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general_failure's Blog

Was läuft falsch in der Welt?

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von general_failure am 16.08.10 um 21:01 (2129 Hits)
Hat einer von euch von Pakistan gehört? Die meisten wissen nicht mal genau, wo das eigentlich liegt.
Da kommt so nebenbei im Fernsehen ein Bericht, nüchtern vorgetragen, aber die Bilder haben alles geändert. Warum erfährt man darüber so wenig?
Damals in Haiti waren 4 Millionen Menschen betroffen, die Deutschen haben 200Millionen gespendet.
Jetzt sind in Pakistan 20 Millionen in Not. Was kommt von Deutschland?
2 Millionen. 1%? Das kann nicht unser Ernst sein.
Vielleicht hab ich ja irgendwas falsch verstanden. Gibt man Pakistan kein Geld, weil das dann vielleicht die Taliban bekommt? Das wage ich zu bezweifeln.
Im Übrigen würde ich spekulieren, dass man im Zweifelsfall durch das Unterlassen der Hilfeleistung nur noch mehr eventuellen Terroristen in die Hände spielt, da das pakistanische Volk jetzt schon beginnt, mehr Hilfe zu fordern und gegen Europa zu protestieren.

Es wäre toll, wenn der eine oder andere mal seine Meinung dazu kundtun würde, denn ich persönlich kann mich mit so einer offensichtlich auf Unwissenheit und Faulheit basierenden Fehlleistung der Gesellschaft nicht zufriedengeben und werde deshalb auch meinen Anteil spenden.

mfg
GF

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Kommentare

  1. Avatar von Sven Mintel
    Ich muss gestehen, ich schaue recht wenig TV.

    Bei dem Erdbeben in Haiti sah ich aber allerortens Sendungen, von Pakistan eher wenig, das macht schon eine Menge aus glaube ich.
    Bevor ich wusste, dass wenig gespendet wird, wusste ich, warum wenig gespendet wird...wegen der Terroristen.
    In meinen Augen ist der Spendenfluss also z.T. mediengesteuert...Bilder von hungernden Terroristenkindern am A**** der Welt verkaufen sich evtl. schlechter als Bilder von hungernden Babies in einer Region, wo man gern mal Urlaub machen würde.

    Über den Wert von Menschenleben in den Medien weiss man ja seit 911 besser Bescheid.
    Wie war das noch: von der Medienwirksamkeit her ist 1 toter US-Bürger so viel Wert wie 10.000 tote Afrikaner(weiss nicht genau, aber so in der Richtung war es jedenfalls)....ja, ich weiss das Pakistan in Asien liegt

    Ich schätze, einen grossen Teil macht auch die Rückblende aus: ich hab in letzter Zeit vermehrt Reportagen gesehen, wo über den Verbleib der Spendengelder bei Tsunami + Haiti-Erdbeben berichtet wurde. Im Grunde genommen weiss niemand, wo die Kohle hin ist(zumindest nicht dahin, wo sie gebraucht wird)
  2. Avatar von general_failure
    Zum Fernsehen - ich boykottiere es, allein um mich nicht von den Medien steuern zu lassen. Dass das Fernsehen ein Ausdruck bzw. Sprachrohr unserer dekadenten Gesellschaft ist, ist ja nichts neues mehr.
    Und die Problematik der Hilfsorganisationen ist so eine Sache. Natürlich wird unterschlagen was das Zeug hält, aber ist es nicht besser, Gefahr zu laufen, dass unterschlagen wird, als GARNICHTS zu tun und damit zufrieden zu sein?
  3. Avatar von Markus Kolletzky
    Ohne eine Wertung vornehmen zu wollen, aber wieso wird immer zuerst nach Europa geschielt, wenns um Spenden geht? In unmittelbarer Nachbarschaft ostwärts gibt es zwei der größten Wirtschaftsmächte Asiens, schaut man westwärts einige der reichsten Länder der Welt (OPAC), die allenthalben von den Ressourcen Pakistans (natürliche, menschliche usw. usf.) profitieren. (Den Kaschmirkonflikt lass ich hierbei mal außen vor)

