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Dem Dennis sein Blogdingen da...

Zwei nuetzliche neue Linux-Geraete

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von Dennis Wronka am 13.03.10 um 21:50 (808 Hits)
So, dieser Eintrag sollte eigentlich schon Anfang Januar geschrieben werden, und nur eines der in diesem Eintrag behandelten Geraete besprechen, aber egal. Jetzt ist's halt Maerz, und nu sind's eben zwei Geraete in einem Beitrag.

Nun ja, die Geraete von denen ich spreche sind ein Amazon Kindle und ein HTC Magic, beide Linux-betrieben.

Den Kindle hab ich mir zu Weihnachten gegoennt und war ziemlich fix ziemlich begeistert. Wer mich kennt weiss dass ich viel lese, und dass ich viel Stephen King lese. Die Buecher sind oft etwas unhandlich, vor allem im Hardcover. Mein letztes Hardcover, Under the Dome, kann durchaus als Mordwaffe eingesetzt werden.
Der Kindle hingegen liegt sehr leicht in der Hand und man hat nicht dieses laestige Umblaettern, was ja auch in gewissen Situationen, z.B. wenn man in der Bahn keinen Sitzplatz hat, unguenstig sein kann. So ein Knopfdruck ist da schon viel einfacher.
Gut lesen laesst sich das Geraet auch, und mit dem eingebauten Modem kommt man auch recht fix an neue Buecher. Durch's Web browsen kann man auch, der Browser ist in seiner Funktion aber doch etwas eingeschraenkt.

Etwas schade ist dass es nicht moeglich ist mal eben eine Text-Datei zu erstellen oder eine existierende zu editieren. Mit der Tastatur im Kindle waere das recht schick. Das System mit Notizen, Bookmarks und Highlights ist zwar schon nicht schlecht, aber diese sind eben alle an ein bestimmtes Buch gebunden. Um mal eben einen Gedanken festzuhalten, unabhaengig von irgendeinem Buch, ist entsprechend leider nicht moeglich.
Dennoch hab ich eine Moeglichkeit gefunden den Kindle kreativ einzusetzen. Auf der Amazon-Seite gibt es ein Tool welches verschiedene Formate in Mobi-eBooks umwandeln kann. Diese koennen dann auf dem Kindle gelesen werden, und unterstuetzen auch Text-to-Speech, was z.B. bei PDF-Dateien nicht der Fall ist, obwohl auch diese natuerlich vom Geraet unterstuetzt werden und gelesen werden koennen.
Um nun einen kompatiblen Input fuer das Amazon-Tool zu haben habe ich mir DocBook angeschaut, denn dies kann zu ePub konvertiert werden, welches sich vorzueglich als Input eignet.
So kann ich nun jeglichen eigenen Content auf den Kindle kriegen, und ihn mir sogar vorlesen lassen.
Das nutze ich nun zu zwei Dingen:
  • Ich habe mein Standup-Material in DocBook geschrieben und kann es somit auf dem Kindle lesen. Mittels Notizen halte ich Aenderungen und Ideen fest, welche dann beim naechsten Mal am Rechner in das Dokument uebertragen werden und dieses dann auf dem Geraet aktualisiert wird. Da ich einen Arbeitsweg von einer Stunde habe gibt mir das theoretisch jeden Tag 2 Stunden um Comedy zu schreiben.
  • Da der Kindle Text-to-Speech bietet habe ich mir dieses Feature natuerlich auch mal ein wenig angesehen. Interessant fand ich dass die Stimme recht natuerlich klang als ich mir ein Linux-Buch habe vorlesen lassen, "Der Hobbit" hingegen hoerte sich irgendwie schraeg an.
    Nun, da ich ja nun schon die Moeglichkeit hatte eigenen Text auf den Kindle zu bekommen habe ich eine Standup-Routine fuer den Kindle geschrieben. Ein Video davon gibt's hoffentlich bald endlich auf Youtube zu sehen. Ich muss nur mal meine Kamera wiederbekommen.

So, nun das andere, neuere, Spielzeug, das HTC Magic. Maggi is da nich dran, lecker isset aber trotzdem.
Erstmal ist es grundsaetzlich schick dass mein Telefon auf Linux laeuft, zum anderen ist es auch nett wie viele gute freie Applikationen es fuer Android gibt. Andererseit ueberrascht es dann aber auch wiederum wie viele Trials und Free Versions es gibt.
Ich weiss nicht wie gerne Java-Entwickler (fuer den Android programmiert man in Java, ich hab somit endlich mal einen Grund Java nicht mehr zu ignorieren) ihren Code unter freie Lizenzen stellen, aber da Android ja ein freies System ist sollte man hoffen dass eben auch eine gute Zahl ordentlicher freier Software, und eben nicht zeitlich beschraenkte Trials oder gekappte Versionen die keine der wirklich nuetzlichen/interessanten Funktionen mit an Bord hat. Oder, noch schlimmer, Software mit Werbe-Bannern. Ja, auch die gibt es. Aber ich denk mit all dem hat man beim iPhone, und aehnlichen Platformen, auch zu kaempfen.
Persoenlich siedle ich das Problem im "Handy-Software-Markt" an, wo ja doch eben gern mal schnell ein wenig abgesahnt wird nachdem mit Lite-, Free- und Trial-Versionen gelockt wurde.
Man kann nur hoffen dass sich der Gedanke der freien Software beim Android durchsetzt, und nicht das "Handy-Lager".

