1. Hohe Brennweite
2. kleine Blendenöffnung (hohe Blendenzahl)
3. flache und unkonturierte Ausleuchtung von vorne
4. heller Hintergrund
5. Reflektionen / Spiegelungen vermeiden
Wie chmee schon sagte, nähert sich die Abbildung der Parallelprojektion je größer du die Brennweite wählst. Allerdings verringert sich dabei auch die Schärfentiefe, die ebenfalls für Tiefenwirkung verantwortlich ist. Du solltest nicht mit möglichst niedriger Schärfentiefe, sondern ganz im Gegenteil mit möglichst hoher Schärfentiefe fotografieren. Such also am Besten keine Extreme. Normalbrennweite (50mm) bis 120mm, irgendwo in diesem Bereich solltest du fündig werden.
Für Plastizität im Bild ist erstmal nicht das Licht, sondern der Schatten zuständig. Reduzierst du Schatten, z.B. durch eine weiche, frontale Ausleuchtung, nimmst du den Schatten aus dem Bild und damit die Plastizität.
Besonders plastisch wirkt ein Bild, wenn ein hell und kontrastreich ausgeleuchtetes Motiv vor deutlich dunklerem Hintergrund steht. Licht verliert über die Entfernung an Intensität, sodass es für uns natürlich wirkt, wenn der Hintergrund dunkler ist als der Vordergrund. Arbeitest du entgegen, indem du den Hintergrund besonders hell machst, reduzierst du weiter die Tiefenwirkung.
Wenn du glänzende Objekte fotografieren möchtest, dann versuche die Reflektionen bzw. Spiegelungen auf diesen Objekten zu minimieren. All diese Spiegelungen und Glanzpunkte machen Objekte plastisch. Matte Oberflächen wirken flach. Als einfaches Beispiel: Zeichne einen einfarbig gefüllten, roten Kreis. Es ist und bleibt nicht mehr als ein Kreis. Aber wenn du dann anfängst, mit heller Farbe Reflektionen, Glanzpunkt(e) und möglicherweise sogar noch Spitzlichtkanten reinzumalen, dann wird aus dem flachen Kreis plötzlich eine Kugel. Deine Aufgabe ist sozusagen das Gegenteil.
Gruß
Martin