    Dies nur als kleiner weiterer Denkanstoß, wobei ich keinesfalls diese Katastrophe verharmlosen/abwälzen möchte!
  4. Avatar von one6666
    Glaube viele glauben Pakistan ist Afghanistan,
    ich wollte gerade auch was anderes schreiben, erst bei der Suche, habe ich gesehen das in Pakistan garkein Krieg ist,
    dachte die gehöhren dazu, aber passt trozdem zu dem was ich erst schreiben wollte,
    wer sich die Doku´s zum Krieg in Irak/Afghanistan angeschaut hat,
    weiß das es ein wichtiger Punkt war die Menschen im glauben zu lassen das da unten das Böse wohnt,
    sonst hätten schon viel mehr gesagt hört auf damit.
    Denke das ist der wichtigste Punkt jeder denkt da unten lauert das Böse,
    selbst wenn es in dem Fall nicht so ist, sondern zwei paar Schuhe sind,
    aber nicht jeder versucht hier zu antworten und will erstmal bisschen wissen ergooglen

    Schade um die Menschen******
  5. Avatar von Elmu
    Du vergisst aber auchh, dass die Menschen zum Teil Spendenmüde geworden sind und es in letzter Zeit sehr viel Spendenaufrufe gab.

    Dieses Jahr gab es schon:
    - Haiti
    - Ölpest
    - Waldbrennde in Russland
    - Überflutungen bei uns selbst
    - LoveParad
    - Pakistan

    Alles bis auf die LoveParad mit Spendenaufrufe verbunden und alles sehr zeitnah. Wenn man als normaler Bürger noch normal spendet (ans RoteKreuz etc.) oder ein Patenkind hat, dann denkt man sich auf i-wann nurnoch.... ich hab nichts mehr.

    Wobei es uns ja hier eigentlich sehr gut geht.
  6. Avatar von Elmu
    Und dazu noch die ganzen TV-Sachen wie RednoseDay, ein Herz für Kinder etc...

    Wollt ich hinzufügen. :)
  7. Avatar von colblake
    Zu Spenden ist, entgegen der landläufigen Meinung, keine triviale Sache. Wir als (potentielle) Spender sehen nur die Spendenorganisation als Frontend und nicht den Aufwand der dahinter steckt, die Gelder zu verteilen. Die Organisationen haben genau wie andere Firmen hohe Kosten für Personal, Bürogebäude, Hardware, Software, Versand von Briefe, Bescheinigungen und Präsenten ect..
    Und genau dieser Aufwand kostet viel Geld, der von dem gespendeten Geldern ab geht. D.h. dass das Geld nicht 1:1 weitergegeben werden kann.

    Deshalb "spende" ich im allgemeinen Gelder die ich übrig habe lieber meiner Familie, denn da weis ich dass diese 1:1 verwendet werden können. Auch wenn diese Haltung unpopulär ist.

    Gruß
    Col.Blake

    PS: Ich verbanne meinen Fernseher nicht, denn wer sich vom Fernsehen beeinflussen lässt, ist selber schuld.
  8. Avatar von Sven Mintel
    Ich muss schon sagen, dass ich generell nicht der "Big Spender" bin.

    Es ist halt alles sehr abstrakt durch diese Spendenorganisationen. Die bauen sich Büropaläste, zahlen sich Gehälter, von denen ich nur träume, und all das von dem Geld der Menschen, die Gutes tun wollen. Ich akzeptiere es nicht, dass es so sein muss....ich bin sicher, es müsste nicht so sein.

    (Ich will damit keineswegs engagierten Menschen zu Nahe treten, die sich dort völlig uneigennützig einbringen)

    Ich kann auch Gutes hier tun, in meinem Umfeld.

