterklärend sein.

    - Die PCMCIA Packages wollen wir fürs erste behalten.

    - Dann wollen wir mal APT konfigurieren. Da ich noch zusätzlich das 8 CD ISO da hatte habe ich erstmal alles einlesen lassen, damit ich zumindest MC und sowas habe, bis die Internetverbindung steht.


    3. Hardware und Kernel Einrichtung

    Ich denke die Installation und Grundkonfiguration ist meist selbstewrklärend und kann auch fast überall nachgelesen werden. Ich möchte mich darum eher um die Probleme kümmern die im Laufe der Einrichtung auftraten.

    3.1 CD-Rom
    Als erste Überraschung konnte ich nach der Installationsroutine nicht aufs CD-Rom zugreifen, da es nicht einmal in der /etc/fstab drinne war. Also folgende Zeile hinzufügen um es auf /cdrom zu mounten:
    Code :
    1
    
            /dev/hdc   /cdrom    iso9660    user,noauto     0      0
    3.2 Kernel kompilieren
    Das größte Problem mit der Hardware war, das der 2.4.18er Kernel ACPI nicht ohne Patches unterstützt und man die IRQs im BIOS des Supersonic nicht zuweisen kann, was dazu führt, dass z.B. die Netzwerkkarte nicht lauft.

    Um dieses Problem zu lösen ohne groß rumzupatchen habe ich gleich den 2.6.0 Kernel selber kompiliert. Dafür musste ich wohl oder übel die Source runterladen und auf CD Brennen, denn Netzwerk ist ja nicht. Und weil man natürlich noch ein paar andere Packete brauchte und deshalb schnell ein paar Rohlinge verbraten waren, ist hier eine hoffentlich vollständige Liste der Packete, Abhängigkeiten und der minimale Version die ihr braucht:

    - GNU C Compiler 2.95.3
    - GNU Make 3.78
    - Binutils 2.12
    - util-linux 2.10o
    - module-init-tools 0.9.9
    - procps 2.0.9
    - e2fsprops 1.29
    - e2fsck 1.29
    - e2fslibs 1.29
    - pcmcia-cs 3.1.21
    - bzip2
    - libbz2
    - kernel-package
    - libc6-dev
    - libncurses5-dev


    Kernel-Source für Debian gepatched von www.backports.org gezogen, gebrannt und aufs Notebook gezogen

    - Kernel entpacken
    Code :
    1
    
    $ tar xvfj kernel-source-2.6.0.tar.bz2

    - Und mit
    Code :
    1
    
    $ make menuconfig

    - Kernel konfigurieren, was ihr braucht müsst ihr wissen, wichtig ist natürlich Tulip für die Netzwerkkarte, ansonsten SCSI, USB, FireWire, PCMCIA, das Via Module für Sound läuft bei mir ohne Probleme. Und halt das wichtigste: ACPI an, APM aus.

    - Da wir ja Debian gerecht ein .deb Packet haben wollen erzeugen wir dieses nach der Konfiguration mit
    Code :
    1
    
    $ make-kpkg kernel-image

    - Und installieren es mit
    Code :
    1
    
    dpkg –install kernel-image-2.6.0_01_i386.deb
    aus dem darüberliegendem Verzeichnis.

    Kernel kompilieren und installieren sollte soweit klar sein, ansonsten findet ihr bei Google genug dazu, schaut euch das Tutorial von boom an oder ich schreib demnächst nochmal eins zum Kernel Backen nach Debian Art.


    3.3 Module
    Mit den neuen module-init-tools, die die modutils ablösen kommt modconf nicht so recht klar, also muss man die Module, die beim Booten geladen werden sollen
    selber in /etc/modules eintragen. Bei mir sind das folgende:
    Code :
    1
    2
    3
    4
    5
    6
    7
    
    # Netzwerkkarte
    tulip
    # Sound
    via82cxxx_audio
    # USB-Stick
    uhci-hcd
    usb-storage

    3.4 Netzwerkkarte
    Mit dem zuvor eingebundenen Tulip Modul und ACPI läuft die Karte ohne Probleme.

    3.5 Soundkarte
    Auch die Soundkarte läuft mit dem mitgeliefertem Modul via82cxxx_audio ohne Probleme.

    3.6 USB
    Da der Chipsatz von VIA ist benötigen wir das Modul UHCI (OHCI ist für SIS, Intel etc. und EHCI für USB 2.0). Da ich USB nur für Memorysticks nutze habe ich noch zusätzlich den SCSI Support / Emulation und USB-Storage als Module im Kernel. Beim anstecken eines USB Sticks erkennt der Kernel ihn ohne Probleme und ich kann mittels
    Code :
    1
    
                $ mount –t vfat /dev/sda /usb
    das USB-Device über SCSI mounten.


    4. Anhang

    Gut, das wars für den Anfang, sobald ich den Rest der Hardware zum laufen habe werde ich das Tutorial erweitern. Besonders interessant dürfter das integrierte GPRS Modul sein, aber das sehen wir dann!
    Bei Fragen, Kritik oder Anregungen einfach Mailen, PM oder ICQ!

    Quellen:
    http://www.google.de
    http://kerneltrap.org/node/view/799
    http://www.michos.de/notebook/
    http://www.mybytes.de/notebook/
    Geändert von Sinac (03.02.04 um 22:17 Uhr)
    "Man is a pupil, pain is his teacher"
    Alfred de Musset

    Servants in heaven, kings in hell...

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