Speicher-Upgrade Extreme
von Dennis Wronka
am 22.12.08 um 17:45 (737 Hits)
Wie zuletzt erwaehnt hab ich mir ja etwas mehr Speicher zu Weihnachten geschenkt.
Ich bin also zum Computer-Laden, brauchte ja eh mal wieder Tinte fuer den Drucker, und dachte ich koennte dann ja auch gleich Speicher kaufen.
Der alte Speicher bestand aus 2 mal 1GB Kingston DDR2-667. Und geplant war nochmal das gleiche in die Kiste zu stecken um auf 4GB zu kommen.
Mir wurde dann berichtet dass DDR2-667 auslaeuft und nicht auf Lager ist. Da mein Bord ja auch DDR2-800 vertraegt dachte mir so: "Okay, der laeuft dann zwar langsamer, aber egal."
Also: Preis gecheckt. 120HKD fuer einen Riegel, also ca. 12 Euro. Kann man mit leben.
Aus Interesse hab ich dann mal gefragt was ein 2GB-Riegel kostet. 188HKD. Also der 1.5-fache Preis, aber doppelter Speicher.
Der Preisunterschied war durchaus verlockend, aber da ich weiterhin Dual-Channel nutzen wollte hab ich dann entschieden gleich 2 Riegel, also 4GB zu kaufen.
Mit dem neuen Speicher und der Tinte bin ich noch fix zum Markt um Burger-Fleisch zu kaufen, und dann wieder heim.
Rechner auf, Speicher rein, Rechner an.
Der Speicher wird erkannt. So weit, so gut. Im BIOS noch fix eingestellt dass meine on-board Radeon X1250 nun 512MB bekommt anstelle der zuvor veranschlagten 256MB und dann Linux, Fedora 10, gestartet.
Alles laeuft soweit ganz nett. Speicher ist voll da (halt bis die 512MB die der GPU zugewiesen sind) und es ist eine Menge frei.
Wollte dann was Musik hoeren, und da hab ich dann gemerkt dass was nicht stimmt. Kein Ton.
Was in den Logs rumgeschaut, im Fedora-Forum gepostet, rumgetestet... Nix.
Hab dann den Speicher umgesteckt, mal einen der neuen raus, dann den anderen. Kein Erfolg...
Beide alten Riegel raus, und nur die neuen rein. Kein Ton...
Beide alten Riegel wieder rein, die alten wieder raus. Ton ist wieder da...
Bei Asus (mein Board ist ein Asus M2A-VM mit AMD-Chipsatz) mal geschaut und in der Liste der kompatiblen Speicher sind nur Riegel bis 1GB aufgelistet.
Interessanterweise sagt aber das Handbuch dass mein Bord 8GB unterstuetzt. Bei 4 Baenken braucht man da, nach Adam Riese, 2GB-Riegel, welche ja laut Handbuch, unterstuetzt werden.
Naja, im Fedora-Forum kam auch nichts nuetzliches rum, und was wirklich interessant war waren folgende Punkte:
- Der Sound-Chip wurde in der Ausgabe von lspci angezeigt.
- Das Treiber-Modul wurde geladen und in der Ausgabe von lsmod angezeigt.
- Der Sound funktionierte unter Windows.
Und trotzdem erzaehlten mir sowohl Alsa als auch PulseAudio dass ich keine Sound-Karte hab...
Ein wenig mehr in den Logs und in /sys rumgewuehlt und nach allem was ich dort gefunden hab schien dies wohl ein ACPI-Problem zu sein, denn der Sound-Chip schien zu schlafen.
Okay, nochmal zu Asus und nach einem BIOS-Update geschaut.
Update und Update-Tool runtergeladen, auf die Windows-Partition kopiert und Windows gestartet.
Ar...karte: Da mein Windows auch 64-Bit ist meckert das Tool, es will ein 32-Bit Windows...
Naja, egal. Das Update-Binary auf eine Diskette kopiert (ja, sowas hab ich noch, fuer seltene Spezial-Faelle) da meine Anleitung mir sagte dass mein BIOS eine integrierte Update-Funktion hat, wo ich von Diskette oder USB-Stick (haette ich auch nutzen koennen, wollte dann aber doch irgendwie mal wieder so'n 3.5 Zoll Plastikstueck nutzen), den Rechner neu gestartet, im BIOS EZUpdate (sprich: Easy Update) gestartet, das Update von der Diskette ausgewaehlt und dann mal flockig das BIOS aktualisiert.
Und siehe da: Nun hab ich auch unter Linux wieder Sound: Und das mit den vollen 5.5GB (+512MB fuer die GPU) RAM.
Nur ein Problem wurde nicht behoben: Wenn ich unter Windows war und dann Linux starte kriegt meine Netzwerk-Karte keine IP vom Router...