    Ich sehe einfach nicht, wie ich den Menschen in Pakistan helfen kann, dass ich dies mit einer Geldspende kann, davon bin ich nicht überzeugt, denn dann würde ich es tun.

    Ich kann mich noch an meine Schulzeit erinnern, da haben wir daheim Päckchen gepackt für Kinder in Erdbebengebieten, das war konkret für mich. (Auch wenn es mir heutzutage klar ist, dass es sinnlos ist, so ein Päckchen um die Welt zu Schicken, für die Frachtkosten könnte man Live vor Ort mehr helfen)

    Das Problem sind die Menschen selbst...die hier, und die dort.
    Es sollte doch technisch kein Problem sein für mich, dass ich eine Spende an eine Hilfsorganisation direkt vor Ort, bspw. den roten Halbmond überweise, und die dann direkt damit arbeiten.

    Aber warum geht das nicht?
    Weil jeder erstmal zusieht, wie man selbst ins Reine kommt.

    Das Geld wird da veruntreut, das Geld wird hier veruntreut.
    Da fliegen Hilfsflugzeuge um die Welt, um Zeugs runterzuschaffen, das macht genauso viel Sinn, wie mein Paket mit Spielzeug und Schokolade.
    Warum? Weil hier Leute an den Hilfslieferungen verdienen wollen, irgendwo wird das ja eingekauft.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass man in der Umgebung dort...China, Indien, Ex-GUS,Arabien...das selbe nicht auch , evtl. billiger, beschaffen kann und für geringere Kosten dorthin transportiert.
    Aktualisiert: 25.08.10 um 14:07 von Sven Mintel (otto grafie)
  9. Avatar von one6666
    Für alle die lieber 1:1 spenden wollen, könnt ihr gerne an mich spenden ,
    mir geht es bestimmt genau so schlecht, Job wie in einer Kohlemiene,
    Sche*ß bezahlung wie ein Spargelstecher, und schulden wie Franjo Pooth
  10. Avatar von Markus Kolletzky
    one6666, ich finde dein Posting in Zusammenhang mit dem Thema, mit Verlaub, widerlich.
  11. Avatar von one6666
    Wollte damit nur sagen das es in Deutschland auch viele hilfs bedürftige gibt.
  12. Avatar von Markus Kolletzky
    Wobei ich mir sicher bin, dass du dazu definitiv nicht zählst.
  13. Avatar von timestamp
    Schade dass es hier keine Bewertungsmöglichkeit gibt.
    one6666: -1
    Markus: +1
  14. Avatar von one6666
    bleibt mal locker,
    hier zeigen sich wieder die Forum Spießer,
    immer am meckern
  15. Avatar von Markus Kolletzky
    1. Verwarnung.
  16. Avatar von XxbambamxX
    Um zu der eigentlich gestellten frage zurück zu kommen.
    Ich bin zwar selbst kein Deutscher aber in der Schweiz läuft das ganz ähnlich.
    Ich habe mir auch schon gedanken darüber gemacht und bin zu folgendem Schluss gekommen:
    Haiti oder der Tsunami waren Ereignisse die innerhalb einer kurzen zeit geschahen. Die Katastrophe war gross und das Interresse der Medien auch, während in Paktistan das Unheil schleichend kam/kommt. Anfangs ist es noch nicht so schlimm.. dann wirds ein Bisschen schlimmer, die Medien berichten, verlieren das Interesse an der Sache, die Katastrophe ist da, die Medien machen die Leute nicht wirklich darauf aufmerksam (oder dann nur in bescheidenem Masse) und diese spenden dann auch nicht.
  17. Avatar von fluessig
    Ich spende grundsätzlich kein Geld mehr. Vor etwa zwei Jahren wurde meine Gutmütigkeit zum letzten Mal ausgenutzt - ich wurde um satte 200 Euro betrogen im Glauben zu helfen. Das war nicht das erste Mal, aber ich bin nicht völlig erfahrungsresistent. Von mir bekommt kein Hilfsbedürftiger jemals mehr auch nur einen Cent.