So, genug zu diesem Thema. Funktionsmaessig ist der Android gut ausgestattet. Die Google-Applikationen sind natuerlich vorbildlich integriert, sodass es fuer mich im Grunde keinen Unterschied macht ob ich eine SMS oder eine eMail auf meinem Telefon erhalte. Kontakte koennen mit Facebook-Freunden verknuepft werden, sodass dann z.B. bei einem Anruf auch immer gleich das aktuelle Profil-Bild von Facebook im Display erscheint.

GPS ist mit drin, was recht fein ist. Eine Anwendung die das nutzt nennt sich Footprint, und laesst sich eben dazu nutzen um eine Liste von Orten festzuhalten wo man war.
Ein Footprint enthaelt dazu ein Foto, GPS-Koordinaten und andere, optionale Informationen.
Man kann dann zwar den ausgewaehlten Footprint in einer Google-Map sehen, eine Funktion die aber alle Footprints in die Karte setzt gibt es scheinbar (noch) nicht. Oder ich hab sie noch nicht gefunden. Schick waer's aber auf jeden Fall.

Das Telefon hab ich jetzt eine Woche, ich spiel also noch viel damit rum um zu schauen was es denn so gibt. Und in der Zwischenzeit hab ich mir auch das SDK runtergeladen, das Eclipse-Plugin installiert und mal angefangen ein wenig in Java und Android-Programming reinzuschauen.

So, das soll es an dieser Stelle auch gewesen sein. Ich find's klasse wie Linux seinen Beitrag dazu leistet mit zwei grundlegend verschiedenen Geraeten etwas Komfort in meinen Alltag zu bringen.

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Kommentare

  1. Avatar von Dr Dau
    Hallo!

    Kindle ist ja quelloffen..... juckt es Dir da nicht in den Fingern einen "Editor" mit einzubauen?!

    Gruss Dr Dau
  2. Avatar von Flo[H]
    Hallo!

    android fand ich anfangs auch sehr nett, und mein neues handy hätte sicher android draufgehabt, wenn da nokia nicht mit maemo rausgekommen wäre. Ist meines Wissens noch offener und man ist weniger von Google abhängig. Nachteil: im AppStore gibt es bisher noch nicht so viele Anwendungen meines Wissens. Dafür bietet der Pragrammmanager einiges.

    Gruss
    flo
  3. Avatar von Dennis Wronka
    Der Kindle bietet zwar viel, aber ich wuesste jetzt nicht wie ich da Software reinkrieg.
    Klar, ich hab was von 'nem Hack gelesen wo man 'n richtiges Linux starten kann, aber besser waere doch wenn man den Umfang des eigentlichen Kindle-Systems ausbauen koennte.

    Das Android-Handy hat sich mittlerweile wirklich bezahlt gemacht. Die unterschiedlichen Funktionen sind wirklich praktisch und es gibt einige gute Programme.
    Traurig ist leider nur dass viele Programme als "Free" Version kommen, und dann eventuell Werbe-Einblendungen und sowas haben. Fuer die werbefreie Version darf man dann bezahlen, um die Weiterentwicklung des Programms zu unterstuetzen...

    Hier ist scheinbar von der Handy-Entwickler-Mentalitiaet uebergeschwappt, wo man seine Anwendungen/Spielchen/... grundsaetzlich gegen Entgelt an den Mann gebracht hat, und eben weniger von der OpenSource-Mentalitaet, einfach gute Software zu entwickeln und diese kostenlos und frei verfuegbar zur Verfuegung zu stellen.
    Ich selbst arbeite an einem Programm fuer Android welches ich auch der Oeffentlichkeit praesentieren will. Dies wird natuerlich vollkommen frei von Werbung, kostenlos und quelloffen passieren.
    Wer mich kennt weiss ja dass ich bereits einige OpenSource-Projekte betreue, und dies ist eben ein weiteres.
    Ich entwickle das Programm ja hauptsaechlich fuer mich selbst, weil es fuer mich eine Luecke fuellt die ich ansonsten etwas unbequemer ueber den Browser umgehen muss.
    Entsprechend will ich mir auch garnicht erst die Arbeit machen irgendeinen Schrott einzubauen der, bei bestimmten Compiler-Einstellungen, dafuer sorgt dass die Anwendung den User mit Werbung belaestigt.

    Gerade eben erst habe ich einen PacMan-Clone, den zur Zeit einzigen, den Namen hab ich aber schon wieder vergessen, ausprobiert, welcher mich auf gemeinste mit Hinweis-Fenstern bombardiert hat, zum einen natuerlich um auf Werbung und die werbefreie Version hinzuweisen, und dann fuer allen moeglichen anderen Schrott...
    Ich fand diese Fenster einfach nur nervig. Also hab ich erstmal kein PacMan auf dem Android. Naja, immerhin hab ich ja ScummVM.
    Und beim naechsten Update soll NetHack auch die virtuelle Tastatur unterstuetzen. Ich hoff das kommt noch vor Duke Nukem Forever...

    Ueberraschenderweise finde ich auch kein Doom im Market. Ich werd mal schauen wo man ausserhalb des Market Anwendungen finden kann. SourceForge und FreshMeat kommen da natuerlich gleich mal in Frage um eventuell nach Android-Software zu suchen.

    Aber wie gesagt, die Fuelle an Funktionen ist gewaltig, es gibt auch gute, werbefreie Programme wie Wifi Analyzer, welches ein unglaublich praktisches WiFi-Tool ist, der Jamendo-Player, welcher praktischen Zugriff auf das umfangreiche Angebot guter, freier Musik von Jamendo bietet, mit Radio-Funktion, Download und anderem Quatsch, und natuerlich auch Replica Island, ein ziemlich cooles Jump'n'Run.