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  1. #1
    frischfromm frischfromm ist offline Grünschnabel
    Registriert seit
    May 2009
    Beiträge
    1
    Hallo,

    ich bin seit über 2 Jahren arbeitslos, verheiratet ein Kind.

    Jetzt habe ich ein Jobangebot bekommen um Werkzeugmaschinen zu verkaufen.

    Bedingung dabei: Ich soll ein Gewerbe anmelden und muss mich selber versichern. Anfangsgehalt sind ca. 2600 Euro Brutto inklusive Provision. Ich habe aber überhaupt keine Ahnung wie viel nach allen Abzügen (Versicherungen, Gewerbesteuer etc.) am Ende übrig bleiben. Wo kann ich mich darüber vorab informieren?

    Gruß

    Franz
     

  2. #2
    Avatar von vfl_freak
    vfl_freak vfl_freak ist offline Mitglied Diamant
    Registriert seit
    Aug 2007
    Ort
    Niedersachsen
    Beiträge
    2.161
    Hallo Franz,

    das werden wir hier so pauschal nicht beantworten können, da es von vielen persönlichen Faktoren abhängt!

    Die Gewerbesteuer, so sie denn überhaupt bei Dir anfällt, ist abhängig von jeweiligen Hebesatz in Deiner Gemeinde!
    Bei Versicherungen (Rente, KV usw.) kann sich ja jeder die Ausgaben mehr oder weniger selbst bestimmen, je nach versicherten Risiko!

    Dann kommen so Sachen wie UmsatzSteuer-Pflicht und Vorsteuerabzugsfähigkeit dazu ... und und und

    Du solltest Dich hierzu am besten von einem Steuerberater informieren lassen. Da Du ihn auf Dauer dann eh' brauchst, sollte das erste Beratungsgespräch eigentlich kostenlos sein ....

    Gruß
    Klaus
     
    Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen - sonst hätte man schon längst seine Leiche gefunden !!

    Falls ich helfen konnte, wäre eine Bewertung oder ein Danke nett ;-)
    -------------------------------------------------------------------------------------------------
    Ich beantworte keine Fragen per PN !!
    Stellt Eure Fragen im Forum - dann haben alle etwas davon !!

  3. #3
    ronaldh ronaldh ist offline Mitglied Brillant
    Registriert seit
    Apr 2007
    Ort
    Hannover
    Beiträge
    912
    Grundsätzlich denke ich, dass Du bei diesem Angebot vorsichtig sein solltest. Nach 2 Jahren Arbeitslosigkeit und einem zu versorgenden Kind steht man natürlich unter Druck. Aber das will der Arbeitgeber möglicherweise ausnutzen.

    Bei der Krankenversicherung kommt es neben dem versicherten Risiko auch auf das Eintrittsalter und die Selbstbeteiligung an, die Du pro Jahr hast. Du musst auch an die Altersvorsorge denken. Falls Du schon älter bist, und lange Zeit in die Rentenversicherung eingezahlt hast, könntest Du weiter freiwillig einzahlen, anderenfalls kannst Du das natürlich auch über private Rentenversicherung usw. regeln.

    Was mich besonders stört, ist dass die 2600,-- inkl. Provisionen sind. Die Provision ist abhängig von Deinen Verkaufserfolgen. Weder Du noch der Arbeitgeber können wissen, wie gut Du diese Produkte verkaufen kannst. Natürlich habe ich keine Ahnung, ob Du überhaupt Erfahrung in diesem Gebiet hast, sowohl, was den Vertrieb generell als auch die Produkte / Branche anbelangt. Aber auch wenn dem so ist, liegen Deine Tätigkeiten 2 Jahre zurück, und möglicherweise haben sich auch in diesen Jahren die Bedingungen geändert.

    Daraus folgt, dass Du zunächst hauptsächlich mit dem Fixum (also ohne Provision) kalkulieren kannst. Möglicherweise hast Du in einem Monat großen Erfolg, dafür verkaufst Du mal einen Monat gar nichts. Auch im Urlaub oder bei Krankheit bleibt dann natürlich eine Deckungslücke, während die Kosten weiter laufen.

    Informiere Dich auch über Scheinselbständigkeit! Wenn Du nur für einen Arbeitgeber selbständig tätig bist, kann es sein, dass im Nachhinein Sozialversicherungspflicht anfällt. Falls Du Dich dann privat abgesichert haben solltest, müsstest Du (und auch der Auftraggeber!) nachzahlen.

    Bekommst Du vom Auftraggeber denn einen Kundenstamm und ein Gebiet zu geteilt? Sind die Produkte im Markt eingeführt? Falls Du einen vorhandenen Kundenstamm hast, den Du weiter betreust, wäre dies natürlich ein Vorteil.

    Wie ist es mit einem Firmenwagen, mit einem Diensthandy, Telefon und Fax? Oder musst Du die Kunden mit Deinem Privatwagen aufsuchen? Und die Kosten für Telefon und Handy selbst tragen?

    Grundsätzlich halte ich das Angebot des Auftraggebers für zu niedrig, um das de facto vorhandene Risiko der Selbständigkeit zu tragen.
     
    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.

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