    Alles was ich noch Spende ist Blut und das schon seit 6 Jahren, ausserdem Trage ich einen Organspenderausweis mit mir. Mittlerweile habe ich genug Blut gespendet um 2-3 Menschen damit komplett zu versorgen. Daraus schöpfe ich Motivation und bin mir sicher direkter zu helfen. Ich bin mir auch sicher damit mehr erreicht zu haben als mit all meinen Geldspenden.

    Die Idee mit den selbstgepackten Paketen gefällt mir jedoch auch einigermaßen. Da sollte man allerdings das Hirn anschalten dabei, denn ich weiss ein paar Geschichten von Bekannten die in Russland diese Pakete einst bekamen. Tipp: Wer Kaffee schickt sollte auch Filter mitschicken
  18. Avatar von Slizzzer
    Das Argument, was ich häufig höre ist:
    Die Merkel spendet doch ohnehin wieder Milliarden von unseren Steuergeldern, ohne uns zu fragen. Stichwort Griechenland. Wieso soll ich da noch selbst was spenden?

    Ich habe übrigends auch nichts gespendet und werde auch nichts spenden. Ich gebe eher was für regionale Hilfsprojekte.
  19. Avatar von himbeere
    Ich muss ganz offen gestehen, ich gehöre auch zu den Nicht-Spendern unter uns. Ich habe weder für Haiti noch für den 11.9. noch für Pakistan gespendet - nicht nur weil ich arme studentin bin und kein geld habe, ich würde das auch nicht machen wenn ich geld hätte.

    Wie hier schon erwähnt wurde ist direkte Hilfe im Land wesentlich effektiver als indirekt Geld zu spenden, von dem sich jeder Beteiligte noch seinen Teil einsteckt. Wenn solche Aktion gestartet werden und sich eine Organisation ausdenkt päckchen zu schicken, dann sollten alle beteiligten auch freiwillig mithelfen. das heißt, die Post könnte einheitliche päckchen kostenlos zur verfügung stellen, die bahn könnte an einen großen Güterzug halt mal 3-4 Wagons mehr ranhängen um die dinger kostenlos da rüber zu schicken... Sowas sind wahre spenden die auch noch ganz nebenbei das Image der Beteiligten deutlich aufpoliert. aber so funktionierts ja natürlich nur in der fantasie -.-'

    Worauf ich aber eigentlich hinaus wollte: Hilfe Beruht auf Gegenseitigkeit. Und wenn ich schon höre, dass Pakistan hilfe FORDERT, könnte mir glattweg das Kotzen kommen.
    (was nun folgt sind nur vermutungen, also nicht gleich rummeckern wenn etwas so nicht stimmt. Bin auch gern für Verbesserungen zu haben^^)
    Wenn man mal überlegt: hat denn Pakistan oder die USA oder Haiti damals bei der großen Flut gespendet? Hat denn einer eine müde Mark an die vielen Opfer der letzten Tornados hier in Deutschland abgedrückt? Und was ist mit den vielen Bauern die durch das schlechte Wetter in den letzten Jahren kaum mehr wissen wie sie überleben sollen? Hat da jemand geholfen? soweit ich gehört habe nicht. Gerade zur Jahrhundertflut sind wir deutschen selbst im Schlamm rumgekrochen und haben unser eigenes Land mit unseren eigenen Kräften wieder aufgebaut. Da jedenfalls habe ich von keinen Hilfskräften - gerade aus den USA - gehört. Warum also sollte ich Menschen helfen, die mir nicht helfen? Ich weiß, dass Pakistan und Haiti arme länder sind, aber auch da gibt es reiche menschen, die es sich bequem leisten könnten hierher zu fliegen um mit aufzuräumen. Solange keine Hilfe von Anderen kommt bin ich auch egoistisch und helfe lieber im eigenen Land - basta!