Bacula - Freies und maechtiges Backup-Tool
von Dennis Wronka
am 16.03.08 um 15:23 (1936 Hits)
Backups von Daten sind wichtig. Wir haben wahrscheinlich alle schonmal bei einer Neu-Installation irgendwelche Daten verloren, ob nun wichtig oder nicht.
Man durchsucht vorher seine Platten und doch uebersieht man immer noch eine Kleinigkeit.
Entsprechend ist es sinnvoll an zentraler Stelle Sicherungen aller wichtigen Daten zu sammeln.
Tools dafuer gibt es genug, vor allem unter Linux kann man sich einfach aushelfen, zur Not mit ein paar simplen Scripts.
Fuer Firmen ist dies aber oft nicht genug, denn in einer verteilten Umgebung gilt es Daten von verschiedenen Rechnern/Servern mit moeglicherweise unterschiedlichen Betriebssystemen zu sichern. Und einige von Euch kennen dieses Szenario sicher auch daheim. Man hat zentral seinen Linux-Server stehen wo man selbst und die ganze Familie ihre Daten ablegen koennen. Nur macht das kaum einer, denn der Ordner "Eigene Dateien" ist doch so einfach zu benutzen.
Egal welches Szenario es denn nun ist, fuer einen einzelnen Arbeitsplatz/Server oder fuer ein Netzwerk mit verschiedenen Systemen, Bacula kommt damit klar.
Fuer Einzelplatz-Systeme ist es sicher Overkill, aber eben fuer Sicherungen von im Netzwerk verstreuten Daten ist es sicher hilfreich.
Bacula kann dabei Daten von verschiedenen Systemen sammeln, darunter z.B. Linux, Windows und MacOS.
Gespeichert werden kann auf lokalen Geraeten wie Festplatte, DVD-Brenner oder Tape-Laufwerk, oder aber auch auf einem anderen Rechner.
Um die Anforderungen des Backups im Netzwerk gerecht zu werden ist Bacula in drei Teile aufgeteilt, den Director, den File-Daemon und den Storage-Daemon.
Der Director steuert das Backup. Er wird ueber die Bacula Console angesprochen und ist fuer die Verwaltung der Backups zustaendig.
Der File-Daemon ist fuer die eigentlichen Zugriffe auf die Daten zustaendig, ist also somit auf den Rechnern noetig die Daten haben die gesichert werden sollen.
Der Storage-Daemon wiederum kuemmert sich um die Speicherung der Daten.
Je nachdem welche Rolle ein Rechner im Backup spielt muss auch nur der entsprechende Daemon laufen. So kann z.B. ein Rechner, z.B. der des Adminstrators, als Director herhalten, alle zu sichernden Rechner haben den File-Daemon und der/die Rechner wo die Daten abgelegt werden sollen den Storage-Daemon.
Gerade diese Aufsplittung von Bacula in einzelne, voneinander unabhaengige, Teile duerfte wohl eine der grossen Staerken von Bacula sein. Dazu kommt dass es freie Software ist und somit von jedermann frei nutzbar und erweiterbar ist.
Ein schickes GUI laesst Bacula leider vermissen, doch nach ein paar Tests ist auch ueber die Console einfach zu arbeiten.






